LEGO ist Ready for Girls: Neue Kampagne für mehr Genderinklusivität

LEGO Ready for Girls

Ready for Girls – so lautet die neue Kampagne von LEGO, mit welcher man sich für mehr Toleranz und Offenheit für Kinder einsetzen und damit zeigen will, dass LEGO eben nicht nur für Jungen gemacht ist, sondern dass Spielen nicht an ein Geschlecht gebunden ist.

In einer in Auftrag gegebenen Studie der LEGO Group wurde bekannt, dass die meisten Mädchen Interesse an Spielsachen und kreativen Aktivitäten aller Arten haben, aber mit zunehmenden Alter immer mehr in die gesellschaftlichen Geschlechterstereotypen gedrängt und damit zurückgehalten werden.

Gender-Studie von LEGO

Die Studie entstand, um zu beurteilen, ob Kreativität für Eltern und ihre Kinder als geschlechtsspezifisch angesehen wird. Genauer gesagt haben wir getestet, ob implizite Voreingenommenheit darin besteht, wie Eltern Kreativität für ihre Söhne und ihre Töchter unterschiedlich definieren.

Die Studie wurde vom Geena Davis Institut für Gender in Medien zum Weltmädchentag und anlässlich des Starts einer neuen LEGO Kampagne Ready for Girls durchgeführt. An der Studie nahmen 6,844 Eltern und Kinder im Alter von 6 bis 14 Jahre aus unterschiedlichen Ländern der Welt teil, darunter China, die Tschechischen Republik, Japan, Polen, Russland, Großbritannien und die USA. Mit der Studie wurde deutlich gemacht, dass Kinder für Geschlechtsneutralität bereit sind, aber die Gesellschaft ihre Handlungen, Denkmuster und Sprache überarbeiten muss.

Sowohl Mädchen als auch Jungen wollen mit LEGO spielen, aber meist werden eher die Jungen dazu ermutigt, das auch zu tun. Spielerische Aktivitäten sollten niemals nach Geschlechter unterteilt werden, denn Interesse an Aktivitäten entspringt nicht dem Geschlecht, sondern persönlichen Interessen und gerade Kindern sollten lernen, diese für sich selbst entscheiden zu dürfen. Dennoch zeigte die Studie, dass 74 Prozent der Jungen überzeugt sind, dass einige Aktivitäten nur für Jungen bestimmt sind und andere nur für Mädchen. Bei den Mädchen waren es immerhin „nur“ 62 Prozent.

Übrigens wurden in der Studie zwei sehr geschlechtssterotypische Aktivitäten verglichen: Fußball und Ballett. 82 Prozent der Mädchen finden es in Ordnung, wenn Mädchen Fußball spielen und Jungs Ballett üben, bei den Jungen waren es 71 Prozent. Trotz der Fortschritte bei Mädchen, die Vorurteile in einem frühen Alter abschütteln, bleiben die allgemeinen Einstellungen zum Spiel und zu kreativen Karrieren laut dieser Studie jedoch ungleich und restriktiv. So werden Mädchen eher zu kognitiven und künstlerischen Berufen ermutigt und Jungen eher zu körperlichen und MINT-ähnlichen Karrieren (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik).

Mehr Geschlechterinklusivität bei LEGO

Die LEGO Gruppe glaubt an den Wert des spielerischen Lernens und daran, dass die Entwicklung der Fähigkeiten des 21. Jahrhunderts durch LEGO-Spiele für alle Kinder gleichermaßen relevant ist.

LEGO Group

LEGO setzt sich für inklusives Spielen und Lernen ein, denn obwohl die Marke LEGO als gutes Beispiel für integrative Spielzeuge gilt, wird deutlich, dass 76 % der Eltern ihren Söhnen empfehlen würden mit LEGO zu spielen, gegenüber 24 %, die es ihren Töchtern empfehlen würden.

