Bereits am 3. Dezember 2018 vorgestellt, hat der neue Sprössling aus der Modular-Building-Reihe einen Monat später pünktlich am 2. Januar seinen Weg in die Verkaufsflächen der LEGO Brand Store sowie in den Online-Shop des dänischen Klemmbausteineherstellers gefunden und stellt nunmehr die 14. Veröffentlichung der Reihe seit der Einführung 2007 dar. Das Set ist aktuell nur bei LEGO direkt erhältlich und wird dort für 179,99 Euro angeboten. Es ist jedoch nicht auszuschließen, dass die Eckgarage zu einem späteren Zeitpunkt auch in den offenen Handel gelangen wird, womit die Chance groß ist, dass das neue Set noch etwas im Preis sinken wird.

Erstes Entpacken

Die Verpackung des neuen Modells ist mit 58 x 47,5 x 9 cm gegenüber dem Vorgängermodell Downtown Diner (10260) etwas kleiner ausgefallen. Auf der Rückseite kann bereits einiges vom Innenleben des neuen Sets beäugt werden. Bauherren, welche sich wie der Verfasser dieses Reviews überraschen lassen wollen, sollten die Verpackung also besser nicht umdrehen.

Nach dem Öffnen gelangen die in rund 20 Beuteln verpackten 2.569 Steine ans Tageslicht. Was direkt auffällt: Das Set beinhaltet keine Aufkleber, dafür, wie sich im weiteren Bauverlauf feststellen lässt, zehn Prints in verschiedener Größe.

Aufgeblasene Bauanleitung

Die Bauanleitung ist mit 228 Seiten (Werbung abgezogen) gewohnt dick und wie so oft hätte LEGO auch dieses Mal den Papierverbrauch deutlich senken können, wenn manche Bauabschnitte, welche nur aus einem oder zwei neuen Teilen bestehen, zusammengefasst worden wären. Das LEGO die Bereiche im Modell, in denen gebaut wird, mit einem Rahmen umgibt, hilft gerade bei kleinen Bauteilen ungemein, Veränderungen zu erkennen. Das war nicht immer so. An den Komfort mancher Lösungen anderer Hersteller von Klemmbausteinen, welche die nicht benötigten Bereiche ausgrauen und die neu verbauten Teile dadurch zu besseren Erkennbarkeit hervorheben, kommt diese jedoch nicht heran.

Müllvermeidung … kein Thema?

Eines sei direkt angemerkt: Am Ende des Bauspaßes bleiben rund 20 leere Plastikbeutel auf dem Schreibtisch oder in seiner Nähe liegen. Damit trägt LEGO Aussagen zur Nachhaltigkeit ad absurdum: Was bringen aus pflanzlichen und somit biologisch abbaubaren Materialien hergestelltes Grünzeug, wenn jedes größere Set solche Mengen an Plastikmüll hervorbringt?

Viel diskutierter Preis

Über den Preis von 179,99 Euro hatte es im Vorfeld leidenschaftlich geführte Diskussionen gegeben, in welchen die Kritik bis hin zur Preistreiberei reichte. Wird das Verlangte jedoch einmal realistisch betrachtet, wird ebenso deutlich, dass an mancher Stelle etwas zu vorschnell geschossen wurde: Wenn alleine die höhere Teileanzahl gegenüber den vorherigen Sets als Basis für den Preisvergleich herangezogen wird, relativiert sich der Unterschied je nach Modell bereits von 30 Euro auf rund 15 Euro. Wird dann zusätzlich auf die Art der Teile geschaut, sinkt die Preisdifferenz noch weiter: So rührt die hohe Steineanzahl der Brick Bank (10251) zum Beispiel auch aus dem Umstand, dass diese viele kleine Teile für die Verzierungen und Verkleidung der Hausfassade beinhaltet. Die Eckgarage dagegen enthält ebenso eine hohe Anzahl an großen Teilen – womit der Preisunterschied noch einmal geringer ausfällt. Am Ende muss gesagt werden, dass der Preis für das Set – zumindest am Inhalt gemessen – gerechtfertigt ist. Ob dies mit dem eigenen Empfinden oder dem eigenen Geldbeutel übereinstimmt, muss jeder für sich selbst entscheiden.

