Diese Pressemitteilung der LEGO Gruppe von Anfang der Woche ging ein wenig unter im Alltagsgeschäft. Auch wenn der Inhalt ziemlich trocken klingt, ist das Thema dahinter um so interessanter. Demnach hat LEGO gemeinsam mit weiteren Partnern insgesamt 19 Millionen US-Dollar in Elvolve Additive Solutions investiert. Das Unternehmen bietet ein „einzigartiges Verfahren zur additiven Fertigung von Produkten aus technischen Kunststoffen“ an. Das neue Verfahren bietet laut Webseite die Geschwindigkeit, Qualität, Materialauswahl und Kosten des Spritzgießens und stellt somit eine echte Alternative zur traditionellen Fertigung dar. Neben ABS stehen zahlreiche andere (auch pflanzliche) Kunststoffe zur Auswahl.

„Keine kurzfristigen Pläne“

Das offizielle Statement von Carsten Rasmussen, Chief Operations Officer der LEGO Gruppe, klingt da schon etwas zurückhaltender. Er verweist lediglich auf die Nutzung des Verfahrens für die Entwicklung von Produktneuheiten. Ich vermute aber, hinter diesem Investment steckt deutlich mehr als LEGO zu diesem Zeitpunkt verraten möchte.

Wir sind begeistert von dieser Investition. In der LEGO Group nutzen wir seit mehr als 20 Jahren die Technologie der additiven Fertigung und nutzen das Potenzial dieser Technologie im Bereich des Rapid Prototyping innerhalb unseres Design- und Produktentwicklungsprozesses.

Wir haben keine kurzfristigen Pläne, 3D-gedruckte LEGO Steine oder Elemente kommerziell zu vermarkten. Wir werden weiterhin die additive Fertigung nutzen, um die Flexibilität in unserer Innovationspipeline zu erhalten und schnelle Prototypen zu erstellen, um neue und innovative Spielerfahrungen zu testen.

„Die Spritzgusstechnik bleibt aufgrund der hohen Präzision, Qualität und Sicherheit dieser Technologie, die die LEGO Gruppe seit über 60 Jahren perfektioniert, die Grundlage für die  industrielle Herstellung von LEGO Steinen.

Die Zusammenarbeit mit Evolve ist nur ein weiteres Beispiel dafür, wie wir mit Technologieführern zusammenarbeiten, um neues Denken zu inspirieren und zu entwickeln.

„Wichtige Ergänzung zu den bestehenden Spritzgusskapazitäten“

Auf der Webseite von Elvolve Additive Solutions findet sich ebenfalls ein Statement über das Investment der LEGO Gruppe, nur deutlich konkreter:

Evolve Additive Solutions, deren patentiertes Selective Thermoplastic Electrophotographic Process (STEP) Verfahren die Fertigung radikal verbessern und gleichzeitig bahnbrechende neue Geschäftsmodelle schaffen wird, gab heute den Abschluss einer Kapitalinvestition in Höhe von 19 Mio. US-Dollar bekannt, die von der LEGO Gruppe unter Beteiligung von Stanley Black und Decker Investments sowie einem dritten Investor durchgeführt wird.

„Die LEGO Brand Group hat in Evolve investiert, weil es sich um eine attraktive Investitionsmöglichkeit handelt, von der die Marke LEGO profitieren kann. Die LEGO Group nutzt seit mehr als 20 Jahren die Technologie der additiven Fertigung. Heute setzt das Unternehmen die Technologie hauptsächlich zur Herstellung von Prototypen bei der Entwicklung neuer Produkte ein, und wir gehen davon aus, dass die Technologie in Zukunft eine noch wichtigere Ergänzung zu den bestehenden Spritzgusskapazitäten sein wird. Mit Evolve Additive Solutions haben wir einen sehr kompetenten Partner in diesem Bereich gefunden“, so Per Hjuler, Business Development der LEGO Gruppe.

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