LEGO stoppt Lieferungen nach Russland

Wie LEGO per Pressemitteilung bekannt gegeben hat, werden die Produktlieferugen nach Russland vorübergehend pausiert. Als Grund nennt LEGO die „weitreichende Störung des Betriebsumfelds“, welche bedingt durch den von Russland begonnen Krieg in der Ukraine entstanden ist.

Besorgt äußert man sich außerdem um die LEGO Teams in der Ukraine und Russland, die man mit allen Kräften unterstütze, um ihre Sicherheit zu gewährleisten. In Russland betreiben die Dänen keine eigenen LEGO Brand Stores, haben aber ein weitreichendes Netz an sogenannten LEGO Certified Stores. Diese verkaufen ausschließlich LEGO Produkte und haben enge Beziehungen zum dänischen Spielwarenhersteller, werden aber von unabhängigen Dritten betrieben.

Bereits in den letzten Tagen hatten sich andere große Firmen wie Apple, Activision Blizzard, BMW, EA, Epic, Mercedes, Microsoft, Playmobil oder VW an dem vorläufigen Verkaufsstopp in Russland beteiligt. Vor wenigen Tagen teilte LEGO außerdem mit etwa 15 Mio. Euro an hilfebedürftige Kinder und Familien aus der Ukraine zu spenden.

24 Kommentare zu „LEGO stoppt Lieferungen nach Russland“

      1. Schwarzer Falke

        Wohl am Ende nur Kinder, die Eigentümer der Stores, die sicherlich keine Oligarchen sind und natürlich auch die AFOLs.

    1. Ich wäre ja auch dafür ab SOFORT keine Schnuller mehr nach Russland zu schicken.
      Ach so stimmt, LEGO trifft natürlich noch den ein oder anderen AFOL…
      Jetzt habt ihrs Russland aber gezeigt!

  1. In vielen Discountern werden sämtliche Lebensmittel russischer Herkunft „verbannt“.
    Is zwar etwas OT, aber was wird dann aus dem Russisch Brot, Russischen Zupfkuchen und so. Muss das jetzt umbenannt werden?! Diese Lego-Embargo wird wahrscheinlich kaum was bringen.

  2. Also Putin wird diese Entscheidung wohl nicht treffen und die Bevölkerung in Russland wird wohl durch die Sanktionen andere Probleme bekommen, als dass kein Lego mehr geliefert wird.
    Also trifft es am Ende wohl eher Lego selber, dadurch dass ein Absatzmarkt weggebrochen ist. Da können die schlauen Manager bei Lego die Preise im Rest der Welt nochmal anheben, damit auch 2022 wieder eine Umsatzsteigerung von 6% erreicht wird. Nicht das am Ende Lego noch Leute kündigen muss, weil die Steigerung nur bei 2% 2022 liegt.

    1. Egal, die Leute wollen es so und nehmen die Kündigung oder Preiserhöhung gerne mit. Früher hieß es „Gott will es“… kaum zu glauben das wir uns wieder zurück entwickelt haben oO

  3. „weitreichende Störung des Betriebsumfelds“

    Man könne ja fast meinen, daß Dänemark alles in Russland, bzw. in der Ukraine produzieren lässt ob dieser Meldung….
    Macht zumindest den ersten Eindruck….

    1. Sowieso, auch wenn TLG gerne die Produkte in Russland verkaufen möchte, wird es mit den Zahlungen heutzutage wohl sehr schwierig. Und vielleicht kann man den Kindern erklären warum es kein LEGO mehr gibt…

  4. Muss hier echt ueber manche Kommentare den Kopf schütteln.
    Selbstverständlich wird sämtlicher Handel mit Russland durch die Sanktionen betroffen sein. Ist also nur indirekt eine Entscheidung von tlg. Die gesamt Umstände lassen nichts anderes zu.
    Hier geht’s nicht darum, unschuldigen Kindern Spielzeug wegzunehmen.

  5. Der Grund für diese „Entscheidung“ ist kein moralischer, sondern hat schlicht und einfach mit den in Kraft getretenen Sanktionen zu tun.

  6. Ihr solltet es auch mal von der anderen Seite sehen. Durch den Swift Ausschuss werden ggf die Rechnung nicht mehr bezahlt werden können.
    Auch ein Grund warum viele Firmen sich zurück ziehen.
    Und ich kann nur hoffen dass es jeden Tag immer mehr Firmen werden die folgen.

  7. Finde ich gut! Bei den horrenden Preisen können sich das eh nur die Oligarchen leisten, also trifft es die richtigen.

  8. Stoppt Lego auch Lieferungen wenn die USA oder Deutschland oder Frankreich in den nächsten Krieg eintreten?
    Oder hat dies getan während dem Irakkrieg oder während Afghanistan?
    Es scheint wohl so, dass nicht die gleichen Bricklängen für alle gelten, egal ob das Ganze legal oder illegal ist.
    Und ich schliesse mich der Meinung an, dass es wohl die treffen wird die am wenigsten dafür können – die kleinen und grossen Lego fans.

  9. Hier vergessen anscheinend viele, dass
    1) Es kaum bis gar keine Bankverbindungen von und nach Russland gibt
    2) Es in Russland ein neues Gesetz gibt, wonach ausländische Firmen nur noch in Rubel (der bald nichts mehr Wert ist) zu bezahlen sind
    Ausländische Firmen können ihre Produkte in Russland also eigentlich nur mehr verschenken.
    Da macht es natürlich keinen Sinn für Lego und andere Unternehmen, etwas nach Russland zu liefern.

    1. Das ist natürlich neben der politischen Seite wohl die wirtschaftliche/logistische/rechtliche Realität und die Schwierigkeiten sind wohl im Moment so gross, dass fast keine andere Entscheidung mehr möglich ist.

  10. Richtige Entscheidung von Lego!
    Einfach schön zu sehen wie viele Unternehmen jetzt geschlossen den Russischen Markt boykottieren.

  11. The Storytelling Brick

    Richtige oder falsche Entscheidung sei mal dahingestellt. Ich denke, dass LEGO aufgrund der ‚Speziellen Militärischen Operation‘ eines Aggressors und den als Antwort darauf gefolgten ‚Speziellen Wirtschaftlichen Operationen‘ des beträchtlichen Teiles der Staatengemeinschaft, keine so große Wahl hat(te). Schade um die ungerecht verlorenen und noch verloren gehenden Menschenleben, schade um die jahr(zehnt)elange Zusammenarbeit (insbesondere auf wissenschaftlicher und kultureller Ebene) ob dieses furchtbar sinnlosen Angriffskrieges… :/ Wir waren schon auf dem besseren Weg aus den alten Mustern der Menschheitsgeschichte ein gutes Stück herauszubrechen. Der Wahnsinn eines Einzelnen zerstört aufgebaute Strukturen und gemeinschaftliche Beziehungen.

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