LEGO 31109 Creator 3in1 Piratenschiff (B- und C-Modell) im Review

Piratentaverne oder Pirateninsel - die beiden alternativen Baumöglichkeiten

LEGO 31109 Creator 3in1 Piratenschiff (B- und C-Modell) im Review (Daniel Haedicke) - 4

In diesem Review soll es nun ausschließlich um die zwei weiteren Bauvarianten des LEGO 31109 Creator 3in1 Piratenschiffes gehen. Ein ausführliches Review zum Hauptmodell habe ich euch hier bereits präsentiert. Dort findet ihr auch das Unboxing und den gesamten Inhalt des Sets.

Das LEGO 31109 Creator 3in1 Piratenschiff ist ab dem 01.06.2020 im LEGO Online-Shop, sowie ab dem 02.06.2020 in allen LEGO Brand Stores vor Ort erhältlich.

Fakten

  • Set-Nummer: 31109
  • Thema: Creator 3in1
  • Bezeichnung: Piratenschiff
  • Teilezahl: 1264
  • Minifiguren: 3
  • Erhältlich ab: 01.06.2020
  • Empfohlenes Alter: 9+
  • UVP: 99,99 Euro
  • Preis pro Teil: 7,9 Cent

B-Modell (Die Piratentaverne)

Die Anleitung für das B-Modell befindet sich in der dicken Hauptanleitung, in der zuerst auf das Piratenschiff eingegangen wird. Für die Piratentaverne muss auf Seite 201 geblättert werden. In über 177 Bauschritten wird nun der einfache Aufbau der Taverne erklärt.

Bei dem B-Modell handelt es sich in der Regel um das Set, welches von der Schwierigkeit aller drei Modelle in der Mitte liegt und nicht mehr alle Steine des eigentlichen Sets verwendet werden. An sich sind aber alle drei Varianten vom Bauniveau gleich – nur dass abstufend weniger Teile und damit weniger Zeit benötigt wird.

Begonnen wird bei der Taverne mit einer kleinen Pferdekutsche. Auch hier ist das Pferd aus Einzelteilen gebaut. Der Anhänger mit den Platten als Reifen sieht schon fast nostalgisch aus. Man könnte (fast) meinen, die Kutsche gehört zur alten Ritterburg 375 von 1978. Die Minifiguren bleiben bei allen Modellen gleich, lediglich ihr Zubehör ändert sich (laut Anleitung). In diesem Fall hat einer der Piraten ein cooles Akkordeon in den Händen. Die Faszination liegt doch immer wieder im Detail, was aus wenigen Steinen gebaut werden kann.

Doch genug den Klängen der Handharmonika gelauscht, die Taverne wartet auf ihre Errichtung. So wird für das Erdgeschoss ein ordentliches, farbenfrohes Fundament gelegt, welches anschließend durch eine 6×16 Platte abgedeckt wird. Darauf kann jetzt die Fassade samt großer Fensterfront errichtet werden.

Was wäre eine Taverne ohne ein Wasserrad?! Richtig! Eine Taverne ohne Wasserrad! Dieser Bierschuppen hat auf jeden Fall eines dieser urigen Holzräder – sogar ein kleiner Mini-Bachlauf ist angedeutet. Ein kleiner Schankhahn ist ebenso schon verbaut und die hintere Fassade entsteht. Diese ist auf einem Scharnier gelagert, so dass das Bespielen einfacher gestaltet werden kann.

Im oberen Stockwerk finden sich, passend zur Anzahl der Minifiguren, drei Betten wieder. Man erkennt auch sofort, welches wem gehört, denn nicht nur, dass der Kapitän eine andere Farbe des Bezugs hat, sondern dass auch hier wieder ein seinen holzernen Hinkefuß gedacht wurde. In der hinteren Fassade entsteht derweil eine Sitzgelegenheit mit Tisch und Kelch. Ein kleiner Treppenaufgang zum Schlafgemach ist ebenfalls angedeutet.

Damit es den Seeräubern in ihren Betten nicht so windet im Schlaf, wird auch hier eine Außenwand hochgezogen – hierbei kommen wieder die 2x2x1 SNOT-Steine zum Einsatz. Damit kann später noch ein bisschen Deko im Außen-, sowie Innenbereich angebracht werden. So zum Beispiel eine Pistole an die Wand, oder auch eine Schatzkarte – welche in der Anleitung allerdings im versetzten 90° Winkel angebracht werden soll – wie heißt es so schön: it’s not a bug, it’s a feature! Ich war allerdings ein Freigeist und habe die Karte korrekt in meinem Modell aufgehängt.

