Ende letzten Jahres erschütterte eine Abmahnwelle die deutsche BrickLink Community. Doch was ist am Ende daraus geworden? Zunächst einmal ist es relativ still geworden um dieses Thema. Seit Jahresanfang sind keine weiteren Abmahnungen mehr bekannt geworden. Vielleicht auch deshalb, weil BrickLink darauf reagiert hat. So ist nun bei jedem Artikel in deutscher Sprache gekennzeichnet, dass dieses Spielzeug nicht für Kinder unter drei Jahren geeignet ist.

Außerdem kommt noch vor dem endgültigen Kauf via Paypal der deutsche Hinweis: „Jetzt mit Paypal kaufen“.

Ist nun alles gut? Leider nein.

Erstens sind immer noch einige deutsche Bricklink Händler verunsichert und haben deshalb ihren Shop seit der Abmahnwelle noch nicht wieder eröffnet, was natürlich auf das vorhandene Angebot in Deutschland drückt. Was aber weit schlimmer wiegt ist meiner Meinung nach die immer noch frechen Macharten diverser BrickLink Shops. Manche verlangen zusätzlich Paypal-Gebühren, teilweise ohne es in den Terms anzukündigen. Seit dem 13. Januar 2018 gilt in Deutschland ein „Verbot von Zahlartgebühren“. Außerdem untersagt Paypal das ausdrücklich in seinen AGBs:

„5.5. Kein Zahlungsmittelentgelt (Surcharging)
Sie sind als Händler nicht berechtigt, ein Entgelt für die Nutzung der PayPal-Services als Zahlungsmethode („Surcharging“) zu erheben. Dies schließt ausdrücklich auch etwaige „Service-Gebühren“, im Gegensatz zu anderen Zahlungsmethoden erhöhte Versandkosten oder sonstige Zusatzgebühren ein, die Sie Ihren Kunden für die Nutzung der PayPal-Services berechnen.“

Auch grassiert eine neue, unerfreuliche Methode zur Zeit in einigen Shops. Viele haben ein sogenanntes „Lot-Limit“. Das heißt, bei jeder Bestellung muss der Einkaufswert bei jeder Position über einen bestimmten Wert kommen. Im Bild-Beispiel unten wäre es ein Euro. Wenn die Bestellung diese Kriterien nicht aufweist, ist eine Bestellung (Order) in diesem Shop nicht möglich.

Aber es gibt auch Shops, die haben in ihren AGBs zusätzlich eine Gebühr für solche Fälle stehen. Das heißt, wenn ihr unter das „Lot-Limit“ kommt, wird automatisch eine festgelegte Gebühr verlangt. Pro Bestellposition versteht sich! Ich hatte bei einer meiner letzten Bestellungen dieses Problem. Der Verkäufer verlangte 25 Cent Gebühr pro Posten, waren bei 40 Posten dann leider zehn Euro zusätzliche Gebühren!

„Sie haben in Ihrer Bestellung 40 Bestellposition, bei einem Warenwert von 101,05 €, dies macht einen durchschnittlichen Positionswert von 2,53 €. Damit wird eine Bearbeitungsgebühr (Handling Fee) in Höhe von 0,25 € (incl. USt.) pro Bestellposition erhoben. 40 Bestellposition mal 0,25 € macht 10,00 € Bearbeitungsgebühr.“

Mein Tipp:

Wenn ihr bei BrickLink etwas bestellt, ist es leider mittlerweile fast unumgänglich vorher die sogenannten „Terms“ zu lesen. Viele AFOLs kaufen auch deshalb nur noch in ihren favorisierten Stores ein. Ihr könnt euch auf eurer BrickLink Seite, wenn ihr eingeloggt seit, eine Liste mit diesen Stores selber erstellen.

Diese Liste könnt ihr immer über den Button „My BL“ erreichen. Außerdem würde ich euch raten, deutsche Händler, die Paypal-Gebühren verlangen, bei der Bestellung darauf hinzuweisen, dass dies nach den AGBs von Paypal nicht erlaubt ist. Streng genommen müssten sie euch sogar die PayPal-Gebühren erstatten. Viel Erfolg!

Wie sind eure Erfahrungen mit BrickLink- Stores hinsichtlich der oben genannten Punkte?

