Filmkritik: The LEGO Ninjago Movie

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The LEGO Ninjago Movie ist in Deutschland heute gestartet. Wir waren gestern Nachmittag bereits in der Vorpremiere und können unsere Meinung zum neuesten LEGO Animationsfilm nun kundtun. Aber keine Angst, wir verraten euch nicht alles.

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Collage aller Hauptcharaktere aus dem Kinofilm. (Foto: LEGO)

Kein Spoiler zum Inhalt

Der Kampf um Ninjago City ist entbrannt. Das bedeutet den Einsatz des jungen Lloyd alias Green Ninja und seiner Freunde, die insgeheim große Krieger und LEGO Meisterbauer sind. Unter der Leitung des weisen Sprücheklopfers und Kung-Fu-Meisters Wu bekämpfen sie den bösen Warlord Garmadon, den schlimmsten Schurken überhaupt, der zufällig auch Lloyds Vater ist. So kommt es zum Duell Mech gegen Mech, aber auch Vater gegen Sohn: Im gewaltigen Showdown wird sich zeigen, ob sich dieses ebenso ungestüme wie undisziplinierte Team aus modernen Ninjas bewährt. Denn sie alle müssen erst noch lernen, ihre Egos zu zügeln, um gemeinsam zu agieren und so ihre wahre Kraft zu entfalten.

Soweit die offizielle Beschreibung der Handlung. Sie verrät jedoch nicht den ganzen Film und seine Wendungen. Wir können aber verraten, dass der Kinofilm mit der LEGO Ninjago TV-Serie nichts weiter zu tun hat. The LEGO Ninjago Movie ist auch ohne Vorwissen problemlos zu verstehen. Kinogänger, die die Serie gut kennen, werden sich sogar über einige Dinge wundern: Zum Beispiel darüber, dass Lloyds Mutter nicht Misako wie in der TV-Serie heißt, sondern im Film plötzlich auf den Namen Koko hört.

Die 3.463 einzigartigen LEGO Steine (FunFact) erscheinen gefühlt bereits nach den ersten 15 Minuten. Als Erwachsener hofft man nur, dass es diese Action nicht den ganzen Film lang geben wird. Aber es gibt auch etwas ruhigere und sogar gruselige Momente in dem Film. Kampf-Action und Mech-Fights gehöre natürlich auch dazu. Die FSK stuft den Film nicht ohne Grund mit FSK 6 ein, was meiner Meinung nach auch vollkommen berechtigt ist.

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Ob es diese Szene im Film so gibt, wird hier nicht verraten. (Foto: LEGO)

Die etwas andere Animation des Filmes

Wer sich bereits die Trailer zum Film angeschaut hat, konnte erkennen, dass dieser Film anders animiert wurde als beispielsweise The LEGO Batman Movie. Und als Erwachsener LEGO Fan schaut man die ganzen 101 Minuten fast nur auf die ganzen LEGO Steine oder Figuren. Denn diese sind so gut animiert, dass jede kleine Kerbe oder auch eine Delle in den Minifiguren erkennbar ist. Die Steine haben einen perfekten „used look“. Natürlich ist dies nicht bei den ganzen 305 verschiedenen Minifiguren im Film (FunFact) direkt erkennbar. Aber die Hauptcharaktere sind sehr gut dargestellt. Auch nur circa 95 Prozent des Filmes sind animiert. Der Rest? Lasst euch überraschen!

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Der 16jährige Lloyd ist die Hauptfigur des Films. (Foto: LEGO)

101 minütiger Werbefilm

Im ganzen Film sind fast alle LEGO Ninjago Movie Sets zu sehen. Egal, ob die zwanzig Minifiguren der Sammelserie oder die Sets mit den verschiedenen Mechs oder Fahrzeugen. Einzig das Mega-Set Ninjago City ist so nicht enthalten, denn das Set ist ein komprimierte Stadt mit vielen einzelnen Geschäften aus dem Film. Es ist anzunehmen, dass sich insbesondere viele jüngere Kinobesucher nach dem Film noch ein paar Sets kaufen werden.

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Mein Lieblingsplakat zu LEGO Ninjago Movie. (Foto: LEGO)

Mein Fazit:

Jedem jüngeren LEGO Ninjago Fan kann ich den Film ohne weiteres empfehlen, denn dort werden die bereits bekannten Helden in ein neues und spannendes Abenteuer verwickelt. Der Film ist wie bereits erwähnt 101 Minuten lang. Vielleicht hätte eine Länge von knapp 80 Minuten dem Film etwas besser getan. Ob sich auch der Erwachsene LEGO Fan den Film anschauen soll, kann ich so pauschal nicht beantworten. Je nachdem, mit welchen Vorstellungen oder Erwartungen der Film angesehen wird, wird die Meinung am Ende stark variieren. Mir haben die vielen Anspielungen im Film, welche vermutlich nur ein AFOL erkennt, sehr gut gefallen. Aber auch Erwachsene, die mit dem Thema wenig anfangen können, werden durch den stimmigen Soundtrack und einige Überraschungen im Film sehr gut unterhalten.