LEGO Fan Talk Spezial: COPPA und die Auswirkungen für LEGO YouTuber

LEGO YouTube COPPA

Der Children’s Online Privacy Protection Act – kurz COPPA – ist derzeit auch bei LEGO YouTubern ein großes Thema. Obwohl das US-Gesetz zum Schutz der Privatsphäre von Kindern unter 13 Jahren im Internet bereits seit April 2000 in Kraft getreten ist, hat das Thema durch eine aktuelle Gerichtsentscheidung Federal Trade Commission (FTC) vs. Google/YouTube (Google muss 170 Millionen US-Dollar Strafe bezahlen) deutlich an Brisanz gewonnen. Der Internetkonzern hat nun angekündigt, künftig auf seiner Plattform für einen besseren Schutz von Kindern und Familien sorgen zu wollen. Die Folge: Für YouTuber (die mit ihren Videos Geld verdienen) gelten ab sofort strenge Regeln, die zwingend eingehalten werden müssen – ansonsten drohen Konsequenzen.

Eine gute Zusammenfassung der Problematik findet ihr in dem Video von Mr. Newstime.

LEGO Fan Talk Spezial heute Abend ab 20.15 Uhr

In einem LEGO Fan Talk Spezial wollen Henry und ich heute Abend über das Thema sprechen. Was ist COPPA überhaupt? Und welche Auswirkungen hat das US-Gesetz bzw. die neuen Regeln von Google auf die LEGO YouTuber Szene rund um den Globus?

Und das ist die Gästeliste …

Mit uns im „Studio“ sind dieses Mal auch ein paar Gäste: Neben Thorsten Klahold (Johnny’s World) werden Benjamin März (BenBricks) und (wenn er wieder fit ist) Thomas Panke (Held der Steine) erwartet. Thorsten und Thomas haben auf ihren YouTube-Kanälen bereits ein Video zu COPPA veröffentlicht. Auch diverse andere LEGO YouTuber (u.a. Jangbricks) haben sich bereits mit dem Thema auseinander gesetzt und vor den Problemen gewarnt.

Wichtig: Der Schutz von Kindern insbesondere im Internet, in diesem Fall auf der Plattform YouTube, ist ein hohes Gut und steht hier nicht der Kritik bzw. in der Diskussion. Kritisiert wird etwas anderes – aber dazu mehr heute Abend in unserem LEGO Fan Talk Spezial ab 20.15 Uhr im Kanal der Klemmbausteinlyrik.

  1. Hallo,

    ich finde es super, dass ihr euch nochmals mit dem Thema auseinander setzt. Eine Frage die direkt an Henry geht:

    Vielfach wird das Statment gegeben, dass Coppa ja eigentlich nicht für Europa relevant ist, da hier die Gesetze der USA nicht greifen. Nun ist aber Alphabet/Google/Youtube eine amerikanische Firma mit Rechtsstand in den USA. Entsprechend wendet die Firma die Gesetze der USA an. In Europa wird diese Firma durch Google Ireland Limited vertreten.

    Wenn ich Youtube als ContentCreator nutze, so gehe ich jetzt entsprechend einen Vertrag mit Youtube/ Google ein. Der Content wird auf amerikanische Server geladen. Welche Rechtsprechung muss nun angewendet werden? Europa? Ireland? USA?

    Hier wäre es mal gut die Verknüpfung der Rechtsräume aufzulösen.

    Mfg
    Tilo

    1. Mich interessiert dazu auch ob es überhaupt angedacht ist die AGBs für den europäischen Wirtschaftsraum zu ändern. Bislang wurden nur die US AGBs dahingehend geändert nicht aber die für den europäischen Wirtschaftsraum.

    2. Als natürliche Person ist dein Rechtsstand erstmal der registrierte Wohnsitz. Sollte die FTC dich also aus irgendeinem Grund auf dem Kieker haben, müsste sie erstmal ein Rechtshilfeersuchen an deutsche Behörden machen. Alles andere ist in der Diskussion erstmal sekundär, denn faktisch sind viele der Regelungen von YouTube sowieso nicht mit europäischem Recht vereinbar und es müsste erstmal ganz grundsätzlich geklärt werden, was zulässig ist und was nicht.

    3. Die FTC kann in Deutschland logischerweise keine Verstösse mit einer entsprechenden Strafe ahnden, da ein in Deutschland ansässiger Nutzer deutschen Gesetzen unterliegt und Coppa halt kein deutsches Gesetz ist. Aber Verstösse werden dann zwangsläufig dazu führen, dass Youtube demjenigen den Account dichtmacht, was für Youtuber ja genauso den Todesstoss bedeutet

      1. Das die FTC dich in Deutschland nicht haftbar machen kann würde ich mit einem dickem Fragezeichen deklarieren.

        Um mal die Perspektive zu wechseln: Ich bin Hersteller von Autos und exportiere diese in die USA. Damit diese Fahrzeuge dort zugelassen werden können, müssen sie den dort gültigen Vorschriften entsprechen. Wenn ich z.B. eine illegale Abschalteinschrichtung habe um z.B. die Abgasvorschriften zu erfüllen, dann verstoße ich gegen amerikanisches Recht. Entsprechen kann man mich in den USA haftbar machen. (Parallelitäten sind zufällig 😉 )

        Das ganze wieder auf Youtube umgemünzt: Ich lade ein Video auf einen amerikanischen Server. Dies ist formal ein Export ( Export heißt nicht nur, dass ich materielle Güter in ein anderes Land bringe). D.h. mein Video muss den entsprechenden Vorschriften in dem neuen Land entsprechen. Und diesem Fall muss es die COPPA erfüllen. Ergo kann nach meinem Empfinden die FTC mich haftbar machen. Insbesondere wenn Alphabet sagt, dass sie nur die Plattform zur Verfügung stellen, aber die Autoren des Inhaltes für diesen haften.