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60 Kommentare

  1. Danke für die Nachforschung. Du beziehst dich auf deutsche Händler, aber müsste das alles nicht EU-weit gelten? Das mit den PayPal Gebühren dann auch oder?
    Habe das mit dem min. Lot Preis auch schon gesehen und prompt da nicht bestellt. Finde es aber zum Teil auch nachvollziehbar, dass es sich nicht lohnt wenn ich 40 kleine Posten habe (also 40x Teile raussuchen muss) es sich von der Arbeit her dann kaum lohnt.
    Nachdem ich jetzt wieder 14 € Versand für eine Hand voll Minifiguren aus Holland bezahlt habe, checke ich jetzt auch immer die Terms. Sonst gibt es häufig böse Überraschungen.

    • Ich verstehe nicht ganz, wie es da zu bösen Überraschungen kommen kann? Schicken die dann nachträglich ne Rechnung für die Zusatzgebühren?

      • Du siehst halt zum Teil nur die Summe für die Teile und Figuren. Eine Rechnung mit Shipping und Handling kommt dann danach. Da sind dann etwaige Gebühren und Versandkosten dabei. PayPal Gebühren können dann auch noch dazu kommen (4 %). Aber zumindest dagegen kann man sich ja jetzt wehren.

  2. Wenn die Händler, die sich mit Verzückung selbst ausbeuten, irgendwann mal weg sind, dann wird der geneigte Käufer merken, dass Service nicht gratis und Porto nicht kostenlos ist.
    Aber in Zeiten von Amazon bezahlt die Zeche (noch) der ausgebeutete Sub-sub-sub-sub Lieferfahrer, während der normal Amazongroupie denkt, dass das ja Standard ist…
    Wenn die Menschen mal ehrlich wären, würden sie zugeben, dass sie schlechte Arbeits- / Lebensbedingungen nur interessieren, wenn es sie selbst oder ihre Familie betrifft!

    • Da hast du natürlich recht. Mir geht es primär darum, dass alles transparent ist. Das heißt für mich nicht, dass ich alles aus den Terms ziehe und mir dann selber ein Excel baue mit dem ich den endpreis kalkuliere. Wenn ich bestelle muss der endpreis angezeigt werden. Gebühren soll jeder erheben wie er will und es sich vor allem für ihn finanziell lohnt (außer z. B. PayPal).
      Wenn also ein Händler sagt ein Verkauf von klein Mengen lohnt sich für ihn nicht, sollte er eher super lots anbieten anstatt dann später Gebühren aufzuschlagen.

      Ich habe Eber jetzt seit der abmahnwelle zumindest in vielen deutschen Shops ein positive Entwicklung gesehen. Ich hoffe da bleibt BrickLink dran. Denn nur so wird das System auch für Einsteiger und Laien interessant. Aktuell muss man sich ja schon recht intensiv damit beschäftigen.

      • Jeder „normale“ Händler regelt Paypal zumindest teilweise über das Porto. Wer dafür nen extra Posten aufmacht und sich dadurch angreifbar macht, sollte alleine schon wegen Dummheit Ärger bekommen.
        Die Vorgaben von Paypal sind ja eindeutig. Letztendlich müssen die Paypal Gebühren irgendwo bezahlt werden, entweder über das Porto, über den Kaufpreis oder der Händler muss es beim Gewinn abgeben. Der Kunde hat sich eben daran gewöhnt, dass alles, was mit Zahlung und Versand zu tun hat, gratis ist, vergisst dabei aber gerne, dass Amazon und ein kleiner Online Händler nicht dasselbe ist.
        Ich jedenfalls kann das total verstehen, dass ein Händler einen Aufschlag verlangt, wenn jemand z.B. 40 Position mit jeweils 5 Teilen bestellt, da dies ja einen deutlichen Mehraufwand bedeutet gegenüber jemandem, der 5 Positionen a 40 Stück bestellt.
        Bei solchen Geschäftsmodellen ist Zeitaufwand der teuerste Faktor. Deswegen bieten große Unternehmen so einen Service normalerweise gar nicht an oder lassen ihn sich fürstlich entlohnen.

      • Ach so, vergessen: Was die Transparenz angeht, gebe ich dir natürlich völlig recht. Im Nachhinein zusätzliche Kosten / Gebühren auszupacken ist schlicht unseriös.

