Als großer Freund von klassischen Fahrzeugen habe ich natürlich auch ein Faible für alte Formel 1 Wagen. Ein begnadeter Konstrukteur von LEGO Formel 1 Renner kommt aus Italien. Luca Rusconi hat schon zahlreiche Modelle designed, eine Auswahl findet ihr auf seiner Internetseite. Aber passt auf, denn bei den schönen Modellen besteht Suchtgefahr und ein Nachbau kann ganz schön ins Geld gehen – ich spreche da aus eigener Erfahrung.

Als ich den Brabham – Alfa Romeo gesehen habe, war für mich klar, der wird nachgebaut! Die Bauanleitung habe ich für 15 US-Dollar bei MOC Plans gekauft, nach Bezahlung konnte sie auf der Seite direkt heruntergeladen werden. Über einen weiteren Link zu Rebrickable gab es auch eine Teileliste mit vielen teuren dunkelblauen Steinen.

Der Brabham war übrigens so nur bei einem Rennen 1978 im Einsatz. Der Ventilator am Heck saugte die Luft unter dem Wagen an, um einen höheren Anpressdruck zu erzeugen. Das System hat so gut funktioniert, dass Niki Lauda beim ersten und einzigen Einsatz den Grand Prix in Schweden gewann. Danach wurde dieses System verboten und die Brabham wieder umgebaut. Doch kommen wir nun zum eigentlichen LEGO Modell. Insgesamt sind zum Bau rund 1.750 Teile nötig. Begonnen wird mit dem Motor. Ein 12 Zylinder Boxer Motor mit 510-520 PS, je nach Quelle.


Wie ihr hier sehen könnt, ist es eine sehr kompakte Bauweise. Die Kolben sind beweglich und werden von den Hinterrädern über ein Differential angetrieben.

Die Hinterachse ist natürlich gefedert. Sogar an einen Stabilisator hat Luca gedacht. Im nächsten Schritt wird die Vorderachse gebaut.

Auch hier sind Stoßdämpfer eingebaut. Überhaupt gefällt mir die Mischung aus LEGO Technic Modell und klassischer LEGO Bauweise sehr gut.

Nach dem Zusammensetzen des Vorder- und Hinterteils kann man schon die Ausmaße erahnen.

Insgesamt ist das fertige Modell 56 cm lang!


Der fertige Formel 1 Rennwagen sieht schon ganz gut aus. Allerdings wirkt er ohne Beschriftung etwas kahl.

Ein Fall für den Steindrucker. Mit viel Geduld konnte Harald Günther die Vorlagen, die in der Bauanleitung abgebildet waren, in ein für ihn taugliches Dateieformat umwandeln. Der Druck auf die LEGO Steine hat aber dem Modell die Krone aufgesetzt.

Hier ein Größenvergleich mit meiner Minifigur:

Mein Fazit:

Der Nachbau eines Modells aus der Design-Schmiede von Luca Rusconi ist nichts für LEGO Anfänger. Alleine die Teilesuche hat es in sich. Die Bauanleitung ist sehr gut gemacht, es gibt keine Diskrepanzen zur Teileliste. Allerdings muss manchmal etwas zurückgebaut werden, um den neuen Teilabschnitt an das Vorhandene anbauen zu können. Für die Beschriftung gibt es keinen fertigen Stickersatz und das Bedrucken des Modells ist kein billiges Vergnügen, da es rund fünf Stunden Arbeit sind. Das fertige Modell entschädigt aber für alles. Viele Funktionen, tolle Formen und Bautechniken. Nur schade, dass viele Details später am fertigen Auto verborgen bleiben.


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