        Und dies kann sie grundsätzlich umsetzen, da es entsprechende Vereinbarungen zwischen der EU und der USA existieren.

        PS: das ist mein Rechtsempfinden und keine Rechtsberatung. Die kann euch nur ein Anwalt geben

        1. Ich denke das Beispiel hinkt ziemlich. Ein Autohersteller ist auf dem US-Markt selbst präsent und auch da ist es so, dass sich VW theoretisch hätte weigern können die Strafe zu zahlen. Das hätte dann aber bedeutet, dass man zukünftig vom US-Markt ausgeschlossen wäre. Und wenn wir schon bei dem Beispiel sind: Winterkorn würde schon längst in den USA vor Gericht stehen, aber da Deutschland seine Staatsbürger nicht ausliefert, wird das nicht passieren solange er das Land nicht verlässt.
          Ein deutscher Youtuber kann nicht nach US-Gesetzen in Deutschland verurteilt werden. Aber vielleicht könnte es ein Problem beim nächsten US-Urlaub geben, das möchte ich nicht ausschließen.

          1. Du hast Recht, dass VW eine Tochter in den USA hat. Dies ist für die Produkte verantwortlich, die Sie in den USA herstellen und vertreiben. Aber sie bezieht ihr Wissen aus Deutschland. Allein wenn ich die Konstruktion eines Produktes in die USA transferiere, dann zählt das als Export. Und auch dieser muss die entsprechenden Vorschriften erfüllen. Weiterhin exportiert VW Deutschland von Deutschland in die USA. Durch beide Punkte stehen sie nach meinem Verständnis mit in der Haftung.

            In konkreten Fall hat VW einen Vergleich mit den amerikanischen Behörden und seinen Kunden geschlossen, da sie eine massiven Klagewelle aus dem Weg gehen wollten. (https://www.tagesschau.de/wirtschaft/vw-usa-163.html). Aber gegen Herrn Winterkorn wird ermittelt (https://www.tagesschau.de/wirtschaft/winterkorn-faq-101.html).

            Ob ein deutscher Staatsbürger an die USA ausgeliefert werden darf ist nicht eindeutig. Zwar steht dies in unserem Grundgesetz (Artikel 16, GG ), aber es gibt auf EU-Ebene entsprechende Verträge mit verschiedenen Staaten (https://eur-lex.europa.eu/legal-content/DE/TXT/?uri=LEGISSUM%3Ajl0053). Dadurch ensteht ein rechtlicher Widerspruch. Hier wird nach meinem Verständnis im jedem Fall eine Einzelfallentscheidung geben.

            Bei den Youtube Video kann es auch einfach sein, dass die FTC eine Geldstrafe erwirkt und den deutschen Staat bei der Vollstreckung um Rechtsbeihilfe bittet. Dies steht nicht im Widerspruch zum Auslieferungsverbot. (https://www.germany.info/us-de/service/forderungen-einziehung/1216392)

            Für letzteres gibt es auch ein praktisches Beispiel: Die niederländischen Behörden bitten den deutschen Staat bei der Eintreibung von Geldstrafen die im Straßenverkehr entstanden sind….

            1. Du mischt aus meiner Sicht hier alles mögliche durcheinander. EU und Drittland sind grundsätzlich schon mal zwei verschiedene Dinge. Aber lassen wir das, da eh viel zuviel Spekulation ist. Ich bleibe bei der festen Überzeugung, dass die FTC in Deutschland keine Handhabe für Bußgelder hat und Youtube lediglich die Accounts schließen kann.

              1. Hallo Nerdi,
                kann sein, dass ich hier Sachen durcheinander bringe. Ich bin nun mal kein Jurist. 🙂

                Der Export von materiellen und immateriellen Gütern ist aber ein Teil meiner Arbeit. Und hierbei ist das Thema Haftung im Ausland ein wichtiger Aspekt. Dieses Wissen spiegle ich nunmal an dieser Problematik.

                Auch kann ich mir auch folgendes Szenario vorstellen: Alphabet wird in den USA wegen eines Videos eines deutschen Autoren abgemahnt wird, weil dieses hinsichtlich der Alterklassifizierung falsch deklariert ist. Entsprechend zahlt der Plattformbetreiber die Strafe. Kann er anschließend über seine europäische Tochter den ursprünglichen Autor in Regress nehmen, weil dieser gegen die AGBs des Plattformbetreibers verstoßen hat? Diese sind ja ein Bestandteil des Vertrages zwischen Plattformbetreiber und Autor.

                Daher ist für mich meine Eingangsfrage so interessant:

                – ist der Transfer eines deutschen Videos auf einen Server von Alphabet ein Export in die USA?
                – muss dieses Video damit den Vorschriften in den USA entsprechen?
                – Und kann ich dafür direkt oder indirekt belangt werden?

                Ich glaub letztendlich ist hier vieles Spekulation. Rechtssicherheit können hier nur entsprechende Gerichtsverfahren bringen.