  3. Von solchen zusätzlichen Gebühren bei zu geringer Steinemenge kenne ich auch einen Bricklink-Shop. Da hatte ich für rund 60 EUR Steine zusammen, beim zahlen war das nicht weiter ersichtlich und plötzlich bekomme ich eine Rechnung von rund 100 EUR.
    Zwar hatte er dies beschrieben in den Terms, das da Gebühren auf mich zukommen wusste ich also, aber in der Höhe, war etwas schockierend. Auch war die Erklärung eher für Gelehrte verständig, statt Otto-Normal-Verbraucher. Mittlerweile ist er davon ab, Paypal-Gebühren werden aber noch regelmäßig berechnet, also danke für den Hinweis.

  4. Da ich Bricklink hauptsächlich für Einzelteilbestellungen nutze, ignoriere ich Händler mit mehr als einem Euro Avg/Lot. Meistens sind bei diesen Händlern die Preise für die Teile zusätzlich extrem überzogen. Dann suche ich mir lieber ein paar kleinere Händler, da bin ich dann trotz Versandkosten um einiges günstiger als bei so einem Händler. Wenn nicht einmal ein Avg von 2,53 Euro reicht, braucht er mein Geld auch nicht und 40 Lots sind bei einer Bestellung von 100+ Euro auch nicht viel.

  5. Ich habe mir zur Gewohnheit gemacht, zunächst bei dem betreffenden Händler die Seiten „Terms“ und, falls vorhanden „Splash“ anzusehen. Denn auch die Versandgebühren und Verpackungspauschalen unterscheiden sich zum Teil deutlich. Das Thema „Avg. Lot Value“ kann in der Tat sehr teuer werden, wenn zusätzliche Gebühren erhoben werden. Meistens bestelle ich bei Bricklink, wenn ich größere Mengen einzelner Steine benötige. Es gibt allerdings auch viele Shops, die klasse sind, manche legen sogar ein kleines „Goodie“ mit dazu (Gummibärchen oder Extrasteine). Benötige ich verschiedene Steine in Kleinstmengen, bestelle ich meistens bei Lego „Steine und Teile“ (nicht zu verwechseln mit „Pick A Brick“). Die einzelnen Steine sind zwar oftmals, aber nicht immer, teurer als bei Bricklink, aber die Versandkosten betragen nur 1,80€! Man sollte aber wissen, welche ID das gewünschte Teil hat, oder zumindest wissen, in welchem Set es vorkommt.

  6. Seit dem 13. Januar 2019 gilt in Deutschland ein „Verbot von Zahlartgebühren“.

    Das Gesetz ist seit dem 13. Januar 2018 in Kraft. Wer übrigens mehr wissen will. Das „Gesetz zur Umsetzung der Zweiten Zahlungsdienstrichtlinie“ ist hier zu finden:
    https://www.bgbl.de/xaver/bgbl/start.xav#__bgbl__%2F%2F*%5B%40attr_id%3D%27bgbl117s2446.pdf%27%5D__1560761148273

    Zu Paypal und anderen Drittparteien ist das Gesetz übrigens wohl noch etwas schwammig. Zuletzt hat allerdings das Landgericht München im Sinne der Kunden entscheiden, dass Unternehmen die Gebühren nicht an ihre Kunden weiterreichen dürfen. (Urteil vom 13.12.2018, Az. 17 HK O 7439/18).

    Falls hier zufällig gerade Juristen mitlesen mal unabhängig von Bricklink eine Frage: Das gilt dann doch eigentlich auch für Käufe auf Rechnungen die z.B. über Klarna abgewickelt werden oder verstehe ich das falsch?

  7. Ich verstehe das richtig: PayPayl-‚Gebühren‘ seitens der BL-Händler sind nicht rechtens, werden aber dennoch erhoben?

    Mal dumm gefragt: Was soll man da jetzt machen? Mit jedem dieser Händler eine Nachrichten-Diskussion anfangen? Sie ignorieren und auf die Blacklist setzen? Sie bei PayPal melden?

    Ich selbst habe festgestellt, dass die Versandkosten mittlerweile sehr hoch sind – Teile für 30 Euro, versendet im Luftpolsterumschlag, mit 10 Euro Versandkosten, so in der Art. Die Lot-Problematik habe ich auch, teils massiv, vor allem, da ich bisher sehr speziell viele unterschiedliche Steine für MOCs bestellt habe – die letzten beiden Monate habe ich nichts mehr bei BL bestellt, aus oben genannten Gründen.

    Doch wieder bei Lego direkt ordern, scheint ein Plan zu sein.