Die Vorteile des kreativen Spielens wie Selbstvertrauen, Kreativität und Kommunikationsfähigkeit werden von allen Kindern gespürt und dennoch erleben wir immer noch uralte Stereotypen, die Aktivitäten als nur für ein bestimmtes Geschlecht geeignet bezeichnen. Wir bei der LEGO Group wissen, dass wir eine Rolle dabei spielen, dies zu korrigieren, und diese Kampagne ist eine von mehreren Initiativen, die wir durchführen, um das Bewusstsein für das Problem zu schärfen und sicherzustellen, dass wir LEGO so inklusiv wie möglich gestalten. Alle Kinder sollen ihr wahres kreatives Potenzial entfalten können.

Julia Goldin, CMO LEGO Group

Mit der Kampagne Ready for Girls sollen Mädchen unterstützt und ermutigt werden, mit LEGO zu spielen, unabhängig von gesellschaftlichen Erwartungen. Talent und Interesse sind nicht an ein Geschlecht gebunden. LEGO geht es dabei nicht nur darum , Mädchen stärker zu inkludieren, sondern auch auf die Vorurteile, mit welchen Jungen zu kämpfen haben, einzugehen. Denn rund 71 Prozent der Jungen machen sich Sorgen darüber, dass sie ausgelacht werden, wenn sie eben nicht mit genderstereotypischen Spielsachen und Aktivitäten in Kontakt kommen.

LEGO möchte sicherstellen, dass in Zukunft mehr auf eine geschlechtsneutrale Produktion sowie ein geschelchtsneutrales Marketing gesetzt wird und arbeitet daher weiterhin mit dem Geena Davis Institut und UNICEF zusammen.

Ich selbst habe als kleines Mädchen auch gelegentlich mit LEGO gespielt, ob ich allerdings auch dazu ermutigt wurde, weiß ich wirklich nicht mehr genau. Geschlechtsspezifische Spielsachen waren allerdings nie besonders wichtig. Ich bin dennoch sehr gespannt, wie die Sets in Zukunft gestaltet und vermarktet werden.

Wie war das bei euch früher als ihr Kinder wart? Oder wie seht ihr als Eltern das Thema der Genderinklusivität bei LEGO? Teilt uns eure Meinung gern in euren Kommentaren mit!

40 Kommentare zu „LEGO ist Ready for Girls: Neue Kampagne für mehr Genderinklusivität“

    1. Genau das dachte ich auch gerade heute morgen vor dem Lego Regal im real…
      Friends würde (meiner pers. Ansicht nach) mit regulären Minifiguren, die auch gerne pastellig sein dürfen, besser funktionieren!

      1. The Storytelling Brick

        Würde ich so nicht sagen. Mir fällt gerade die Quelle nicht ein, aber in der Hauptzielgruppe der friends-Reihe kommen die Minidolls wohl insgesamt sehr gut an. Persönlich sind mir ja auch Minifiguren lieber, und eigentlich sind friends-Sets doch ganz gut. Es gibt z.B. Gebäude und Thematiken, die es in CITY nicht gibt (was ich sehr schade finde). Die pastelligen/knalligen Farben sind oftmals (ich würde sogar behaupten, größtenteils) teilemäßig auch nicht übermäßig vertreten. Das sieht meistens nur so aus, weil sie geschickt an wichtigen Stellen platziert werden, um diesen pastelligen/knalligen Effekt hervorzurufen.

        Zur Thematik des Artikels: Puh… also LEGO muss da schon Einsatz zeigen, statt nur „Marketingboomboom“ zu veranstalten.

  1. Ich sag jetzt mal ganz ketzerisch:
    Lego will nicht mehr Gender-Inklusion fördern, Lego will sein großteils an Jungen ausgerichtete Spielzeug auch an Mädchen verkaufen.

    Wer glaubt, TLG macht das aus reiner Menschenfreundlichkeit, der glaubt auch an den Weihnachtsmann. Es geht ums Geld.

    1. So ist es leider, aber sowas kann man als Großkonzern nun mal nicht öffentlich sagen, daher verpackt man es schön mit gesellschaftsfähigem Geschenkpapier!