  2. Ich könnte gut damit leben, wenn es weniger Youtuber gäbe, die oft mehr oder weniger dasselbe zeigen, nämlich Aufbauvideos und Reviews von neuen Sets. Auch die YT-Kommentarfunktion zur Motivation der User und der für die Kanäle kostenlosen Generierung von zusätzlichem kostenlosen Content würde ich nicht vermissen. Um Jangbricks, die Klemmbausteinlyrik und Yargs Samelsurium wäre es allerdings sehr schade! Jetzt liegt es an allen, Kreativität zu zeigen: Plattform wechseln, kreativeren Content produzieren, originelle Nischen finden (neue Alternativmodelle zu bestehenden Sets etwa).

    1. Plattformwechsel nützen nix. COPPA ist ein Gesetz, oder genauer gesagt eine Verordnung/ Durchführungsbestimmung (Act) an das sich auch andere halten müssen. Langfristig wäre für Europäer ohnehin nur ein sauber abgetrenntes europäisches YouTube eine Alternative, das auch die Daten nur hier speichert und ausliefert. alles andare sind Fantasiekonstrukte, die die zugrundeliegenden Probleme nicht ausräumen.

      Ansonsten konstatiere ich mal, das das Thema einfach viel zu hoch gekocht wird, selbst in den USA. Da gibt’s bei der FTC niemanden, der den ganzen Tag YouTube nach Videos abgrast. Als relativ kleine Behörde (ca. 1200 Angestellte) mit einem Budget von um die 300 Mio. USD haben die dazu gar nicht dei Ressourcen und lange vor Youtube kommen da Bankenaufsicht, Börsenaufsicht und Verbraucherschutz in anderen Fällen wie z.B. im Dieselskandal. Für alle, die sich mit solchem langweiligen Kram beschäftigen wollen –> https://www.ftc.gov.

      1. Laut Wikipedia ist von mehreren europäischen Plattformen immerhin noch Dailymotion aus Frankreich übrig.

        Wenn die FTC keine Zeit hat, YouTube abzusuchen, vielleicht haben Anwälte welche? Zumindest in Deutschland klingt so etwas nach einem idealen Bereich für Abmahner.

        1. Vielleicht gibt es aber auch KI, die dazu durchaus in der Lage ist. Man kann aber in Deutschland auch niemanden abmahnen, der sich nicht an US-Vorschriften hält.

    2. So ganz kann ich Dir nicht folgen. Klar, wenn alle Ytler außer dem persönlichen Lieblingskanal dichtmachen, ist das für den Konsumenten egal. Aber, was ist wenn nur der dir unsympathische übrigbleibt? Das wäre schon ein wenig schade.

      Bezüglich neuer Nischen bin ich mir nicht sicher, ob wir ein gleiches Verständnis des Gesetzes haben. Es geht ja nicht darum, dass man statt dem Batmobil aus den Teilen einfach den Turm Orthanc baut sondern darum, dass man Kinderspielzeug präsentiert. Mal ganz abgesehen davon, dass ein reiner Legonewskanal nicht mit einem Fingerschnipsen in einen MOC Kanal umgewandelt werden könnte.

      Und erschwerden kommt hinzu, dass es nicht zig Alternativplattformen gibt, die ihren Sitz auch noch außerhalb der USA haben.

  3. Welche beiden Spinner haben denn dem Artikel einen Daumen runter gegeben? Das ist doch nur die Ankündigung für einen Stream, der noch gar nicht gelaufen ist. Ich verstehe ja noch, dass sich jemand darauf freut und in freudiger Erwartung einen Daumen hoch auf die Ankündigung gibt – wen´s nicht interessiert guckt´s einfach nicht.

      1. Wahrscheinlicher ist doch, dass die Bewerter damit ihre Meinung zu dem Thema an sich Ausdruck verleihen wollen. Man muss ja nicht immer gleich eine sinistre Motivation vermuten.

  4. Mich würde hier auch einmal interessieren, ob Lego sich schon mal geäußert hat wie es dann zukünftig mit Rezensionsexemplaren aussieht, wenn aufgrund der COPPA Regelungen die Views/Reichweite von Kanälen wie der von Henry zurückgeht.

    Ich bin gespannt, wie sich die Regelungen am Ende tatsächlich auf Youtube auswirken.

    1. Und noch eine nachträgliche Frage: Sind Reviews zu z.B. Creator Expert Sets (die ja als 16+ gekennzeichnet sind) von der Regelung ausgenommen, da Sie vom Hersteller als 16+ gekennzeichnet sind?

        1. *heißt nicht hat.
          Zitat aus https://support.google.com/youtube/answer/9528076?hl=de
          „Bei der Entscheidung, ob dein Kanal oder Video speziell für Kinder ist, solltest du unter anderem diese Faktoren berücksichtigen:

          Das Thema des Videos (z. B. pädagogische Inhalte für Kinder im Vorschulalter)
          Ob Kinder die beabsichtigte oder tatsächliche Zielgruppe des Videos sind
          Ob im Video Kinder als Schauspieler oder Models auftreten
          Ob im Video Figuren, Personen, Prominente oder Spielzeuge vorkommen, die für Kinder interessant sind; hierzu gehören auch Animations- oder Cartoonfiguren
          Ob die im Video benutzte Sprache auf Kinder ausgerichtet und für Kinder verständlich ist
          Ob das Video Aktivitäten zeigt, die für Kinder interessant sind, z. B. Rollenspiele, einfache Lieder oder Spiele, oder ob es Inhalte der Früherziehung behandelt
          Ob im Video Lieder, Geschichten oder Gedichte für Kinder vorkommen
          Andere Informationen, mit deren Hilfe du deine Zielgruppe besser bestimmen kannst, z. B. Erfahrungswerte bezüglich deiner Zuschauer“
          Der krasseste Satz ist ja: „Ob im Video Figuren, Personen, Prominente oder Spielzeuge vorkommen, die für Kinder interessant sind; hierzu gehören auch Animations- oder Cartoonfiguren“
          Damit ist doch praktisch alles gemeint.