    Grundsätzlich verstehe ich, dass das Zusammensuchen von so vielen Kleinteilen (die auch größtenteils gar keine wirkliche Gewinnmarge haben) mit hohem Aufwand verbunden ist – das soll auch entlohnt werden. Das Problem ist (wie auch bei anderen Themen) eher die mangelnde Transparenz der Plattform BL.

    Aber zwingt einen ja niemand, da zu bestellen. Und die (Achtung, Wortspiel) so handelnden Händler werden bald Probleme mit fehlender Kundschaft haben.

    Andererseits … Lego Nerds neigen ja dazu, den Kostenfaktor äh … außer Acht zu lassen. 😉

    • Sag ihnen, dass ein Aufschlag für PayPal-Gebühren deiner Ansicht nach nicht rechtens ist und du nur kaufst, wenn sie diesen Aufschlag von dir nicht kassieren. Oder du kaufst einfach woanders.

  8. Die Gebühren muss man als Verkäufer ja trotzdem tragen die jenigen die keine Paypal Gebühr haben werden trotzdem die Gebühren mit einpreisen und darum nen höheren Preis haben als die anderen.
    Wenn man also immer auf den günstigsten Preis klickt ist es kein Wunder wenn man dann häufig einen Shop mit Zusatzgebühren findet so bekommt er halt den Vorteil in der Suche weiter oben zu stehen.
    Aber das man Zahlungsgebühren als Käufer unterm Strich zu tragen hat und das nicht der Verkäufer bezahlen kann sollte irgendwie jedem einleuchten.

    • „Aber das man Zahlungsgebühren als Käufer unterm Strich zu tragen hat und das nicht der Verkäufer bezahlen kann sollte irgendwie jedem einleuchten.“

      Nun, in der Praxis mag es wohl in den meisten Fällen so sein, dass die Händler ihre Mehrkosten über Umwege an die Kunden weitergeben, allerdings ist das nicht zwingend notwendig. Man könnte das z.B. mit Versandkosten vergleichen, die inzwischen auch abseits von Amazon immer häufiger ab einem Mindestbestellwert für den Kunden wegfallen. Zahlungsdienste wie PayPal muss kein Händler nutzen. Tut er dies suggeriert er etwas mehr Seriosität, da der Kunde von einem Käuferschutz ausgeht (der in der Praxis immer wieder versagt wie viele Einträge in Foren etc. zeigen). Damit vergrößert der Händler also nicht selten auch seinen Kundenstamm.
      Das könnte also indirekt auch unter Werbungskosten verbucht werden und meines Wissens zahlt der Kunde nie direkt für die Werbung eines Unternehmens.
      Es hat also weniger mit können als mit wollen zu tun. Übrigens fallen für die Händler auch bei anderen Zahlungsmethoden Kosten an, die aber interessanterweise meist nicht auf die Kunden abgewälzt werden.
      Nur so als Vergleich:
      Paypal: 2,35%+0,35€ pro Transaktion (Wenn man sich nicht um Händlerkonditionen kümmert, dann 0,35€+1,5-1,9%). Das gilt aber auch nur für Transaktionen innerhalb Europas.
      Kreditkarte: 2-4% (Je nach Anbieter der Karte)+monatliche Grundgebühr (Auch hier unterschiedlich).
      Lastschrift: Je nach Verfahren 0,1-2€ plus 1-3% der Transaktionssumme, manchmal auch feste Gebühren pro Abfrage, je nach Kreditinstitut.
      Klarna (Sofortüberweisung): Monatlich 4,90€, Pro Transaktion 0,9%+0,25% (netto)
      Amazon Pay: mit Paypal vergleichbar.

      Zur Vorkasse bzw. Rechnung, also wenn der Kunde aktiv überweist konnte ich jetzt nichts finden.

      Interessanterweise werden Zusatzgebühren von den meisten Shops nur bei Paypal-Zahlungen berechnet, während Kreditkarten oftmals kostenfrei sind, obwohl die Gebühren identisch oder bei letzterem sogar höher sein können. Gleiches gilt für Amazon Pay, auch hier habe ich bisher noch nie Zusatzgebühren gesehen.
      Nur Klarna kostet bei manchen Shops zusätzlich (natürlich nicht alles auf Bricklink bezogen).
      Ebenso interessant ist, dass es ganz offensichtlich hunderte Shops gibt, die keine Gebühren auf die Paypal Transaktionen erheben und ja ebenso offensichtlich immer noch am Markt sind.