Mann, Frau, Kind, Hund und ein Papagei

Das Set enthält sechs Figuren sowie einen Hund und einen Papagei. Zu diesen gehört neben einer Mechanikerin sowie einem Mechaniker ein Rollerfahrer, ein Junggeselle für die obere Wohnung sowie ein Tierarzt samt kleinem Mädchen, welches im Wartezimmer wartet und den Fisch anschaut. Die Mechanikerin und das Kind besitzen Wechselgesichter, erstere zudem eine Kappe mit Haaren. Das Mädchen, der Rollerfahrer, der Junggeselle sowie der Arzt besitzen Aufdrucke auf der Rückseite ihres Torsos.

Zusammenbau

Die Eckgarage besteht aus insgesamt drei Etagen plus Dach sowie einem Abschleppwagen und einem Motorroller. Mit seinem runden Vordach sowie der Tanksäule erinnert auch das neue Set wie einige seiner Vorgänger stark an die Architektur der 1940er und 1950er Jahre – dieser Eindruck wird von der Gestaltung des Abschleppwagens noch verstärkt. Somit reiht sich das neue Bildnis äußerlich nahtlos in den bisherigen Straßenzug ein.

Die Bauphase wird von den Designern in sechs verschiedene Abschnitte unterteilt. Während mit dem ersten und zweiten Teil der Verkaufsraum der Tankstelle sowie die kleine Werkstatt gebaut wird, erstellt der Bauherr im dritten Abschnitt das Vordach sowie den Abschleppwagen. Danach folgt jeweils die erste Etage mit Tierarztpraxis sowie das zweite Stockwerk mit Wohnung und schließlich das Dach.

Interessante Umsetzungen

Lego-Fans sind von den Modular-Buildings vor allem interessante Baulösungen gewohnt und auch hier macht die neue Eckgarage keine Ausnahme. In der Werkstatt finden sich originelle Umsetzungen einer Montiermaschine für Reifen, mit der selbige auf die Felgen gezogen werden können oder die Mechanik der Hebebühne. Gleiches gilt für das Rollgitter der Werkstatt, welches längs gebaut und an den Rest der Wände angesteckt wird.

Interessant ist vor allem die Umsetzung der diagonalen Hausfront oder der Innenwände unter Verwendung der 1×2 Platten mit abgerundeten Ecken (6248890) als Verbindung, welche im Set in verschiedenen Farben über 50 mal vorkommen.

Mühseliger Deckenbau

Bei den Decken der drei Etagen hätte Lego erneut Papier für die Bauanleitung sparen können, denn diese gleichen sich wie ein Ei dem anderen. Auch für den Modellbauer wäre es einfacher gewesen, alle drei direkt in einem Rutsch bauen zu können, um im Bauverlauf auf diese zugreifen zu können.

Zwei links, zwei rechts, eine fallen lassen

Eine gerade für Neulinge interessante Baulösung zeigt sich auf der ersten Etage, bei welcher die große Fensterfront seitlich gebaut wird. Dies ermöglicht ein breites großes Fenster mit zwei kleineren darüber, ohne dafür extra ein neues Teil entwerfen zu müssen. Der Nachteil dieser Konstruktion liegt in der geringeren Stabilität. Bei einem Modell wie diesem, was gebaut und hingestellt wird, erfüllt diese Bauweise ihren Zweck – bei einem Set, mit welchem zudem gespielt werden würde, wäre diese Lösung völlig fehl am Platz.

Im gleichen Stil werden teilweise die beiden seitlichen Rundfenster gebaut, mit welchen ein Erker angedeutet wird. Bei diesen greifen die Entwickler auf ein Fensterteil zurück, welches unter anderem in Grün auch im aktuellen Güterzug (60198) zum Einsatz kommt, hier aber zum ersten Mal in Sandblau (6253475) verwendet wird. Genau wie die Front stellt auch dieser Abschnitt eine schöne, wenn auch recht fragile Konstruktion dar.

