Seit einigen Jahren finden im dänischen Billund, der Geburtsstadt der bunten Steine und Hauptsitz des Spielwarenherstellers, einige wenige LEGO® Inside Touren statt. Zum krönenden Abschluss jeder Tour gibt es am Ende ein speziell nur für diese Touren entworfenes Exklusiv-Set. Wenn überhaupt einmal so ein Set auf den Markt kommt, wechselt es nicht selten für mehrere Tausend Euro den Besitzer. Die LEGO® Inside Tour Sets stellen eigentlich immer Meilensteine in der LEGO® Geschichte dar. 2010 ging es um die Evolution des LEGO® Autos.

Eines der wenigen Bilder des LEGO® Inside Tour Sets von 2010. (Foto: Brickset)

Dieses Set hat es mir schon etwas länger angetan. Nachdem ich nun die Teileliste auf der LEGO® Webseite gefunden habe, habe ich mich an ein Rebrick des Sets gesetzt. Bilder eines zusammengebauten Originalsets oder eine Bauanleitung sucht man im Netz vergeblich. Begonnen habe ich mit dem kleinen weißen Jeep. Dieses Modell ist ein Rebrick des alten LEGO® Sets 330 von 1968.

Kjeld Kirk Kristiansen hatte dieses Auto damals nach der Schule in der Design-Abteilung der elterlichen Firma entworfen und gebaut. Der Nachbau ist auch mit den aktuellen Bauteilen von LEGO® kein Problem. Lediglich die Räder und die Windschutzscheibe müssen alternativ gebaut werden.

Das Original-Set wurde in den sechziger Jahren über eine Million Mal verkauft!

Mich fasziniert immer wieder, mit welchen einfachen Mitteln damals ein Modell gebaut wurde und wie es doch sofort an das Original erinnert.

Das zweite Auto war schon etwas schwieriger nachzubauen.

Durch die Bauweise in 7wide und die Verwendung von herkömmlichen LEGO® Bricks entstand während des Bauens die eine oder andere Schwierigkeit.

Auch diesen Sportwagen baute Kjeld Kirk Kristiansen in seiner Jugend. Allerdings in einem deutlich größeren Maßstab.

Der Designer des Inside Tour Sets Steen Sig Andersen hatte nun die Aufgabe dieses riesige Modell in Set-Größe zu transferieren. Mit Erfolg, wie ich finde!

Die Befestigung des Lenkrades war eine Herausforderung. Ob es beim Original auch so gelöst wurde, werde ich erst herausfinden, wenn einmal ein nach Anleitung gebautes „echtes“ Modell auftaucht.

Wie bereits erwähnt, sollte in diesem Set die Evolution der Bauweise und Möglichkeiten der LEGO® Auto-Modelle gezeigt werden. So ist das dritte Modell ein Cabrio, bei dem fast keine typischen Noppen zu sehen sind.

Die Front und das Heck wurden „gesnottet“, um eine besonders homogene Form zu bekommen.

Interessante Bautechniken kommen bei der Stoßstange vorne zur Anwendung.

Auch das Heck ist toll gemacht und stabiler als ich vermutet habe.

Auch die Details im Innenraum sind sehr gelungen. Außenspiegel dürfen bei dieser modernen Kreation natürlich nicht fehlen.

Insgesamt sollen bei diesem Set 407 Teile verbaut sein. Wie viele es bei mir letztendlich waren, kann ich nicht mehr genau sagen. Einige Teile aus der Inventar-Liste sind bei mir übrig geblieben, wiederum andere Teile musste ich nachbestellen. Offensichtlich ist der LEGO® Designer beim Bauen manchmal andere Wege gegangen als ich.

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here