  9. Lot-Limits sind aus Händlersicht vernünftig, für Kunden oft ärgerlich. Es gibt bei BrickLink drei Varianten:
    a) Kunde kann gar nicht bestellen, wenn er das Limit von bspw. 1,00€/Lot unterschreitet.
    b) Bei Unterschreiten des Lot-Limits wird eine Zusatzgebühr pro Lot (anders kann man das nicht konfigurieren, eine Gebühr für jedes „überzählige“ Lot einzustellen ist nicht möglich) erhoben und der Händler hat seinen Shop so konfiguriert, dass der Gesamtbetrag inklusive Versand und aller Gebühren vor dem Kauf für den Kunden transparent angezeigt wird.
    c) Bei Unterschreiten des Lot-Limits wird eine Zusatzgebühr pro Lot erhoben, der Händler berechnet den Aufschlag jedoch manuell und man erfährt den Endbetrag erst mit der Zahlungsaufforderung.
    Letzteres ist aus meiner Sicht mittlerweile verwerflich, da BrickLink das automatisch ausrechnen und anzeigen kann. Die ersten beiden Varianten sind ok. Denn:
    Insbesondere viele deutsche Händler leben von ihren Shops. Kleinteilige Mini-Bestellungen (Beispiel: ein 4-Cent-Teil hiervon, ein 23-Cent-Teil davon, und noch drei rote Basics für je 10 Cent usw., insgesamt 33 Lots für 8,27 €) bedeuten für diese Händler immer einen Verlust. Denn sie holen damit niemals die Zeit-/Arbeitskosten fürs Kommissionieren, Verpacken, Frankieren, Rechnung erstellen und das Archivieren aller für den Verkauf relevanten Daten über mehr als 10 Jahre hinweg herein. Also warum sollten Sie diese Bestellungen annehmen, wenn sie dabei Geld verlieren? Würdet ihr auch nicht machen.

  10. So geil die Idee von Bricklink auch ist, ich bestelle in letzer Zeit lieber direkt bei LEGO – Steine, vor allem wenn die auch noch günstiger sind als auf Bricklink, keine versteckten Gebühren auf mich zukommen, und ich tatsächlich die Steine, in den Mengen erhalte die ich auch wollte – hab bei Bricklink genau 2 von 20+ Bestellungen bei den alle Posten vorhanden und komplett waren… zwar bekommt man Nachlieferungen, wenn man das anmerkt, aber das sollte die AUSNAHME sein!

    Das mit den Lot-Limits finde ich besonders dreist, anstelle große mengen vorgepackt günstiger anzubieten, soll auch noch der Aufwand bezahlt werden, das müsste sich Amazon auch mal trauen 😀 … „So lieber Kunde, Kühlschrank und TV müssen von Staplerfahrer Klaus von der Palette gehoben und zum LKW gefahren, 20€ Bearbeitungsgebühr, oder Klaus macht keinen finger krumm!“ …

    • Dir ist aber schon klar, dass du hier alles zusammen schmeisst, was nichts miteinander zu tun hat?! Du setzt das Kommissionieren eines Artikels von mehreren hundert Euro bei Amazon mit dem Kommissionieren eines wenige Cent teuren Artikels durch einen kleinen Onlinehändler gleich. Glaubst du etwa die Kosten fürs Kommissionieren bei Amazon fließen nicht irgendwo in der Verkaufspreis der Waschmaschine ein?!

      Aber das ist ja das was ich oben erwähnt habe. Die Leute denken bei Amazon ist alles gratis, warum ist denn das nicht überall so?! Der Händler will echt seinen Aufwand bezahlt haben…SKANDAL! Am Ende will der sogar noch Gewinn machen….RIESENSKANDAL!!!
      Ganz nebenbei: Jeder der einen Beruf ausübt, bekommt über das Gehalt seinen Aufwand bezahlt…

  11. Ich kann es gut verstehen, dass Händler diese Lot-Limits haben, um irgendwie mit Kleinteilen Geld zu verdienen. ich schließe mich Doras an. ich hab auch nie den Eindruck gehabt, dass solche Händler auch in anderer Hinsicht kundenunfreundlicher oder teurer wären.