Ansehnliches Interieur

In beiden Etagen haben die Designer erneut nicht an Möbelstücken und Zubehör gespart: So beherbergt die auf der ersten Etage ansässige Praxis des Tierarztes Dr. Jones einen Schreibtisch mit Lampe, einen Tisch mit Wärmeleuchte, ein Mikroskop sowie einen Behandlungstisch. Im Wartezimmer empfängt die Tierbesitzer mit ihren Patienten neben einer blauen Sofa-Kombination ein Papagei sowie ein Aquarium mit Fisch.

Die zweite Etage nennt ein Junggeselle sein Domizil, welcher sich in dem Wohn- und Schlafraum samt Küchenzeile häuslich eingerichtet hat. Die Wohnung beinhaltet zudem noch ein kleines WC sowie ein rotes Sofa, ein Bett und ein TV-Gerät. Letzteres gibt mit seinem Bildschirm im angedeuteten 4:3-Format Rückschlüsse auf die dargestellte Zeitepoche – auch wenn damals die meisten Modelle das Bild noch in schwarz-weiß angezeigt haben dürften.

Langer Bauspaß

Die reine Aufbauzeit kann bei dem Set unterschiedlich ausfallen – schnelle Bauherren können das Set in vier bis fünf Stunden aufbauen, genießt man es, kann es auch schnell das Doppelte werden. Ins Auge sticht bei der zusammengebaut rund 52 cm hohen sowie 18,5 cm breiten Eckgarage wie von den Sets der Serie gewohnt die Detailverliebtheit der Designer in den Verzierungen. Auch wenn hier beim Aufbau schnell die Anbringung der spitzen 1×1 Gray Slopes 45° ermüdend sein kann, entschädigt das Ergebnis für die monotone Arbeit. Gleiches gilt für die vielen im Set enthaltenen Pflanzen.

Keine Aufkleber, dafür verkratzte Scheiben

Erfreulich ist, dass das Set keine Aufkleber, sondern nur Prints enthält, von denen zehn im Modell verbaut werden. Diese kommen im Firmenschild, an der Zapfsäule vor, aber auch bekannte Prints wie die Zeitung, die Brücke (welches hier als TV-Bild Verwendung findet) sowie die Uhr und der Geldschein sind wieder mit dabei.

Unschön ist hingegen, dass einige der Scheiben doch deutlich sichtbare Kratzer aufweisen.

Fazit

Dass die Lego Expert Modelle in den meisten Fällen blind gekauft werden können, stellt auch die Eckgarage (10264) unter Beweis. Der Preis mag für den einen oder anderen Modellbauer etwas zu hoch angesetzt sein, dafür wird dieser mit einer Reihe von interessanten Bautechniken sowie einem großen Modell belohnt.

Lego macht mit dem neuen Set in Sachen Gestaltung und Umsetzung definitiv einen Schritt nach vorne und hebt die Reihe auf die nächste Stufe. Lobenswert ist zudem, dass auf sämtliche Aufkleber zugunsten von Prints verzichtet wurde, die unübersehbaren Kratzer auf manchen Schreiben trüben das ansonsten überzeugende Bild jedoch etwas.

 

Der Steckbrief
Artikelnummer: 10264
Set-Name: Corner Garage
Teilezahl: 2.569
Bauzeit: ca. 5 bis 10 Stunden
Erscheinungsjahr: 2019
Altersfreigabe: ab 16 Jahren
Unverbindlicher Verkaufspreis: 179,99 Euro

Werbung

34 Kommentare

  1. Also ich finde der Preis hätte nicht sein müssen aber ok… jeder entscheidet für sich.. zu den Kratzern auf den Scheiben, das ist richtig traurig… ist mir bei meinen Diner auch beim aufbau aufgefallen und ich war recht enttäuscht da man so etwas bei nagel neuen set nicht erwartet…

  2. Was soll dieses Gelaber über Umweltschutz bei den Tüten? Sorry wenn ich Spielzeug aus Plastik (Bitumen/Erdöl) kaufe dann nehme ich die ganze umweltzerstörerische Erzeugungskette in Kauf. Da interessieren mich ein paar Tüten nicht die Bohne!