          1. Das ist doch der Text, den der Held im Video gezeigt hat?

            Das Problem an seinen Ausführungen ist für mich, daß der Text schon durch mehrere Hände gegangen ist:
            – Es gibt das Gesetz, das möglicherweise sehr abstrakt formuliert ist.
            – YouTube hat für seine Nutzer zusammengefaßt, wie beide zusammen in Zukunft das Gesetz einhalten sollen. Ob wirklich alles notwendig ist, teilweise unklar und sogar bewußt überzogen, damit sich Leute über das Gesetz ärgern und es ändern wollen?
            – Das wurde übersetzt.
            – Der Held hat es gelesen und sagt uns in seinem Video, wie er es verstanden hat. Das ist möglicherweise auch einseitig und unvollständig.

              1. Ja, weiß ich, aber es ist das, wie Youtube dieses Gesetz zusammengefaßt und dann übersetzt hat.
                Es ist nicht das Gesetz selbst. Youtube bzw. Google hat auch eigene Interessen

                1. Was hat das damit zu tun? YouTube geht nach diesen Regelungen vor und Punkt, da interessiert jetzt auch nicht mehr das Gesetz. YouTube (Google) setzt das für seine Platform so um und richtet nach diesem Maßstab. Entweder halten sich die Kanalbetreiber dran oder nicht. Es ist halt Googles Art das Ganze umzusetzen ob es nun Schrotflinte auf Spatzen ist ist wieder ein anderes Thema.

          2. Diese völlig überzogenen Regeln und voreiligen Schlussfolgerungen stammen nur von YouTube. Ich verweise nochmals auf das originale Settlement-Dokument auf der FTC Webseite. Derartige Anforderungen werden mit keiner Silbe erwähnt. YT wälzt hier nur pauschal komplett alle Verantwortung ab und lässt die Content Creators in der Luft hängen, denn wirklich brauchbar sind derartige Aussagen im rechtlichen Sinne nicht. Oder kurz gesagt: YT ist im Panikmodus und schottet komplett ab.

          3. Hier die aktuelle Fassung:
            Das ändert sich in den kommenden Monaten:

            Du musst angeben, ob deine Inhalte für Kinder erstellt wurden. Außerdem werden wir auf Einstufungssysteme setzen, die mithilfe von maschinellem Lernen Videos erkennen, die speziell auf ein junges Publikum ausgerichtet sind. Allgemein liegt der Fokus bei Inhalten für Kinder auf Folgendem:
            Darstellung von Kindern oder Kinderfiguren
            Bei Kindern beliebte Sendungen oder animierte Figuren
            Schauspielerische Darstellungen oder Geschichten, bei denen Kinderspielzeuge zum Einsatz kommen
            Kinder als Hauptfiguren beim normalen Spiel, wie etwa bei schauspielerischen Darstellungen und/oder beim freien Spiel
            Bei Kindern beliebte Lieder, Geschichten oder Gedichte
            https://support.google.com/youtube/answer/9383587?hl=de
            Dies ist übrigens schon am 12.11.19 in Kraft getretten.

    2. Ich würde eigentlich sogar eher sagen, dass die Videos mit Rezensionsexemplaren sogar in der potenziell besseren Situation sind, weil die „Bezahlung“ in dem Fall durch das geschenkte Set bereits passiert ist.
      Es wird wahrscheinlich weniger Leute geben, die sich Sets extra kaufen, um sie bei Youtube vorzustellen und durch die Views Kohle zu machen. Das finde ich persönlich auch nicht besonders schlimm. Früher haben die Leute auch Videos bei Youtube reingestellt ohne dafür Geld zu kassieren. Das waren dann nur weniger, die das alleine aus Spass an der Freude gemacht haben.
      Vielleicht führt es ja dann dazu, das Youtuber kein Topberufswunsch bei Kindern mehr sein wird, was ich sehr begrüßen würde. Letztendlich geht es bei vielen nur um die Chance auf leicht verdientes Geld, wenn man erstmal eine größere Anzahl Abonnenten hat.

  5. Thomas hat in seinem Video eine spannende Einschätzung abgegeben: so wie es Youtube aktuell formuliert, müssten auch alle Videos zu Autos, Schiffen, Zügen, Flugzeugen, Maschinen, Filmen, Fernsehserien etc. betroffen sein, weil diese natürlich auch für viele Kids attraktiv sind. Das wäre de facto doch das Ende von Youtube. Ich kann mir nicht vorstellen, dass Google jetzt tatenlos zusieht. Ich denke, dass im Hintergrund fieberhaft an neuen Lösungen gearbeitet wird, z.B. einer strengeren Alterskontrolle.

    1. Nix gegen Thomas (oder auch Johnny), aber ich halte diese Einschätzungen für falsch. Wenn man die originalen Dokumente des Settlements liest, geht es vor allem um eindeutige Kennzeichnung und für den Verbraucher klar erkennbare Alterseinstufung. Das sind keine unlösbaren Hürden, selbst wenn es um LEGO geht.

