In Kooperation mit dem Handelsblatt haben die Marktforscher von YouGov kürzlich ihr aktuelles „Marke des Jahres“-Ranking vorgestellt. Über das Ergebnis dürften sich die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von LEGO Deutschland in München, aber auch in der Unternehmenszentrale im dänischen Billund freuen – denn mit 62,2 Punkten schnappt sich der Spielwarenhersteller den ersten Platz der „aus Verbrauchersicht am besten bewerteten Marke“ in Deutschland. Der zweite Platz geht mit 57,2 Punkten an den Spieleverlag Ravensburger, Platz 3 belegt mit 53,3 Punkten die Drogeriekette dm.

YouGov-Markenranking 2018 aus Verbrauchersicht in Deutschland. (Foto: YouGov)

Die Ergebnisse des Marke des Jahres 2018 Rankings basieren auf mehr als 900.000 Online-Interviews, die YouGov im Zeitraum vom 01.09.2017 bis 31.08.2018 täglich für den Markenperformance-Tracker YouGov BrandIndex repräsentativ für die deutsche Bevölkerung ab 18 Jahren durchgeführt hat. Der Index-Wert oder Punktwert einer Marke steht hierbei für ihr mittleres Abschneiden unter ihren Markenkennern auf sechs unterschiedlichen Bewertungsdimensionen: Allgemeiner Eindruck, Qualität, Preis-Leistungs-Verhältnis, Kundenzufriedenheit, Weiterempfehlungsbereitschaft und Arbeitgeberimage. Positive und negative Verbraucherbewertungen auf den einzelnen Bewertungsdimensionen werden vorab miteinander saldiert. Der für das Ranking genutzte Index-Wert bildet so den mittleren Anteil an Netto-Promotoren unter allen Kennern einer Marke ab. Es wurden zusätzlich nur diejenigen Marken für das Ranking zugelassen, die im Auswertungszeitraum mindestens in den letzten 100 Tagen (bis einschließlich 31.08.2018) in Online-Umfragen für den YouGov BrandIndex getrackt wurden und deren gestützte Bekanntheit einen Wert von mindestens 20 Prozent unter der deutschen Bevölkerung ab 18 Jahren aufweist.

21 KOMMENTARE

  1. Da scheinen ja so manch ein lauter YouTuber nicht wirklich die Meinung der Käufer zu repräsentieren.

    Schön für LEGO! Freue mich auf die Produkte nächstes Jahr.

    • Wobei diese YouTuber auch darauf hinweisen, dass sie und ihre Kunden nicht repräsentativ sind. Dass Kunden, die in kleine, sehr spezialisierte Läden gehen, eventuell andere Wünsche wie die große Masse haben, finde ich nicht verwunderlich. Ob eine Firma wie Lego es sich leisten kann diese Gruppe zu ignorieren, oder ob sie mit der Befriedigung der Bedürfnisse von Hardcore-AFOLs mehr Geld generieren könnte, kann ich nicht beurteilen.
      Ich denke nur, dass hier häufig zu sehr von den eigenen Wünschen verallgemeinert wird. Sicher sind Burgen und Piraten all-time-favourites von Jungs. Aber macht es wirklich wirtschaftlichen Sinn einzelne Eisenbahnwaggons zu verkaufen, wenn es nicht mal mehr den Modelleisenbahnherstellern gelingt gut zu wirtschaften?

      • Aber mal ernsthaft, welchen Sinn macht es denn, keine einzelnen Waggons anzubieten?
        Muss ich mir dann ein Set 2-3 mal kaufen, um mehr Waggons zu haben, und dann noch identische? Was mache ich mit den restlichen Steinen?
        Es müssen doch keine 500 einzelne Waggons sein. Lego könnte doch auch ein 3-in-1-Waggon rausbringen. Ein Set, 3 verschiedene Waggon-Möglichkeiten. Der Waggon muss doch nicht aus was weiß ich für Spezialteilen bestehen…

        • Die Frage ist, ob es wirtschaftlich ist. Aus Sicht des Fans hast du natürlich vollkommen Recht. Aber genau das meinte ich mit meinem oberen Post…

          • Lego hat mit Sicherheit ein gutes Image was die Qualität der Produkte betrifft. Das heißt jedoch nicht, dass die Entscheidungsträger im Unternehmen keine Fehler machen. Und einige Produkte sind toll (Saturn V, VW Käfer, Alter Angelladen usw.) und andere Produkte sind schlecht (AT-ST). Und wenn ein Händler das auf Youtube veröffentlicht und auch begründet, dann finde ich das absolut in Ordnung. Und es widerspricht auch nicht.