  12. Ich finde, bei deutschen Händlern ist das Problem mit den Lots und dem Mindesteinkaufspreis echt schlimm geworden. Da ich gerne Dio´s baue, benötige ich meistens viele verschiedene Teile, die nicht gerade günstig sind. Ist man dann in einem Shop fündig geworden, werde ich dann häufig von den Terms ausgebremst. Klar ist es schon verständlich, das sich die Arbeit für die Verkäufer auch lohnen muß, aber so binde ich aber keine Kunden an meinen Shop und vergraule sie eher.
    Und wenn ich schon über 100 Euro in einem Shop lassen will, ist es für mich dann ärgerlich, wenn ich dann kein bestimmtes Einzelteil mitdazu kaufen kann und mir noch einen anderen Store suchen muß, der es mir das Teil einzelnt verkaufen will!
    Letzendlich kaufe ich schon öfters im Ausland ein, da dort die Terms nicht so ärgerlich sind wie bei vielen deutschen Händlern.

    • Das ist ein Punkt – man sieht in BrickLink ‚zu spät‘, ob ein Shop mit seinem Angebot und seinen Preisen für die eigenen Anforderungen geeignet ist oder nicht – ich habe jüngst tatsächlich Stunden verbracht, mir in BL Shops zusammenzusuchen, die die von mir benötigten Teile auf Lager hatten … nur um dann im Warenkorb mit Lot Limits, Zusatzgebühren etc. konfrontiert zu werden.

      Und ja, es mag vorab Filtermöglichkeiten geben, die ich nur unzureichend nutze. Umständlich ist es trotzdem.

  13. ich habe in den letzten Monaten tausende Teile bei den verschiedensten Händlern aus Europa gekauft. Bei Lot Limits kaufe ich nicht, bei extrem hohen Versandkosten auch nicht. Ich habe zwar immer die günstigsten Teilepreise gesucht, aber dann doch auch höhere Preise akzeptiert, wenn ich in dem Shop dafür viele verschiedene Teile kaufen konnte. Ich würde die Teile lieber bei Lego direkt kaufen – aber ich kann die Teileliesten dort nicht hochladen (falls das geht, bitte um einen Tip, wenn man ein Modular mit 400 verschiedenen Teilen bauen will, da hat man dort ganz schön was zu tippen). Das ist bei Bricklink natürlich super, Teileliste hochladen, Preise vergleichen und Shops mit verfügbaren Teilen suchen). Wenn man 5 verschiedene Teilelisten für Häuser hat, dann sieht man auch gleich, was noch fehlt. Ich hatte bisher eigentlich immer sehr gute Erfahrungen, insbesondere mit Shops aus Tschechien und Ungarn. Ansonsten muß man sich halt alles ansehen und nur dort kaufen, wo man zufrieden ist, der Tipp mit den Favouriten ist super, danke. Ich als Kunde kaufe halt dort, wo ich zufrieden bin und der Shop muß für sich entscheiden, was für ihn wirtschaftlich und machbar ist. Ich habe z.B. Lieferungen erhalten, wo JEDES Teil in einzelne Tütchen gepackt wurde, das würde ich vereinfachen und immer mindestens 10 Teile in eine Tüte packen, auch wenn sie verschieden sind. Beim Porto gibt es nichts zu deuteln, was der Transportdienstleister verlangt, muß gezahlt werden. Das mit den Paypal Gebühren wußte ich bis dato nicht, da werde ich, falls ich wieder was kaufe, den Verkäufer aufmerksam machen, danke auch hier für den Tipp. Einige hatten z.B. geschrieben, dass man „als Freund“ bezahlen soll, aber da fehlt mir natürlich dann die Sicherheit, die ja Paypal nun mal bietet. Ich bin also mit Bricklink zufrieden und möchte es nicht missen – wie gesagt, wenn ich bei Lego Teilelisten runterladen könnte, dann würde ich auch dort mehr kaufen, wenn der Preis stimmt.

  14. Also zu den Händlern mit Mindesteinkauf kann ich nur sagen: „macht euch vom Acker“… Wenn ich einen einzigen Stein bei Lego bestelle bezahle ich ja auch nicht extra Gebühren oder ähnliches. Und wenn jemand Geld mit dem Verkauf einzelner Steine verdienen und bei den großen mitmischen will, kann man eigentlich keine Mindestmenge verlangen. Da schießen sich die Händler in direkter Konkurrenz ja selbst ins Aus.