      1. Primär geht es bei dem ganzen Geheule darum, dass bei einer Kennzeichnung für Kinder unter 13 keine personalisierte Werbung mehr geschaltet werden darf und damit die Erträge nahezu komplett wegbrechen. Es geht den Leuten aus meiner Sicht nur um die Kohle bzw. darum, dass der „Job“ dann nichts mehr abwirft.

        1. Außerdem keine Kommentare, anscheinend auch keine Playlisten (Heißt das dann, ich kann es nicht zu „später ansehen“ hinzufügen?“), schlechtere Sichtbarkeit in den Suchergebnissen usw.

          Das Geld ist möglicherweise für Klemmbausteinlyrik ein größeres Problem (teures Hobby) als für Johnny (weil es auch ohne Einnahmen Werbung für seinen Laden und seinen Onlineshop ist).

        2. Es sind nicht nur die Einnahmen, das komplette Video wird nur eingeschränkt zugänglich gemacht, keine Kommentare, keine Auflistung in irgendwelchen Liste und einiges mehr. Für ein Kanal (egal ob er nun Geld damit verdienen will oder nicht) der solche Videos Produziert ist das mehr oder Minder das versinken im Nichts.
          Und das Ganze nur weil unter 13 nicht getracked und geziehlt Werbung unterbreitet werden darf.

    2. Das ist natürlich absoluter Quatsch. Zwischen einem Backautomaten und einem Spielzeugset gibt es da doch noch mal einen ziemlichen Unterschiede im Interessantheitsgrad. Solche Engführungen bedienen genau die populistische Schiene, für die wir den Antihelden so „lieben“. Aber natürlich sind das weiche Zäune, und es wird spannend, wie das letztlich ausgehandelt wird. Die jetzige Situation ist für alle schwierig; klar ist allerdings auch, dass der Schutz der Privatsphäre (vor allem, aber eigentlich nicht nur von Kindern) tatsächlich Vorrang haben muss.

  6. Fakt ist: Unter 13 Jahre alte Kinder dürfen und sollen keinen Youtube-Account anlegen, damit Youtube keine personenbezogenen Daten über sie sammeln kann. Die Idee, dass nun Inhalte klassifiziert werden, weil Youtube sagt, sie könnten nicht kontrollieren, dass Kinder keine Accounts anlegen, ist absurd. Die ganze Welt ist interessant für Kinder, denn sie sind neugierig darauf. Sie schauen Lego Reviews, sie schauen Downhill-Videos, sie schauen, wie man eine Wand hochläuft oder ein Space-Shuttle startet und Komodo-Waran-Babys auf Bäume klettern. Dieses Gesetz wird ins Leere laufen und es wird damit enden, dass Youtube/Google sein Geschäftsgebahren ändern muss. Die Nutzer in diesem Fall effektiv zu kriminalisieren und Fehlverhalten zu ahnden – dafür hat keine Verwaltung der Welt genügend Ressourcen.

    1. Du bringst es auf den Punkt. Genau darum geht es im Kern auch nur im Settlement der FTC: „Verifiable parental consent“ (verifizierbare Zustimmung der Eltern) und „verifiable age classification“ (überprüfbare Alterseinstufung). Alles andere ist schon wieder die Interpretation der Interpretation. Es geht nicht um die Inhalte, es geht um den Zugang zu den Inhalten.

    2. In Deutschland sogar erst ab 16 Jahren.

      In der Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) ist festgeschrieben, dass die Verarbeitung personenbezogener Daten nur nach Einwilligung der betroffenen Person rechtmäßig ist (Art. 6, Abs. 1a). Eine solche Zustimmung kann erst ab einem Alter von 16 Jahren gegeben werden. Für Kinder und Jugendliche, die das 16. Lebensjahr noch nicht vollendet haben, müssen Eltern oder Erziehungsberechtigte ihre Einwilligung geben und der Verarbeitung der personenbezogenen Daten des Kindes zustimmen.

  7. Mich wundert es ja wirklich das Google es mit ihrem Lobby Apparat noch nicht geschafft hat hier eine Änderung zu bewirken. Immerhin gehen ihnen ja auch viele Einnahmen flöten.

  8. Als europäischer Youtuber würde ich das Risiko eingehen und auf die Kennzeichnung verzichten. Wenn man konsequent bei Sprache/Auftreten/Präsentation auf alles Kindliche verzichtet, dann könnte es funktionieren, dass man unbehelligt bleibt. Das Risiko ist überschaubar: ob man nun 90% (Kennzeichnung) oder 100% (Ausschluss) verliert, ist wohl nicht mehr relevant.

    1. Wenn dein Account klein ist, ist es egal, wenn z.B. dem Held der Steine der Account von jetzt auf gleich dicht gemacht wird, hätte das durchaus Auswirkungen

    2. Nicht wenn (noch) vergleichsweise unintelligente Algorithmen die Kontrolle übernehmen. Da kann schon das Wort „Lego“ im Titel oder eine Minifigur im Thumbnail reichen, und Du hast erst mal Dreck am Hacken und musst versuchen, Dich aus der Affäre zu ziehen.

  9. Ich könnte an die Decke hochgehen….
    …Lego entscheidet für meine Kinder, dass kriegsspielzeug nichts gutes ist…..
    …youtube entscheidet für meine Kinder was gut und was nicht für sie ist…..
    ……..was zum teufel soll das?? Sind die die Erziehungsberechtigten oder die Eltern daheim??
    In unserem Haus entscheiden immer noch wir wie unsere Kinder erzogen werden und was und wie sie es konsumieren und da gehört der verantwortliche Umgang mit allem aus dem Leben….