    • Doch, die umweltschutz-thematik finde ich durchaus berechtigt. Lego sollte zunächst mal biologisch abbaubare tüten verwenden, bevor sie was anderes machen…. aber bäumchen ect. Sind halt wohl marketingtechnisch schlagkräftiger…. auch wenn diese nur in ~1 von 300 sets drin sind…..

      • Naja, biologisch abbaubare Tüten dürfen nicht in die Bio- Tonne. Sie müssen in die Restmüll- Tonne und werden verbrannt. Die Tüten die Lego benutz können in die Gelbe Tonne und werden recyclt.

    • Der Unterschied ist: Die Tüten wirft man einfach weg. Allerdings bezweifle ich, ob Alternativen aus Pflanzen viel bringen. Meistens kommt Mais zum Einsatz, und der Anbau verbraucht ja auch Dünger und Pestizide.

      • Ich hebe die Tüten immer auf und stecke sie zurück in den Karton, sollte ich die sets jemals wieder verkaufen, so kann ich die Sets so bauabschnittsgerecht zurückbauen und die Teile wieder in den Orignalltüten verpacken – sogesehen fällt bei mir kein Müll an und die Tüten sind somit bereit für eine Art „Recycling“ Nutzung in der ferne Zukunft ^^

    • 1. die LEGO-Steine selbst werden genutzt, landen also eher nicht im Müll. Bedenkt man dann noch, dass die Steine bisweilen über mehrere Generationen hinweg genutzt werden ist der Unweltfaktor hier zumindest geringer zu bewerten.
      2. Die Tüten landen in der Regel im gelben Sack. Und damit ebenfalls zu großen Teilen in der Müllverbrennung. Ob sich das Plastik zur Wiederverwertung eignet oder ob die Tüten ähnlich wie die dünnen Plastiktüten von Rossmann, Müller usw. nicht für die Wiederverwendung geeignet sind ist hier die nächste Frage. Im Zweifelsfall eignen sie sich jedoch nicht wirklich zum Recycling.
      3. Es könnten auch kleine Kartons o.ä. genutzt werden, Papier/Pappe lässt sich zum weitaus größeren Teil weiterverwenden und dafür könnte ebenfalls Altpapier genutzt werden, es müssten also keine Bäume gefällt werden. Auch gibt es inzwischen Papier und Kinststoff aus Bambus, was ein extrem schnell wachsender Rohstoff ist, der auch nicht so viel Dünger und Pestizide benötigt wie etwa Mais.

      Punkt 1 ist aber trotzdem der entscheidende. Das Produkt landet halt selten im Müll, die Verpackung dagegen halt fast immer (Ich vermute die wenigsten werden es machen wie Michael B., ich verpacke Sets die ich wieder abbaue etwa in ZIP-Beuteln die ich nummeriere, so bleibt auch alles nach Bauabschnitten sortiert und die Beutel kann ich beliebig oft wiederverwenden).

      Wenn ich überlege wie viele Gelbe Säcke bei uns allein im letzten Jahr nur mit den Plastiktüten von Lego gefüllt waren ist das schon heftig. Im Schnitt bekommen wir inzwischen maximal einen halben Sack voll bis die abgeholt werden, in manchen Monat waren es aber zwei volle Säcke, einfach weil mehrere große Sets gebaut wurden.

  3. Das mit dem Preis stößt den meisten glaube ich bitter auf, weil es so abrupt so viel ist. Hätten sie über mehrere Jahre immer 5 Euro draufgeschlagen, würde man das gemessen am Teilepreis glaube ich eher akzeptieren.

    Was den „Schritt nach vorne“ und die „nächste Stufe“ beim Design angeht, kann ich dir allerdings nicht zustimmen.
    In puncto Inneneinrichtung ist es ein Schritt zurück bis mindestens zum Pet Shop. Und was die Fassade angeht, ist das allenfalls Geschmackssache. Ich finde diesen Industrie-Stil scheußlich und hoffe nur, dass sie diese neue „Stufe“ jetzt nicht fortführen und zu den verspielteren Fassaden(-und Einrichtungs-)lösungen zurückkehren, weil ich sonst leider aufhören müssten, die Creator-Gebäude zu kaufen, und das fände ich schade.