      1. Wieso denn „leider“? Und warum soll die Aussage nicht gesellschaftsfähig sein?
        Und warum ist das Spielzeug „an Jungen ausgerichtet“? Differenziert ihr da etwa? :p

        1. Na ja, wenn du als Konzern sagst, dass du mit einem Teil des Sortiments gerne rollenspezifische Klischees erfüllen möchtest, um möglichst gut Verkaufszahlen zu erzielen und beim Rest des Sortiments doch bitte hervorheben möchtest, dass es keinerlei Rollenklischees bei Jungs und Mädchen geben sollte, um auch dort die maximalen Verkaufszahlen erzielen zu können, dann würde es zeigen, dass dem Konzern der Kunde im Grunde egal ist, solange er nur sein Geld mit beiden Händen rüberschiebt. Ich denke, wenn man das so ehrlich sagen würde, gäbe es vielleicht ein wenig Kritik von Seiten der Kundschaft. Niemand lässt sich gerne Blödsinn erzählen und dann noch unter die Nase reiben, dass der Blödsinn auch genau so gemeint ist!

    2. Lego geht es genauso sehr ums Geld wie uns bei unserer Berufswahl. Man arbeitet um Geld zu verdienen, darüber hinaus kann man aber auch andere Sachen anstoßen und bewegen.

      Am Ende ist es immer das Geld, aber das ist kein Widerspruch zum Wunsch die Welt besser zu machen. Man kann auch Geld verdienen und sich gleichzeitig für eine bessere Welt engagieren. Sowohl als Arbeitnehmer als auch als Unternehmen

      1. Wie darüber von mir, aber auch von anderen beschrieben, passt das aber nicht zu Legos Verhalten, da Lego mit einem guten Teil seines Sortiments genau diese Klischees fördert, die sie selbst anprangern!

  2. Darf die Frage gestellt werden, weshalb es dann spezielle Lego Figuren für Mädchen gibt?
    Belville und Friends Figuren passten nie wirklich zu den Lego Minifiguren.
    Wollen sie Friends jetzt wieder einstampfen?
    Ich selbst habe als Kind sehr viel mit Lego gebaut und gespielt. Angefangen mit Fabuland, dann bekam ich die Großköpfe von meinem Onkel und danach ganz viel Lego.
    In meiner Familie dachte niemand Lego könnte (eher) für Jungs sein.
    Und ich durfte auch mit Autos, Barbie, … spielen.
    Mein Kinderzimmer war bunt gemischt, es wäre auf den ersten Blick nicht zu erkennen gewesen, dass es ein Mädchen-Zimmer war.

  3. Nach Friends und Disney Princess nun die Rolle rückwärts? Oder heißt das keine Feuerwehr und keine Polizei mehr. Heißt es jetzt bei Star Wars “ Ich bin deine Mutter Leia“?

  4. Ich find ja immer diese Berufe Umfragen lustig. Wenn man nach Legos Umfrage-Konstrukt geht, liegt es an der Benachteiligung der Frau durch die Gesellschaft, dass die Eltern Jungs 6x häufiger im Beruf des Wissenschaftlers oder Athleten und 8x häufiger im Beruf des Ingenieurs sehen.
    Leute, die solche Umfragen konstruieren, damit es zum Narrativ passt, sollten sich vielleicht mal an den Unis umschauen wie die Verteilung bei bestimmten Studiengängen aussieht. Auf der eine Seite gibt es so Studiengänge wie Ingenieurwesen, Maschinenbau, Elektrotechnik, Physik, Chemie oder Mathe (also eigentlich alles was viel mit Zahlen zu tun hat), in denen eigentlich durchgehend ein extrem hoher Männeranteil vorhanden ist und auf der anderen Seite so Studiengänge wie Kulturwissenschaften, Sprachen oder Psychologie (also alles was eher was mit Worten zu tun hat) wo es einen extrem hohen Frauenanteil gibt. Das hat nichts mit Einschränkungen durch die Gesellschaft zu tun, sondern mit Interessen und Begabung und die sehe ich zumindest nach meinem Empfinden bei Männern häufig bei Zahlen und nüchternem logischen Denken und bei Frauen eher bei Worten, Empathie, Kreativität und im zwischenmenschlichen Bereich. Männer und Frauen sind unterschiedlich (alleine schon durch die unterschiedlichen Hormone). Das ist auch nichts Schlimmes. Ich finde es schlimmer, dass oft versucht wird auf Krampf bestimmen zu wollen, dass alles gleich sein muss!