Das Dachgeschoss mit dem Dachgiebel entsteht. Eine sehr schöne Lösung mit den großen Rundbögen, welche am Piratenschiff noch die Form des Rumpfes gaben. Seitlich wird dagegen etwas Rankelndes gepflanzt – vielleicht eine Weinrebe?! In einer guten und gepflegten Taverne gibt es sicherlich nicht nur Bier vom Fass, sondern auch erlesenen Wein, frisch vom Wasserrad.

Aber genug des Alkohols – zurück zum Dachausbau. Die Dachziegel in Form von Platten und „Flügeln“ werden verlegt. Auch hier dienen einfache Scharniere und Kugelgelenke als Befestigungspunkte. Sicherlich nicht hochkompliziert, aber dafür hocheffizient. Das fertige Dach kann sich sehen lassen, auch wenn die ähnliche Konstruktion am Haunted House (10273) natürlich deutlich aufwendiger war. Man darf nur nicht vergessen, die Designer nutzen lediglich die Teile, die für das Piratenschiff gedacht sind.

Zur Fertigstellung der Taverne fehlen nur noch wenige Details. So entsteht noch ein kleiner Mast mit Krähennest und einer Art Markise für das Fenster – so dachte ich zumindest. Desweiteren wird noch ein kleiner Kran und ein Papagei (?) zusammengesteckt.

In einem Bild in der Anleitung befand sich der Akkordeon-Spieler auf dieser Markise – die Idee fand ich genial – auch wenn ich nicht weiß, wie er dort hingekommen ist, aber ein lauschiges Plätzchen zum Musizieren ist es allemal. Wie vor jeder Taverne hängt auch hier ein Fass neben dem Eingang. Der angedeutete Zapfhahn ist ein Pneumatik-Element aus dem Technic-Baukasten. Der bunte Vogel soll vermutlich ein Papagei darstellen, auch wenn die Form dafür etwas ungewohnt ist, aber vielleicht hat ja einer der Leser eine bessere Idee für den gefiederten Freund.

Der bereits angesprochene Kran ist zwar klein, aber kann durchaus hilfreich sein. Ähnlich wie beim Anker des Piratenschiffes, kann auch hier der Haken angehoben und abgesenkt. Damit lässt sich zum Beispiel die fette Schatztruhe von der Kutsche heben.

Die fertige Piratentaverne im Überblick mit den vorhandenen Protagonisten und den Seitenansichten des Gebäudes.

Wie anfangs schon gesagt, bleibt bei den beiden alternativen Bauvarianten immer etwas am Ende übrig. Allerdings ist es schon beim B-Modell eine ganze Menge, was nicht weiter benötigt wird (laut Anleitung). Wer kreativ genug ist, darf natürlich noch weiteres Zubehör aus den restlichen Steinen bauen.

C-Modell (Die Pirateninsel)

Wer von den Trunkenbolden der Taverne genug hat, kann diese wieder komplett zerlegen und sich das zweite, recht dünne Anleitungsheftchen zur Hand nehmen. Das dritte Modell dieses 3in1 Sets hat nämlich eine separate Bauanleitung mit 98 Seiten und 118 Bauschritten. Es empfiehlt sich die Steine zumindest nach Farbe vorzusortieren, denn bei über 1200 Einzelteilen verliert man doch recht schnell den Überblick.

Nun wurden schon zwei Piratenmodelle gebaut und eines fehlte bisher (und das wurde auch stark von einigen Lesern bei der LEGO Ideas Pirates of Barracuda Bay (21322) bemängelt) – ein Affe! Wie es der Zufall so will, darf bei der Totenkopfinsel tatsächlich solch ein Tierchen gebaut (!) werden. Sicherlich ist es keine Schönheit, aber man erkennt doch, was es sein soll. Dazu gesellt sich ein kleines Floß und ein mit SNOT-Technik gebautes Ruderboot. Auch hier kennen wir alle die großen Formteile, die den Piratensets oft beiliegen und was dem Kind heute die Standard-City-Hubschrauber sind, waren in den 90ern die Ruderboote. Wie dem auch sei, auch hier ein Lob an den Designer, ich finde es durchweg gelungen. Selbst die Paddel sind gebaut.

Damit ist das Beiwerk gebaut und es kann sich der Totenkopfinsel gewidmet werden. Die großen Platten bilden den sandigen Untergrund und die kleine Schatzkammer mit dem vielen Gold wird errichtet. Auch hier darf neben kleinen grauen Felsen, der grüne Bewuchs nicht fehlen.

Ein kleiner Treppeneingang führt später durch das Maul des Skulls (Totenkopf) zur Schatzkammer. Am hinteren Ende wird bereits eine kleine Konstruktion gebaut, die später durch drehen am braunen Steuerrad noch etwas bewirken wird – was das ist?! Seid gespannt …

Nachdem das Gerüst für den Skull fertig gestellt ist, wird dieser nun zum Leben erweckt. Hier kommen zur Formgebung die gebogenen Paneele zum Einsatz, die beim Piratenschiff noch für die Segel zuständig waren. Diese passen hier perfekt zum Schädel.