    • Dann sollten Sie aber auch wissen, dass Autowerkstatt oder eben auch Garage genauso richtig ist.
      Sorry konnte ich jetzt auch nicht anders.

      • Dann nehmen wir’s doch mal ganz genau: „Garage“ ist ein kurioser Fall, weil es ursprünglich aus dem Französischen kommt („garer“ = „ausweichen“, „in Sicherheit bringen“ bzw. eben „parken“), sich aber in der Verwendung „Autowerkstatt“ eher als Anglizismus ins Deutsche (und dieses Review ;)) eingeschlichen haben dürfte. Einschlägige Wörterbücher geben diese Verwendung allerdings mit „selten“ an — immer ein Hinweis darauf, dass etwas nicht ganz koscher ist, auch wenn das alte Weichei Duden natürlich früher oder später alles zulässt. Ist immer die Frage, ob man restriktiv oder deskriptiv vorgehen möchte; ich würde allerdings Legomane rechtgeben. Aber, äh, zurück zum Thema …

  4. Danke für die ausführliche Review. Aber bei der Inneneinrichtung kann ich nicht ganz konform gehen. Hier hätte ich mir persönlich mehr erwartet. Ein schönes Beispiel sind dafür z. B. in meinen Augen die (nicht einfach geklauten) Einrichtungs-Vignetten von Xingbao…
    Aber vielleicht kombiniere ich ja einfach 😉

  5. Ich habe die Werkstatt auf meiner Wunschliste, warte auf doppelte VIP Punkte oder so, werde aber wohl nicht mehr lange Durchhalten Falls das Baumhaus bald kommt, warte ich vielleicht auf Smyth oder Galeria, sonst wird zugeschlagen. Das Teil ist schick und die Besprechung hier auch Klasse. Das mit den Plastetüten ist natürlich ein Thema, das ist etwas, was ich wirklich nicht verstehe. Da gäbe es andere Lösungen. Aber ich habe heute auch nicht meinen Weltrettungstag und freu mich einfach auf das Set.

  6. Das den meißten der Preis aufstößt mag zum einen daran liegen, das der Sprung von 150 auf 180 doch recht groß ist, das hätte man über die Jahre hinweg in kleineren schritten machen können aber es liegt auch daran, das die Eckgarage kein Pariser Restaurant ist, das schlicht und ergreifend einschlug wie eine Bombe, ähnlich wie nun der Mustang und einfach den Lego Fans das Hirn rausbläßt – die Eckgarage hat dies alles nicht zu bieten, nicht auf den ersten Blick. Sie ist sehr schlicht gehalten und ohne Fliesen in der Werkstatt schaut es für viele schäbig aus – das ist nunmal den Preis den man zahlt als Lego, wenn bei den Häusern in den letzten Jahren immer auf höchsten Niveau gearbeitet hat, seit dem Pariser Restaurant – da sind die Fans verwöhnt worden und statt ein drei Gänge Menü ist das hier halt gefühlt er eine schlichter Eintopf !

    Das der Eintopf aber dennoch genauso gut schmecken kann, wie ein drei Gänge Menü stellt das Set doch unter Beweis.
    Außer der nicht gefließten Werkstatt wurde ich nicht enttäuscht und habe mein Spass an dem Haus.
    Trotz der relativ kleinen Grundfläche bieten die Etagen doch überaschend viel Platz, so passen in den Wartebereich beim Tierarzt 4 Figuren mit Tierchen hinein (Oder als Tier kostümierte Figuren ..hihihi) und in der „Loft“-Wohnung oben drüber konnte ich eine Kostümparty einrichten, wo eine gute Menge an Figuren Platz fanden – hier zeigt sich der Baustil der Fensterfronten als Vorteil, da man sie leicht abnehmen kann um schicke Fotos vom Innenraum machen können.