    1. The Storytelling Brick

      Sehe ich sehr ähnlich. Auch bin ich mit dem Ergebnis der Umfrage nicht unbedingt überrascht. Befragt wurden Menschen in folgenden Ländern: China, die Tschechischen Republik, Japan, Polen, Russland, Großbritannien und die USA

      Was für ein Ergebnis hätten sie denn erwartet, wenn der Großteil der oben genannten Länder, in denen die Studie durchgeführt wurde, eher konservativ und traditionell (bis hin zu prüde; oder auch nationalistisch geprägt) sind? Für mich ist das Ganze auch nur eine Marketingmasche, um sich als weltoffener und „geschlechtsachtender“ Konzern zu geben. Ich denke nämlich nicht, dass die friends-Reihe verschwindet oder sich plötzlich farblich/gestalterisch sowie inhaltlich komplett ändert – meist sieht man die Girls ja beim glamurösen Abfeiern am Strand/auf Yachten/Wohnwägen, bei der Tierrettung oder auch in eher „frauentypischen Berufsausübungsstätten“ wie Friseurladen, Café, Märkte und dergleichen. Genauso wenig denke ich, dass sich wohl dieses ständige Polizei-Verbrecher-Feuerwehr-Trio mit den „normalen“ Farbgestaltung bei CITY nicht verändern wird. Ich lasse mich natürlich eines Besseren belehren, aber bis dahin bleibe ich skeptisch.

    2. Ich muss da ein klein wenig widersprechen. Ich habe erst Informatik (mit Nebenfach E-Technik) studiert und bin dann zur Mathematik gewechselt. Informatik hatte einen extrem niedrigen Frauenanteil, in E-Technik waren es gar keine. Soweit stimmt das.
      Aber Mathematik hat einen sehr hohen Frauenanteil nahe der 50%.
      Ändert zwar nichts an der eigentlichen Aussage, aber ich wollte meine Disziplin doch ins rechte Licht gerückt haben

      1. Ok, ich habe die Fächer jetzt nicht bis ins letzte Detail geprüft,da es mir eher um die grundsätzliche Aussage ging, wobei ich 50% jetzt auch nicht als “sehr hohen Frauenanteil” bezeichnen würde 😉 ersetze bitte Mathe durch Informatik 😉

    3. Ich stimme dir zu, dass Umfragen durch Unternehmen wenig Wert sind und auch, dass man nicht alle Geschlechtsunterschiede negieren sollte. Die Studiengangswahl ist allerdings gar nicht so frei, wie man vielleicht denken mag. Eltern, Lehrer und Peers haben hier einen wirklich starken Einfluss über die gesamte kindliche Entwicklung. Kein Kind wird geboren und möchte Ingenieur werden. Lehrer beispielsweise behandeln Kinder unterschiedlich nach Geschlecht (und Namen) und bestärken sozial gewünschte Verhaltensweisen. Mädchen wird logisches denken traditionell weniger zugetraut und eingeredet, dass sie dafür andere Sachen besser können. In Deutschland wird all das allmählich besser. Lego fördert die Rollenbilder jedoch selbst in den meisten Friendssets.

    4. Du nimmst also das Ergebnis einer traditionell orientierten Rollenverteilung als Begründung dafür, dass die Rollen nicht durch traditionelle Strukturen beeinflusst werden, sondern wirfst einfach „Begabung“ in den Raum?
      Und kommst dann auch noch mit „konstruierten Umfragen, die zum Narrativ passen“ um die Ecke? xD

      Alleine schon „gendern“ in der Sprache wirkt sich nachweislich auf die Berufswunschverteilung aus.