Nach ein paar Klipsen hier und dort ist der Schädel fertig. Goldene Zähne bilden den Abschluss eines sehr gelungenen Totenschädels.

Die seitliche und hintere Ansicht des Skulls.

Am Hinterkopf ist ein hellgraues Kugelgelenk, hier wird die Vorrichtung aus dem vorherigen Aufbau eingeführt. Durch die gelben Technic-Bricks am Schädel, und den blauen am Aufbau führt eine graue Technic-Stange zur Befestigung. Es bleibt weiterhin spannend, was es nun damit auf sich hat …

… denn zunächst gibt es noch ein bisschen Landerweiterung in Form von Sandaufschüttung vor dem Skull. Zudem gesellt sich eine einsame Palme dazu, die sogar angedeutete Kokosnüsse trägt.

Ok, die Spannung ist zum Greifen nah und ich will euch nicht länger auf die Folter spannen. Wer nun am braunen Steuerrad dreht, bringt den Totenkopf in eine Auf- und Abbewegung. Damit kann dem Skull Leben eingehaucht werden und glaubt mir, jeder der den Kopf bewegt, macht auch seltsame, verstörende oder gruselige Geräusche dazu – jeder! Irgendwie fehlt dabei nur noch eine Beleuchtung der Augen. Sicherlich ist diese Funktion kein Mega-Highlight, aber gerechnet habe ich damit nicht und irgendwie macht es Spaß daran zu drehen und Laute von sich zu geben. Das Kind im Manne eben.

Nach Stunden des Drehens und nerven der Freundin war es dann auch Zeit, das finale Set zu dekorieren. Ich bin begeistert! Doch mehr dazu gleich im Fazit!

Schlussendlich bleibt bei dieser dritten Variante schon sehr viel Material übrig. Man sollte sich daher genau überlegen, ob es sich lohnt dieses Set wirklich drei mal zu kaufen, um alle Modelle bauen zu können – denn ob der kleine Totenkopf wirklich nochmal 99,99 Euro (UVP) wert ist?!

Mein Fazit

Das Fazit fällt mir bei den beiden alternativen Bauvarianten eigentlich ganz leicht. Ich bin der Meinung, dass LEGO hier mit allen drei Modellen ins Schwarze trifft und dieses Set im Gesamten ein toller Wurf ist.

Für mich persönlich ist der heimliche Star die Totenkopfinsel. Der Look, das Design, die kleine Minifunktion – alles passt perfekt zusammen. Wenn LEGO dieses Set als einzelne Variante, mit ein paar mehr Details gebracht hätte, wäre diese sicherlich ein absolutes Must-Have für jeden Piraten-Fan. Aber allein, was sie schon aus den vorhandenen Teilen des Piratenschiffes gezaubert haben – Chapeau!

Die Taverne ist auch gut umgesetzt, auch wenn sie schlussendlich bei mir nur an dritter Stelle landet. Ich glaube, ich würde mir das Set nur maximal zwei mal kaufen – das Piratenschiff und die Toteninsel bauen und aus dem Rest der Steine noch etwas eigenes kreatives dazu stellen.

Was meint ihr zu dem Gesamtpaket des 3in1 Sets – welches Modell ist euer Favorit?! Schreibt es wie immer gern in die Kommentare!

Stamm-Autor
  1. Vielleicht wirklich 2x kaufen und die dann fehlenden Teile aus dem eigenen Fundus nehmen oder einzeln bestellen.

    Ich finde alle drei Modelle schick und denke dabei die ganze Zeit an Melee Island. 😉

  2. Neulich wie ein Blöder ne Stunde schwarze 1×10 Platten gesucht (um das Untergestell am Heli vom 5590 zu befestigen)… tjo, hiernach könnte man ihn in selbigen einmauern *lol*

    Gibt es irgendwo eine Liste, wie viele Teile jeweils (nicht) gebraucht werden oder gar detailliert, welche man wirklich dreimal braucht?

  3. Erstmal: ein ganz tolles Set.
    Für mich steht ganz klar das Schiff an erster Stelle, mir haben es Legoschiffe absolut angetan.
    Die Taverne würde ich als Zweitset dazustellen, und schauen was ich aus dem (und anderen) Rest(en) noch so bauen kann.
    Die Skull-Insel finde ich so gar nicht spannend.

  4. Sehr schön ausführliche Review, danke!

    Mich wundert ein bisschen, dass die Designer bei B- und C-Modell für die Kanonen keine Verwendung gefunden haben. Besonders bei der Totenkopfinsel sind soo viele (schwarze und brauen) Teile übrig, hätte man da nicht gut noch ein kleines einmastiges Schiffchen mit Kanone bauen können? Oder einfach das Floß deutlich vergrößern? Oder ein paar Wrackteile ans Inselufer dazugepackt à la Mini Pirate Bay? Verpasste Gelegenheiten, schade!