    Einziges Problem stellte die Tatsache da, das ich anfänglich nicht wusste wie ich das Haus in meine Strassenszenerie einbaue, denn das leuchte orangerot der Fasade harmoniert nicht gut mit jedem Modulhaus und so eine „stinkige“ Tankstelle passt nicht neben jedem historischen Innenstadtladen (Cafe oder Pariser Restaurant) aber das Problem, das die Häuser vom Stil her nicht immer schick nebeneinander harmonieren und man herumbasteln muss bis es optisch gut aussieht hat man bei jedem Haus.
    Da die Tankstelle an sich jedoch sehr klein ist und geraaaaade so ein Speed champion Auto oder der Bus vom Winter Village Bahnhof reinpasst und es recht gequetscht wirkt, ist eher anzuraten die Eckgarage so aufzustellen, das man da zu tankende Fahrzeug nicht unter dem Vordach der Zapfsäule sondern davon platziert werden kann – kurz um, dem Haus tut ein kleiner „Vorhof“ vor der Zapfsäule ganz gut.

    Die Eckgarage wird nicht jedem gefallen, muss sie aber auch nicht, gerade nicht zu dem Preis, aber wer gerne selbst nochmal Hand anlegt und Dinge anpassen möchte, der hat hier imo gute Möglichkeiten – meine Eckgarage macht sich zumindest gut neben dem Detektivbüro und gegenüber dem Ghostbusterhauptquatier mit kleinen Hof dazwischen wo man sich um den alten Wintervillage Bus kümmert, wenn man am Bus die „Tannenkränze“ an den Seiten abnimmt hat man sogar einen perfekten Tankstutzen ^^

  7. Also ich finde das Set sehr teuer. Das Probleme ist, dass ich zwei brauche, damit die tolle Vorstellung von euch (das Doppelmodell) realisiert werden kann. Dann sieht es nämlich richtig gut aus. Aber: jeder sollte sich für ein paar Euro mehr (190 Euro im Angebot) das Stadtleben holen… Das ist insgesamt mehr Wert, als dieses Haus.

    • Das mit dem Angebot wird sich ja auch bei der Eckgarage in Zukunft ergeben, wenn es zu den „Pleitegeiern“ kommt und dort rabbatiert angeboten wird, wie nun das Diner oder das erwähnte Stadtleben und dann relativiert sich der Preis auch wieder etwas.

  8. Ach, etwas das bisher nicht erwähnt wurde, ist das kleine „Easter Egg“ der Tierarztpraxis und dessen betruckes Fensterglas “ Dr. Jones“ -> „No Snakes !“ 😉

  9. Das Set habe ich als verspätetes Weihnachtsgeschenk erhalten – damit kann ich die Preisfrage ausklammern. Und kurzum: Ich hatte Spaß beim Bauen. Doch nun zum aber und dem Grund etwas zu Deiner schönen Rezension zu schreiben.
    „Lego macht mit dem neuen Set in Sachen Gestaltung und Umsetzung definitiv einen Schritt nach vorne und hebt die Reihe auf die nächste Stufe. “ Diese Ansicht teile ich überhaupt nicht! Der Vorgänger, das Diner, war in Sachen Innenausstattung diesem recht kargen Modell weit voraus. Als Beispiel nur einmal das „Krankenhausbett“ in der 2. Etage. Es ist das liebloseste Bett, das ich je in dieser Reihe gesehen habe. Im Pariser Restaurant pulsierte das Leben in jedem Stein, überall war was los. Detailversessen wurden die Interieurs des Restaurants, der Steienbank und des Detektivbüros erschufen eine lebendige Welt mit kleinen Geschichten. Davon ist im 10264 (zu) wenig zu sehen.
    Die Fassade ist ordentlich, aber doch kein Vergleich zur Steinebank. Das Stadtleben hatte ohnehin eine Sonderrolle und ist diesem Modell nicht nur von der Größe her um Längen überlegen. In den Modellen zuvor gab´s hinreißende Ideen mit Muscheln, Croissants, Cupcakes, Kreissägen oder Schreibfedern als Fassadendeko. Skier wurden zum Torbogen umfunktioniert, Baggerschaufeln formten ein Dach – wo sind all die kreativen Ansätze geblieben? Hier ist alles nur Dienst nach Vorschrift. Auf gutem Niveau aber ohne jede Finesse. Ist das ein Schritt nach vorne? Nochmal: ich hatte Spaß damit. Es ist aber m.E. eines der schwächeren Modelle der Reihe und Dein Fazit fällt mir persönlich viel zu positiv und undifferenziert aus.