      Genauso ist es übrigends auch der Fall, dass starkes/übermäßiges Fördern von Mädchen nicht nur den relativen Anteil von Jungen in Studienfächern senkt, sondern auch die absoluten Zahlen von Interessenten. Man merkt quasi vorlauter Gleichberechtigung und die Ungleichberechtigung gar nicht 😀
      Aber auch das sind alles Beeinflussungen von außen „durch die Gesellschaft“, die völlig von der Umgebung losgelöste Betrachtung eines Einzelindividuums gibt es nicht.

      Ich gebe den anderen hier aber Recht:
      In einer Welt ohne Stereotypen muss es auch Friends-Sets mit Jungs geben u.Ä.. Einfach nur zu sagen, dass man einen X-Wing oder ein Batmobil auch Mädchen schenken kann, reicht nicht ^^.
      Wobei Friseure und Café-Betreiber traditionell allerdings sowieso eher männlich sind und nicht weiblich 😀

  5. Es tut mir leid, aber ich kann die Entscheidung von Lego nicht nachvollziehen. Das Kind weiß doch was ihm gefällt, und lässt sich nicht zu etwas drängen ,oder liege ich falsch?

    1. Kinder sind extrem beeinflussbar. Interessen formen sich erst in Wechselwirkung mit den äußeren Einflüssen. Nimm die Farbpräferenz als Beispiel. Weibliche Babys würden unter bunten Steinen noch verschiedenste Farben als bevorzugte Farbe wählen. Mit ca. 5 Jahren werden die meisten Mädchen jedoch Rosa wählen…

  6. Was ist in den letzten 40 Jahren bloß schiefgelaufen..?

    https://www.lego.com/cdn/cs/sustainability/assets/bltd5d2c679ea5d5cbd/Hero-Block-1981-Ad-2560×1920.jpg

    Damals war es für mich und meine zwei Jahre jüngere Schwester völlig normal gemeinsam mit LEGO zu spielen, auch in der Gruppe mit unseren jeweiligen Freund(inn)en. Sie hatte noch ein paar Barbie-Puppen, ich Star Wars Action-Figuren aber LEGO war für uns beide da, ebenso wie Playmobil und Matchbox-Autos. Da wurde auch mal eine Kutsche für Barbie aus LEGO-Steinen gebaut und mangels Pferd von einem Taun-Taun gezogen, oder die Playmobil-Indianer sind in einem Bus mit LL928 Nummernschild zum Einkaufen gefahren. Niemand musste uns an die Hand nehmen und darauf achten dass wir „richtig“ spielten.

  7. Wie wäre es, wenn Lego als nächstes eine Studie finanziert, in der mal untersucht wird, welche Rollenbilder in der merkwürdig geschlechtsspezifisch daherkommenden Friends Reihe vorherschen und wie diese sich mit Empowerment von Mädchen vertragen? Ich bin seeeehr gespannt!

  8. Klemmbausteine waren schon immer für alle Geschlechter. Aber es ist ja heutzutage Trend über solche Unnötigkeiten zu sprechen.

    Generell gilt, Spielzeug hat kein Geschlecht und ist für kein Geschlecht. Entweder man interessiert sich für die Sachen oder nicht.
    Wer maßt sich denn überhaupt an zu bestimmten was Mädchen und was Jungs gefällt?

  9. Also eine Menge Leute hier sollten sich erst mal damit beschäftigen, was diese diverse Integrierung eigentlich genau bedeutet. Denn im Grunde bestätigen ihre Aussagen genau das Problem das dadurch gelöst werden soll. Es bedeutet NICHT, dass Friends oder andere Sets abgeschafft werden sollen, sondern, dass sich Jungs keine blöden Sprüche mehr anhören müssen, wenn sie mit Friends spielen oder Mädchen, wenn sie mit Technic spielen. Denn leider ist genau dass immer noch die Realität. Und jene, die jetzt groß tönen, dass dann ja Friends wieder abgeschafft werden sollte, beweisen zum einen wie verwurzelt diese Vorurteile noch sind und dass ihre Ansichten mit Teil des Problems sind.