    Aber das ist Jammern auf hohem Niveau. Früher oder später wird das Set auf jeden Fall gekauft. Und die Erweiterung der Totenkopfinsel wird dann familieninterne Bau-Challenge. 😉

  5. Das ist ein tolles Set mit wirklich schönen Bauvariationen!
    In den nächsten Wochen wird es in einer „Piraten-Aktion“ zweimal mit der Barracuda-Bay von mir erworben werden. Die Totenkopf-Insel der Baumhausschätze reicht mir aber als kleine Erweiterung der Szenerie, nochmal 99 € (mit irgendeinem Rabbatt) ist mir die Insel dann doch nicht Wert.

    Aber wirklich toll das das Piratenthema in diesem Jahr einen solchen Zulauf hat!!

  6. „Ich war allerdings ein Freigeist.. und habe die Karte aufgehangen“

    Du hast sie aufgehängt!

    Verdammt, gewöhnt euch endlich ordentliches Deutsch an. Das liest sich wie in der Grundschule hier!

    1. Sehr geehrtes Schnatterienchen,

      es tut uns leid, wenn Sie mit unserem
      Produkt nicht zufrieden waren. Unser Bestreben ist es, jeden Leser auf seine Kosten kommen zu lassen, um glücklich zu sein – sei es die Gruppe der Blue-Pin-Lover, der Sticker-Enthusiasten oder eben die Rechtschreib- und Grammatik-Fanatiker. Leider sind auch wir nur Menschen, die Fehler machen können. Dafür möchte ich mich bei Ihnen entschuldigen und natürlich wurde der grobe Schnitzer sofort korrigiert. Mir war vorher der Unterschied zwischen transitiven und intransitiven Verben nicht bewusst, was ich in einem VHS-Kurs nun nachholen werde.

      Vielen Dank für Ihr Feedback und einen angenähmen Tag.

      1. GRINS – Danke fürs Review.

        Ich muss sagen, die Begeisterung hält sich bei mir in Grenzen.

        Beide Modelle sind von der Idee her sicher ganz nett, aber in der Ausführung – na ja – liegt wahrscheinlich (auch) an der „eingeschränkten“ Teileauswahl.

        In beiden Sets ist im „Rest“ ein „guter“ Teile(rest)wert enthalten.

        So wärde jetzt ich noch das A-Modell-Review läsen, um dann bilden mir eine Meinung endgültige.

  7. Lieber Daniel Haedicke und lieber Michael Friedrichs. Erstmal: Das Promobricks Team macht einen fantastischen Job. Ich schaue mir gerne euren Content an und finde oft nützliche Informationen. Tut mir ehrlich leid, dass ich euch nicht genug gelobt habt. Ganz im Ernst: Ich denke die Autoren geben sich maximale Mühe mit Bildern, Reviews, Kaufempfehlungen und man merkt die Liebe, die hier investiert wird. Entschuldigt bitte, dass mein Kommentar offensichtlich als respektlos empfunden wurde. Allerdings ändert das leider nichts an der Tatsache, dass Grammatik und Orthographie hier oft unterdurchschnittlich schlecht sind. Meine Argumente bleiben gültig. Es liest sich oft wie im Kindergarten. Auch wenn das offensichtlich schmerzt, bleibt doch bitte dennoch ruhig und kritikfähig. Das bin ich auch. Ich entschuldige mich für meinen Ton und ihr müsst halt an eurem Grammatik Defizit arbeiten. Dennoch viele Grüße

    1. Danke noch einmal für das Feedback. Wir bemühen uns, täglich besser zu werden. Da wir das Blog in unserer Freizeit betreiben, also neben der normalen Arbeit und Familie, übersehen wir trotz Vier-Augen-Prinzip in der Hektik schon mal einen (oder mehr) Fehler. Das ist ärgerlich, kann aber passieren. Warum hier im Blog die Grammatik sowie Groß- und Kleinschreibung „unterdurchschnittlich schlecht“ (im Vergleich zu was?) sein sollen, kann ich allerdings nicht ganz nachvollziehen. Gerne werden wir in nächster Zeit mal verstärkt darauf achten.

  8. Achso und falls irgendein Schlaumeier auf die Idee kommt in meinem Text nach Fehlern zu suchen. Ja, kann sein, dass auch mein Text irgendwo nen Fehler enthält. Aber ich veröffentliche auch keinen Blog den viele hundert oder tausend Menschen täglich lesen. Und wenn ihr als Profis wahrgenommen werden wollt, hört bitte auf zu zicken und reflektiert das ruhig und entspannt. Danke. Grüße again

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