  10. Ob sich der Preisanstieg für Lego rechnet wird man wohl erst sehen.
    150 könnte auch eine Grenze sein die viele ausgeben. Gerade auch als Einstiegshürde ist das der Preisanstieg kein Selbstläufer, momentan ist ja zumindest noch das Diner zum „alten“ Preis am Markt.

    Warten wir einmal ab ob der Preis wirklich dauerhaft Bestand hat.

  11. Ich mag diese Classic Reviews von euch, wo man Sets nochmal im Detail präsentiert kriegt, die schon etwas älter sind.
    Weiter so!

  12. Zuerst einmal: ich habe dem Review einen Daumen runter gegeben. Aus zwei Gründen. Einerseits finde ich das Review nicht wirklich informativ – da bin ich vom Reviewer (und Promobricks generell) besseres gewöhnt. Und zweitens denke ich, dass das Set ganz einfach – abgesehen vom Preis, den ich nicht mehr zu diskutieren gedenke – entäuschend ist. Entäuschend, weil einfach zu viele Fehler gemacht wurden. Ich finde es fair, wenn man Daumen runter gibt auch zu sagen warum…

    So, was gefällt mir an der Eckgarage NICHT.

    Zuerst einmal, dass es eine Eckgarage IST. Durch die Lösung geht sehr viel Platz im Inneren verloren, den man für eine „bessere“ Garagenausstattung verwenden hätte können. Zudem sind meiner meinung nach die „schiefen Wände „unschön“ verbaut (also es blitzen z.B. Fremdfarben durch (solange es Seitenwände die sowieso verbaut werden sind, stört es nicht, aber an der Front. Auch die „Nahtstellen an sich sind nicht wirklich (schön)verbaut.

    Die horizontale Dimension: Die Garage ist „zu niedrig – eine halbe Stockwerkshöhe mehr (und mehr Platz im Inneren) hätte dem Gebäude „gut“ getan. Zumindest hätte man dann eine „bessere“ Hebebühne konstruieren können – sper Idee nebenbei, aber unschön ausgeführt.

    Die unglückliche „Treppenkonstellation“ (Zugang zu höheren Stockwerken nur DURCH andere „Einheiten“) muss ich nicht weiter ausführen. Wobei man sagen muss ähnliche Probleme gibt es auch in anderen Sets (Stadtleben z.b.)

    Zur Tierarztpraxis an sich kann man wenig neatives sagen – eine gelungene „Einheit“. Das Appartment an sich ist auch nicht schlecht. Trotzdem denke ich, dass man auf eines der beiden Stockwerke zugungsten einer „bessren, größeren höheren Werkstatt verzichten hätte sollen. Dafür hätte man das Dach aufhübschen können (Wassertank, Grillplatz , Picknicktisch) – ich hätte die „Tierarztpraxis“ aud das nächste Modular „verschoben“.

    Der aussenbereich ist gefällt mir so wie er ist eigentlich ganz gut – das Rötlichbraune mit Sandblue im oberen Bereich und die „oktanfarben“ im Erdgeschoß – schön, wirklich schön.

    Auch beim Zapfsäulenereich ist eigenlich nichts zu meckern. Schön gelöst – aber eng wirkt er schon – bei einem „Normalen“ Gebäude (nicht Eck) wäre die Lösung nicht möglich gewesen – der einzige Grund warum sich für mich das ECKgebäude doch rechtfertigt.

    Passt die garage in die „anderen“ Modulars?

    JA und neien. Wir näheren uns hier einem „anderen“ Baustil – ich würde sagen während wir uns bis zum Stadtleben von der BAusubstanz her in der „Vorkriegsepoche“ befinden, wechseln wir zumindest seit dem „Diner“ in die 50er Jahre (wobei z.b. der Waschsalon, oder die Poolhalle auch ins modernere passen – sie wurden halt in ältere Gebäude integriert).