    1. Deswegen kannst du auch mit deinem 10 jährigen in den neusten Rambo und mit deinem Kind, das 1 Meter groß ist, in die schnellste Achterbahn…ach Moment…Die Masse der Menschen ist A) zu dumm, um sie alles selbst entscheiden zu lassen und B) ist man selbst vielfach gar nicht in der Lage die Auswirkungen bestimmter Dinge komplett zu überblicken. Deswegen gibt es Regeln, Gesetze, Vorgaben usw…
      Whatsapp ist übrigens ab 16….

      1. Ich bin trotzdem für Eigenverantwortung anstatt sich auf Regeln und Vorgaben von vermeintlichen Gutmenschen, inspiriert von seltsamen Ideologien, zu verlassen.

        1. Ich bin auch dafür, aber wenn ich realistisch in die Welt schaue, dann spreche ich dem Großteil der Menschheit eigenverantwortliches Handeln komplett ab. Es vergeht glaub ich kein Tag an dem ich nicht bei irgendeiner Meldung denke „Wie dumm kann man eigentlich sein?!“. Und wenn Eltern nicht alleine dazu in der Lage sind ihre Kinder vernünftig zu erziehen (50+%), dann muss man ihnen Vorgaben machen…

          1. Einspruch!

            Ich akzeptiere nicht, dass ich aufgrund der Unfähigkeit Dritter in meiner persönlichen Freiheit beschnitten werde. Diese unnötige Regulierungswut und Gleichmacherei nimmt langsam unerträgliche Auswüchse an.

            1. Falls es dir nicht aufgefallen sein sollte, das zieht sich doch durch das gesamte gesellschaftliche Leben. Warum ist eine Strassenverkehrsordnung nötig? Warum ist eine FSK notwendig? Warum ist es in Schulen notwenig Handys zu verbieten? Warum braucht es im Sport Regeln und Strafen? Warum braucht es überhaupt Gesetze?! Weil sich eben nicht alle an allgemeine Absprachen, Moralvorstellung und ähnliches halten. Es sind nur die Wenigsten Verbrecher, aber trotzdem gelten Gesetze für alle, egal ob man es in machen Bereichen einschränkend findet oder nicht!

    2. Das ist YouTube aber recht egal, solange die mit Strafzahlungen belegt werden. „Schuld“ ist in dem Fall nicht der Konzern, sondern die Handelsaufsichtsbehörde bzw. der Gesetzgeber — die wiederum ein hehres Anluegen haben. Eher ein klassisches Moral-gegen-Kapitalismus-Problem.

    3. Das ist so nicht ganz richtig…
      – Lego hat für sich als Firma entschieden diese Art Spielzeug nicht zu produzieren. Das ist deren Entscheidung… Adidas produziert auch keine Wanderschuhe
      – YouTube entscheidet nicht was für deine Kinder gut ist, im Gegenteil, sie schieben die komplette Verantwortung an die Kanäle ab. YouTube hat wissentlich gegen COPPA verstoßen, wurde erwischt und hat sich nun mit der FTC geeinigt, dass das in Zukunft das Problem der Kanäle ist

  10. Es wird jedenfalls nen sehr intrassantes Thema. Vielleicht sollte man versuchen Herrn Solmecke mit in dieses Boot holen und dort eine Strategie zu überlegen. Man muss halt auch gucken ob und wie diese Umsetzung für den EU Raum gilt.

    Thorsten von Johnny’s World hatte ja bereits eine Alternative genannt bzw. etwas angemerkt, was man auch im Auge behalten könnte.

    Man macht ein Lego/Klemmbaustein Youtuber Forum auf. Jeweils mit den Unterforen für die jeweiligen Kanäle, in dennen man immer die neuen Videos mittels Thread anzeigt und dort kommentiert. Ggf. dort dann noch einen Chat reinstellt wenn es ein Livetalk etc. gibt.

    Wichtig ist, dass man egal wie man sich nennt (AFOL/AFOB oder was auch immer) man sich mit Respekt und Niveau dort begegnet und höfflich miteinander umgeht. Da sollte man halt in dem Fall mehr Miteinander zusammenstehen als immer diese nervigen Internetgrabenkämpfe ausfechten.

    Die jeweiligen Youtuber könnte man dann vielleicht via Patreon und die Reflinks unterstützen.

    Sowas wären meine Gedanken, wenn es bei dem ganzen Hart auf Hart kommt.

  11. Hier wird viel an der eigentlichen Sache vorbeidiskutiert.
    Es können weiterhin alle Videos produziert, verbreitet und somit auch angesehen werden.
    Die Regelung betrifft hauptsächlich die Monetarisierung. Youtuber werden an Reichweite verlieren, da keine Pushnachrichten und Benachrichtigungen zu Videos mit „Kindercontent“ mehr geschalten werden. Ebenfalls verlieren sie Interaktionen durch deaktivierte Kommentare, was direkt mit Reihung etc. und somit wieder mit Monetarisierung zusammenhängt.
    Für große Kanäle, die auf die Einnahmen daraus angewiesen sind, ist das natürlich dramatisch.

    1. In erster Linie gibt’s gar keine Werbeeinnahmen mehr. Eine abgeschaltete Monetarisierung heißt, dass keine Werbung mehr eingeblendet wird. Was du beschreibst, betrifft dann direkte Sponsoring-Deals für die Videomacher, aber den Luxus haben sowieso nur die größten Kanäle.

  12. Auf heute Abend freue ich mich, das Thema ist wirklich interessant!

    Gerade habe ich Henrys Video bei Quick und Dirty gesehen, ich freue mich das er vernünftige Argumente bringt.