  10. Kleiner Hinweis zu Gendern aus der Sicht des Sprachwissenschaftlers: In der jetzigen Zwangsform, die teils massiv gewachsener Sprache zuwiderläuft, bringt das relativ wenig. Jegliche Zwangsvorgaben bei Sprachen haben sich schon immer innerhalb 2-3 Generationen wieder in Wohlgefallen aufgelöst. Zudem hat gerade das Deutsche die Besonderheit des grammatischen und des personenbezogenen Genus, der unabhängig voneinander ist und sehr gut funktioniert. In der jetzigen Umsetzung geht zudem in vielen Sprachen die Eindeutigkeit der Sorache verloren, was Übersetzungen zu einem mittleren Alptraum macht. Sinnvoller wäre es weit früher in der grundlegenden Erziehung und bei den Vorbildrollen anzusetzen, denn dort findet eine weitaus größere Prägung statt. Das jetzige Gendern führ vor allem zu Effekten die vergleichbar sind mit Schönsprech, dass den Hausmeister zum Facility Manager macht, aber im Grunde nur eine Beschönigung ist, die meist auch noch mit einer realen Abwertung des Jobs einhergeht. Gendern wird aktuell leider vor allem dazu benutzt berechtigte Forderungen zur Gleichberechtigung billigstmöglich zu erfüllen und sonst nichts tun zu müssen.

    1. Gendern ist der Versuch die ideologische Sichtweise einer kleinen Minderheit in der Sprache zu verankern! Nicht alles und jeder muss in jeder Erwähnung durch irgendwelche Wortkonstrukte genannt werden, damit sich auch wirklich jeder, immer und überall gehört und angesprochen fühlt. Aber ein kleiner Teil der Bevölkerung ist der Meinung, dass das genau so sein muss und dass doch jeder vollkommen gleich angesehen werden muss. So eine Vorstellung ist in meinen Augen vollkommen realitätsfern, da Menschen nun mal nicht vollkommen gleich sind!
      Man sollte vielleicht mal mehr Wert auf die essenziellen Dinge wie gleiche Bezahlung für gleiche Arbeit oder gleiche Renten in Ost und West legen und nicht mit irgendwelchen ideologischen Grabenkämpfen gegen die Mehrheit der Bevölkerung verzetteln!

  11. This article said: „…most girls are interested in toys and creative activities of all kinds, but that, with increasing age, they are more and more pushed into social gender stereotypes and thus held back.“ For this statement to be true, it must mean that if something is a gender stereotype, the male counterpart to the stereotype must be better. Which is erroneous.

    Second, the study that LEGO did was not a scientific study and did not involve the scientific method. It was more of a „poll.“ The study’s purpose was to provide marketing for the campaign. This bogus study cites that girls are 3x more like to be encouraged to cook, and yet cooking is actually a male-dominated profession. The overwhelming majority of professional cooks in the western world are male. So either the study is lying, was done unscientifically, or encouragement has little to no effect on what people choose to do with their lives.

    Lastly, my younger sister chose for herself when she was little that she wanted dance classes. My parents gave it to her. The encouragement to dance came after my sister chose to dance. If the parent encouragement is a result of the child’s interests, then this study is even more misleading as it implies the child is being encouraged to do things that she is not choosing to do.

    Two of the world’s most dangerous jobs are roofing and metal working. Those jobs are held almost exclusively by men. Do you think girls should be encouraged to do those jobs when they grow up? Is it quite possible that no girl is stupid enough to choose to do those jobs? If a girl would not choose to be a metal worker when she grows up, then it is also possible she would not choose coding. Something to consider.

    I could go on, but this study is propaganda. There should not be a discussion here.