    Fü meine Legostadt würde ich also beide „Epochen“ trennen – also Altstadt mit den Gebäuden bis zum Stadtleben und „Vorort mit Diner und Eckgarage – und das Detectives Office würde ich eher bei den beiden letzteren verorten.

    Fazit – jetzt habe ich doch viel „Gutes“ an der Garage gefunden – trotzdem gefällt sie mir in vielen Kleinigkeiten doch wieder nicht. Derzeit ist sie bei mir (so wie das Diner) nicht auf der WILLHABEN-Liste – Zuerst will ich wissen wie das 3-1 Cafe+Tierhandlung aussieht, Das Stadtleben und das Detectives Office muss auch noch gebaut werden und „Hidden Side“ klingt auch ganz interessant. Auch möchte ich die „winterliche“ Feuerwache (2 Sets kombiniert) zu einem Modular ausbauen – ich hab ja die CE – Feuerwachen nicht ;). Es gibt viel zu tun bevor die Garage interessant wird

    • „So, was gefällt mir an der Eckgarage NICHT.“

      Ich weiß, ich wiederhole mich:
      Ich hätte dieses Gebäude gerne auf mehr Fläche gesehen. Vielleicht 1,5 Grundplatten, also zwischen dem tatsächlichen Set und dem Moc von DerBoor. Dann hätte man die Werkstatt neben das Haus setzen können und die Tankstelle davor.

      Das mit den Treppen finde ich nicht mal so schlimm. Das ist kein Modellbau und für ein komplettes, von den Einheiten getrenntes Treppenhaus bräuchte man mehr Fläche, die dann für den eigentlichen Inhalt des Gebäudes fehlt. Ein weiteres Argument für mehr Grundfläche.

  13. Danke für das superfeine Review!
    Da sich die Eck-Werkstatt (leider) noch nicht in meinem Besitz befindet, so weiß ich nun in etwa was mich erwartet. Bisserl stört mich, dass die Hausfläche doch etwas klein ausgefallen ist, aber mit ein paar Steinchen ist da schnell etwas an/umgebaut, bisserl Kreativität und schon passt ’s! Mich inspirieren diese Häuser zu so manchen Geschichten – für mich der Hauptsinn dieser Sets.
    Ja, der Preis zwickt ganz schön – ist aber wie immer Ansichtssache bzw. Eigenempfinden, doch der große Sprung von € 30,– ist für kleine Geldbörsen schon recht heftig.
    Bezüglich Plastiktüten kann ich nur sagen – einfach viel zu viel, auch diese riesen Schachteln, ebenso diese dicken Bauanleitungen – hab mir die Pdfs schon angesehen. Wie vorab hier erwähnt, hätte man wirklich einiges zusammen fassen können.
    Nun gut, wann dieses schöne Modular Building bei mir gebaut wird, steht noch in den Sternen. Auf alle Fälle freu ich mich schon darauf.
    Nochmals Danke für das ausführliche Review!
    Liebe Grüße
    LegoSharky

  14. Schade, schade, schade…

    Zumindest für mich stellt es sich ähnlich dar wie für den Nutzer Bausteinchen.

    Wie auch der Diner passt die Garage nicht mehr in „meine“ Modular Epoche (habe alle Sets ab GG/CC) – also eher Vorkrieg, teilweise Jahrhundertwende (zumindest von der Bausubstanz).

    Das ist auch der Grund, warum ich den Diner ausgelassen habe. Die Garage werde ich mir auch nicht oder nur zum Spezialpreis holen.

    Ansonsten finde ich das Modell schon ganz ok, wobei die offensichtliche Steinearmut in der Garage sauer aufstößt. Zielgruppe ist zu großen Teilen AFOL und da erwarte ich deutlich mehr Liebe zum Detail. Das ist einfach ein mieser Kompromiß…

Schreibe einen Kommentar zu Benny Antwort abbrechen

Please enter your comment!

Ich stimme zu.

Please enter your name here