    Wenn durch die neue Regelung der Berufswunsch YouTuber verdrängt werden sollte bei Jugendlichen würde ich das sehr begrüßen.

  13. Mit der Aussage die FTC kann einen Europäer nichts wäre ich vorsichtig, sie wird das nicht in Europa vollstrecken können, aber die USA sollte man dann sicherheitshalber von der Reiseliste streichen, sonst wird es bei der Immigration spannend.

  14. Ich glaube, das Thema ist aus vielerlei Hinsicht interessant.
    Finde es nur schade wenn hier teilweise von „rumgeheule“ gesprochen wird – diejenigen die „rumheulen“ sehen Ihre (teilweise) wichtigste Einnahmequelle wegbrechen. Das könnte für einzelne echt dramatische Auswirkungen haben.
    Unabhängig davon, dass wir hier (vermutlich) alle keine Rechtsanwälte sind, darf man nicht vergessen, dass bei allen Themen erstmal YT am Hebel sitzt – ob das dann unserem Rechtsempfinden enspricht ist erstmal Nebensache.

    Interessant wird sein, welche kreativen Umwege die einzelnen Kanäle wählen werden, und welche vielleicht komplett verschwinden.

    DAs ganze Thema zeigt aber auch, die fragil eine Berufskarriere ist, die zwar in Deutschland ausgeübt wird, aber massiv von US Firmen oder Innenpolitik beeinflusst werden kann.

    1. Kommt auf die Sichtweise an. Wenn man denkt Youtuber wäre sowas wie ein echter Beruf, dann ist es sicherlich kein „Rumgeheule“. Wenn man hingegen den Standpunkt vertritt, das Youtuber eigentlich nur ein Hobby sein sollte, durch das manche mit relativen Belanglosigkeiten und relativ geringem Aufwand ziemlich viel Geld verdienen, dann kann man auch der Meinung sein, dass diejenigen doch mal besser einer „echten“ Arbeit nachgehen sollen.
      Diejenigen, für die Youtube nur ein Zubrot ist, werden andere Mittel und Wege finden ihre Videos zu monetarisieren (beim HdS z.B. dadurch, dass ihm Fans die Bude einrennen und unbedingt bei ihm kaufen wollen).
      Wenn ich an so Leute denke, die ihre Kinder Spielzeug testen lassen, damit mehr verdienen als mit beiden Jobs der Eltern zusammen und diese deswegen ihre Jobs aufgegeben haben, dann habe ich da echt Null Mitleid…

  15. Johnny hat das super beschrieben und eine tollen Alternative gezeigt, wie die Youtuber in Kontakt mit den Fans bleiben können.

    Aber das interessiert die meisten Youtuber nicht. Die interessiert nicht wirklich was dir Zuschauer denken und schreiben sondern nur die Anzahl der Kommentare. Denn mehr Kommentare sorgen für ein besseres Ranking des YouTube Algorithmus und das für mehr Views und damit Einnahmen.

    Es geht nur ums Geld.

    1. Oh Wunder – natürlich gehts um Geld – Wer hauptberuflich einen Kanal auf YT betreibt, ist auf Einnahmen daraus angewiesen.
      Zum einen muss er seinen Lebensunterhalt finanzieren, zum anderen sein Equipment und auch seine Kanalinhalte.
      Ein Legokanal, wo jemand pro Quartal ein Modell zeigt, weil er sich nicht mehr leisten kann, wäre vermutlich kein Erfolgsmodell….

  16. Eine Frage:
    Wäre ein deutscher Kanal, der gegen die Regelung verstößt, in der Gefahr von deutschen Anwälten abgemahnt zu werden?

    Das Abmahnen hat hier ja schlimme Auswüchse, wäre das für kanalbetreiber gefährlich?

      1. Danke Michael für die Antwort.
        Diese Abmahnwellen die regelmäßig Branchen überziehen sehe ich als weitere ernsthafte Gefahr für Kunden amerikanischer Plattformen.
        Das ganze ist ein Minenfeld…

      1. der Content Creator ist verantwortlich. Alle Strafzahlungen würden ihn betreffen. Youtube wälzt mit seinen neuen Regelungen die Verantwortlichkeit auf den Content Creator ab.

    1. Vielleicht sind diese der Meinung sie machen keinen Content für Kinder bzw. interessieren sich Kinder nicht dafür.
      Spielzeug wie Lego ist einfach naheliegender. Aber auch Videospiele interessieren Kinder und damit fallen auch sie darunter.
      Das ist ja das Problem. Alles was Kinder interessieren könnte fällt darunter. Auch die ganzen anderen Beauty Youtuber usw. usf.
      Die Regel ist einfach zu schwammig.

  17. Einer leichten Schadenfreude gegenüber dem „Held“ kann ich mir nicht verwehren. Wie heißts so schön, Schuster bleib bei deinen Leisten. Aber nein, der Held musste ja unbedingt zum Influencer mutieren. Selber schuld 🙂

    1. Wow bist du ein netter Mensch und denkst so wohl überlegt nach…betrifft nur alle anderen auch, aber ja Hauptsache es geht dem Feind den man sich angenommen hat schlecht. Tolle Welt in der wir leben.

    2. Es ist ganz normal, daß man ab und zu über neue Einnahmequellen und Geschäftsmodelle nachdenken muß.
      Wer hätte vor 20 Jahren gedacht, daß man davon leben kann, im Internet Videos zu zeigen?