  2. Guter Kommentar von Sepiroth. Sehe ich genauso… Wir sind hier die Randgruppe die laut schreien, wie blöd alles sein soll, aber das Butter- und Brot-Geschäft scheint ja halbwegs zu laufen. Klar, stagnierende Umsatzzahlen, aber die werden nicht an Afols liegen. Wir jammern auf sehr hohem Niveau. 🙂

  3. Die wenigsten YTuber proklamieren für sich, in irgendeiner Form repräsentativ zu sein, aber das nun nach Käuferschichten und Interessensgruppen aufzudröseln, schafft wohl keiner. Ansonsten sollte man die Umfrage nicht überbewerten. Hier geht es ausschließlich um „Brand Awareness“, nicht um inhaltliche Dinge. Viele der Befragten würden sehr wahrscheinlich bei detaillierten LEGO-Fragen nur hilflos mit der Schulter zucken. Und wäre die Fussball-WM anders gelaufen und es gäbe keinen Dieselskandal, würde man LEGO wohl kaum an erster Stelle finden…

  4. Na, Ziel erreicht, würde ich sagen! Da ist es ja verständlich, dass man sich so dermaßen um den Markt in Übersee konzentriert und unseren bei so vielen Aktionen vernachlässigt!

    • Wie Mylenium schon schrieb: Die Ergebnisse sind natürlich mit Vorsicht zu genießen. Sie basieren auf den Indizes Allgemeiner Eindruck, Qualität, Preis-Leistungs-Verhältnis, Kundenzufriedenheit, Weiterempfehlungsbereitschaft und Arbeitgeberimage. Ich glaube dass die meisten hier Lego zumindest in 4 der 6 Kategorien sehr gute Noten geben würden. Nur Preis/Leistung und Kundenzufriedenheit werden bei eingigen AFOLs schlechter ausfallen.

  5. Erstaunlich. YouTuber und Hardcore-AFOLs hin oder her, aber dass LEGO im Jahr 2018 in den „Bewertungsdimensionen“ Preis-Leistungs-Verhältnis, Kundenzufriedenheit und Arbeitgeberimage positiv abschneidet, ist eigentlich kaum zu glauben. Da sieht man, was ein starker Markenkern wert ist. Sich darauf auszuruhen ist trotzdem keine Idee und wird mittelfristig auch nicht funktionieren.

  6. Zu Umfragen sei nur gesagt: Der Spruch ‚Traue keiner, die du nicht selbst gefälscht hast‘ ist plakativ, aber wahr.

    Ich arbeite selbst regelmäßig mit Kundenzufriedenheitsumfragen und weiß, dass die Möglichkeiten der Manipulation mannigfaltig sind.

    Da brauch man auch zu nix gratulieren – relevant ist einzig das persönliche Erlebnis zum Hersteller und zum Produkt.

    • Den Spruch kenn ich auch 🙂 – aber hier gings ja nicht um eine Kundenzufriedenheitsumfrage und ich kann weder beim Handelsblatt noch bei YouGov erkennen, warum die gerade Lego auf Platz 1 manipuliert haben sollen. Lego hat sich über 36 Kategorien hinweg gegen viele viele andere Marken an die Spitze gesetzt. Das ist einfach einem tollen Spielzeug geschuldet, das Kinder wie Erwachsene gleichermaßen begeistert und das über Jahrzehnte hinweg. Ob da jetzt das eine oder andere Set für den einen oder anderen zu teuer ist oder ob da jetzt das eine oder andere Thema vernachlässigt wird, hat für die Wahrnehmung der Masse der Marke Lego wohl eher eine untergeordnete Rolle, die Steine sind toll und machen Freude und das sehen selbst YouTube Kritiker ja im Grunde nicht anders und daher verwundert mich das Ergebnis jetzt nicht wirklich.

    • Hallo Manuel, weil es die Möglichkeit zur Manipulation gibt, ist es unschicklich zu gratulieren? Und nur mein persönliches Erlebnis ist ausschlaggebend? Dann darf ich mich auch nicht mehr über den Sieg meiner Lieblingsmannschaft freuen, weil das Spiel manipuliert sein könnte und ich nicht mitgespielt habe?! Das würde die Möglichkeiten der demokratischen Partizipation aber grundlegend einschränken.
      Gruß Legobricknickfanmanmijader

  7. Interessante Aufstellung. Mich würde das ja mal nach Branche interessieren. Wie schneidet z.B. Playmobil im Vergleich ab? Produziert nach wie vor zu großen Teilen in Deutschland und insgesamt nur in Europa, ist günstiger als Lego, hat nach meiner Erfahrung ebenfalls einen guten Kundenservice (den ich aber in 30 Jahren ganze 2! mal gebraucht habe, bei Lego gefühlt bei jedem 10. größeren Set) usw.

    Nicht falsch verstehen, ich liebe mein Lego, auch wenn mir die Firma dahinter zur Zeit nicht mehr immer so gut gefällt und ich bei manchen Entscheidungen nur mit dem Kopf schütteln kann, aber irgendwie ist mir die Marke Playmobil um Längen Sympathischer (Man denke nur an Sonderserien wie für das THW, aktuell das DRK, in Kooperation mit dem WWF usw., bei denen immer auch ein Teil der Einnahmen eben jenen Organisationen zugute kommen/kamen.).

    Und. Im Angebot bekam man bei Kaufhof den gesamten Zirkus Roncalli inklusive einiger doppelter und dreifacher Sets für ganze 120€ (hab mich ein wenig geärgert als ich die Familie vor mir damit an der Kasse gesehen habe. Das war mal ein Superschnäppchen)

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