  12. Also, wer solche „Studien“ betreibt hat einfach zu viel Zeit. Ist es nicht völlig egal, mit was die Kinder spielen, Hauptsache, es macht ihnen Spaß? Na klar, das schreibt sich Lego mit solch einer Aktion auf die Fahne, aber in Wahrheit will man doch bloß höhere Umsatzzahlen.
    Ich sehe es ja an meiner eigenen Familie! Meine Töchter finden sowohl Friends/Disney (reines „Mädchen-Lego“ im Ursprung übrigens) toll, als auch die City-Reihe. Und oh, ganz ohne von irgendwelchen politisch korrekten Meinungsmachern dahingehend aufgeklärt worden zu sein, nebenbei.
    Das hat aber zur Folge, dass ich ihnen eben auch beides kaufen muss, sprich ein echter Gewinn für Lego!
    Geschlechtsneutralität (dieses Wort allein…) = Umsatzsteigerung für den Konzern! Win-win also!

  13. Ich hab mit meiner Schwester , in der Piratenwelt gespielt( so was gab es damals noch) oder auch mit lego City sets Ende /Mitte der 90er und dann kam auf einmal speziell für Mädchen die Belleville sets die zu überhaupt kein anderen set passten, da falscher Maßstab , da hat doch lego selbst die Mädchen ausgesourct auf die Idee kam sicherlich wieder ein sehr schlauer Berater

  14. Meine beiden Mädchen haben sich Ritter, Pferde, Prinzessinnen und eine Burg zum Spielen gewünscht. Also hab ich sie darin bestärkt und ihnen Playmobil gekauft. Ja, so kann es gehen, Lego.

  15. Vorab, ich hab das Video nicht angesehen, Stürze mich auf die Überschrift! Meine Schwester und ich haben damals vor über 30 Jahren mit Lego gespielt, egal ob Mini Figur oder Fabuland, das war gemischt. Zu sagen, es war nur für Jungs ist doch Blödsinn. Vielleicht interessieren sich Jungs mehr dafür, liegt aber auch an den immer gleichen Produkten: Feuerwehr, Polizei, Rennautos. Eher Jungs Themen. Zumindest gab es früher noch Häuser u.ä. Und das in City.
    „LEGO ist Ready for Girls“ jetzt erst? Es gibt Friends, Prinzessinnen, was ich großartig finde und das seit Jahren. Es wäre nur schön, könnte man das besser vermischen und wäre nicht so pink. Aber am Ende sollte es egal sein, ob man eine Friends Figur bespielt oder eine Mini Figur, es geht um Fantasie oder ist die nicht mehr so vorhanden wie früher? Auch das ist ein Thema, wo Lego selbst gegen steuert, denn mit Nutzung von Handy Apps, verdummt die Gesellschaft eh schon, wenn neue hippe Begriffe erdacht werden, auf Artikel und Groß- und Kleinschreibung eh nur noch Etikette ist. Und das ist bei einflussreichen Kindern ja dann noch schlimmer. Also bitte mehr Mut zur Fantasie, und weniger elektronische Medien zum Zwang fürs spielen machen.

  16. Lego sollte lieber das Geld in das Unternehmen und die Mitarbeiter investieren anstatt es für sinnfreie Studien auszugeben. Märklin, Roco und Revell geben auch keine Studien in Auftrag nur um festzustellen, dass kaum Mädchen/Frauen mit ihren Produkten spielen/sich beschäftigen. Es wird zum Beispiel nie eine pinke Baureihe 01 geben!
    Das würde Männer und Frauen gleichermaßen abstoßen. Wohin solche Tendenzen führen, sieht man in den USA. Dort gibt es scharfe Waffen in fröhlichen Farben um auch Frauen und Mädchen als Kunden zu gewinnen.
    Ziel sollte es sein, das beste Produkt anzubieten. Es ist die freie Entscheidung des Kunden jeglichen Geschlechts es dann auch zu kaufen.

Kommentar verfassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Scroll to Top