      Möglicherweise tut das dem Helden sogar weniger weh als manchen anderen. Wir können live miterleben, wie er sein Ausrichtung immer wieder etwas verändert:
      Vom Angestellten zum Lego-Laden mit Bricklink und nebenbei etwas Youtube, mehr Youtube, kein Bricklink mehr, Nicht-nur-Lego-Laden und ab nächstem Jahr hat er wieder etwas anderes geplant.

    3. Ach, liebe Leut, hier muss man schon immer sehr aufpassen was und wie man es sagt. Schadenfreude hat doch nix mit Mißgunst und Neid zu tun ?! Ich für mich sehe jedenfalls keinen Anlass neidisch zu sein, im Gegenteil, tauschen möchte ich mit ihm nicht. Er ist selbstständig – ich angestellt. Schadenfreude verspüre ich eben deshalb nur, weil gerade er für mich eine falsche Schlange ist. Wasser predigen und Wein saufen, wenn ihr wisst. Sieht man auch an unzähligen XT-Kommentaren, wie viele seiner Fanboys er vergrault bzw. aufgeweckt hat, dass er eben nicht „einer von uns“ ist sondern ein Geschäftsmann dem es um Geld geht, und YT und seine Fanbase lediglich Mittel zum Zweck sind.
      Wie gesagt, kann jeder machen was er will – mit allen Konsequenzen aber dann bitteschön und nicht rumheulen. Schimpfen (und das kann er gut) kann ein jeder….
      So, genug geplappert 🙂

      1. Ich glaube die Frage ist eher, wie Lego seine wesentlich höheren Preise gegenüber den Mitbewerbern rechtfertigen kann?

        Aber zur Frage:
        Kannst ja mal bei „Johnny’s World“ und „BlueBrixx“ in die Youtube-Kanäle gucken, die waren jeweils vor kurzem in China und haben auch in den Fabriken gefilmt. Mit Sicherheit kein „zertifizierter“ Einblick, aber schon ganz gut, um überhaupt mal einen Einblick zu bekommen.

    1. Typischer Jammerlappenartikel.

      „Kein Kontakt zu Gewerkschaften“ …..skandalös.
      „Überstunden“….frech.

      „Die Kinder müssen bei Verwandten bleiben“

      usw usw. …das ist wieder so eine Geschichte, wo gewisse Leute meinen, sie müssten ihr Verständnis anderen Ländern oder Kulturen überstülpen.

      Johnny hat in seinem Chinabericht ja das Thema angesprochen und ich erinnere mich, dass die Farbikarbeiter dort recht ordentlich bezahlt, relativ gesehen.

      Außerdem machen das die Leute ja freiwillig und im Gegensatz zum dekadenten Westen ist man in China noch bereit, für den Aufstieg hart zu arbeiten und auch ein paar schwere Jahre durchzustehen. Aber das ist ja den Schneeflocken von heute völlig fremd und dann muss man den armen unzivilisierten Wilden in Asien ja die Errungenschaften des Westen aufzwingen.

  18. Mal unabhängig von der ganzen Panikmache: Glaub ihr nicht, dass Youtube aus reinem Eigeninteresse sich eine Lösung überlegen wird, wie letztendlich doch wieder personalisierte Werbung bei einzelnen Videos möglich gemacht wird?! Ich meine es wird darüber geredet, dass bei den einzelnen Youtubern bis zu 90% der Einnahmen wegfallen, das geht doch aber Youtube selbst ganz genauso. Wenn Youtube keine werberelevante Zielgruppe mehr erreichen kann, ist es Essig mit den Werbeeinnahmen. Die werden sich schon ne Lösung überlegen und die Zeit gilt es zu überbrücken!

  19. Ich habe da wenig Mitleid und kann es nur begrüssen das gegen diese Ausufernde Sammelflut der drei großen Internetkraken etwas getan wird. Das jetzt einige, sogenannte „Youtuber“ sich dann doch mit „ehrlicher“ Arbeit ihr Geld verdienen müssen, kann unserer Gesellschaft auch nur nütztlich sein. Ich wundere mich nur wieso der Aufschrei nun so groß ist: Hieß es nicht immer „Dieses Video ist für Eure Unterhaltung und weil es mir spaß macht“ vom schnöden Mammon keine Rede.

    Ich finde es nur lustig wie sich einige (unbewusst) von Youtube missbrauchen lassen um deren interessen zu vertreten. Jeder soll sich noch mal klar machen was Youtube EIGENTLICH ist, eine Plattforum um persönliche Daten / Vorlieben zu sammeln um Werbung anzubieten die für einen passend zu sein scheint, mit dem Ziel das diese Produkte gekauft werden – Unter den Deckmantel von „tollen“ Videos.

    1. Deine Blase muss wirklich gemütlich sein, sollte ich mir vielleicht auch mal antun…so viel Unwissenheit womit du rumtönst…ich Frage mich was passiert wenn ich dir sage das die Realität sogar noch um einiges schlimmer ist was das Tracking von deinem Leben angeht…gehst du dann in den Bunker? Ich hoffe du nutzt kein Handy oder Auto oder sogar öffentliche Verkehrsmittel o_O. Und nur gut das es so einfach ist mit YouTube seinen Lebensunterhalt zu verdienen, sieht man ja auch täglich die Millionen Content Creater wie sie von ihren Millionen monatlich neue Ferraris kaufen. Ach schön so völlig sinn freie und Realitätsferne Kommentare zu lesen, geht es einem gleich viel besser.

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