  15. Ich sehe die ganze Entwicklung wohl vollkommen anders als die meisten hier. Deshalb möchte ich meine Meinung auch mitteilen.
    Ich kaufe und verkaufe schon über 10 Jahre auf Bricklink. Bricklink war für mich immer ein bunter Marktplatz, wo weltweit verkauft wird, von kleinen Privaten bis zu größeren Gewerblichen. Natürlich mußte man sich immer die Terms des Verkäufers anschauen und entscheiden, ob man diese akzeptiert oder nicht. Ich bin ein „kleiner Gewerblicher und Legofan“ und hatte 10 Jahre lang viel Spaß mit Bricklink. Man hatte weltweite Kontakte. Ich hatte nur ganz selten Probleme und die Bewertungsquote liegt auf BL nahezu bei 100% (wo gibt es das schon). Die maximalen Verkaufsgebühren bei Bricklink liegen bei 3%. Es ist fast alles an Lego zu bekommen und mit etwas Mühe findet man auf Bricklink meistens auch die günstigsten Angebote für Legosteine. EU-Händlern mit guten Bewertungen konnte man immer bedenkenlos das Geld IBAN-überweisen, was die Paypal-Gebühren spart (Muss es immer Paypal sein?).
    Rundum eine relativ tolle Plattform.
    Dann kommt das deutsche Recht und die deutsche Auffassung, was alles so „sein muss“ (oder Europäische) – und das auf einer weltweiten Plattform. Das bietet nun die Grundlage für die Abmahnungen, die findige Abmahnvereine starten können (aber das ist ein anderes Thema).
    Meine Meiung: So macht man die „Buntheit“ auf dieser Plattform komplett kaputt! Glücklicherweise ist die Welt größer als Deutschalnd bzw. Europa.
    Wenn das so weitergeht, bleiben in Deutschland/Europa nur noch die größeren Händler über und eventuell noch die Kleinen, die sich gerne an alle diese Vorschiften halten. Das kann auch nicht im Sinn der „Nur-Käufer“ sein!
    Ich zum Beispiel habe die Versandkosten immer erst auf meinen Zahlungsaufforderungen mitgeteilt, weil weltweiter Versand kompliziert ist. War der Käufer nicht einverstanden, konnte er bei mir laut meinen Terms immer noch jederzeit stornieren. Hat 10 Jahre super geklappt und ist jetzt „illegal“.
    Ich habe dem Käufer circa die Hälfte der Paypal-Gebühren berechnet und die andere Hälfte auf meine Kappe genommen. 10 Jahre geklappt, fanden die meisten ausländischen Käufer super, aber darf ich jetzt nicht mehr! Wißt Ihr, dass Paypal-Gebühren aus dem Ausland mit Währungsumrechnung auch mal 10% sein können?
    Ich könnte jetzt noch mehr nennen….

    Ein Tip von mir noch: Wenn Euch als Käufer irgendwelche Limits am Kaufen hindern, dann schreibt den betreffenden Verkäufer nett an. Nach meiner Erfahrung findet man dann eine Lösung, mit der alle sehr zufrieden sind.

    • Ganz ehrlich: Wenn du nach 10 Jaren im Business internationalen Versand „kompliziert“ findest, machst du etwas grundlegend falsch. Gerade internationaler Versand ist in Deutschland doch ganz einfach, da Brief/Warenpost/Einschreiben nur in der günstigsten Stufe eine Größenbeschränkung hat und es dann bis zwei Kilo hoch nur noch drei Gewichtsstufen (bis 500g/bis 1000g/bis 2000g) gibt. Und die Größenbeschränkung der kleinsten Stufe kann man getrost ignorieren, da die nächste Stufe gerade mal 50 Cent teurer ist. Da zahlt man notfalls ein paar Cent drauf. Einfacher geht es doch kaum! Einfach bei BrickLink ein paar weltweite Versandarten entsprechend definieren und schon läuft die Berechnung der Versandkosten und das Senden der Zahlungsaufforderung/Invoice vollautomatisch für jeden Kunden.

      • Hallo und danke für die Tips.
        Mir ist dies durchaus bewußt und auch, dass es ganz gut bei Legoteilen klappen kann, wenn Größen und Gewichte bei BL korrekt hinterlegt sind.
        Mir war jedoch die individuelle Behandlung von Bestellungen immer lieb, weil ich es nicht nur als „Business“ betrachte. Ich habe Kleinteile verkauft, aber auch große Sets: von Mini-Briefumschlägen bis hin zu Riesenkartons. Manche Käufer wollen auf die Legobox verzichten, um Versandkosten zu sparen. Manch ein „Legosammler“ aus Mexiko möchte eine absolut einwandfreie Legobox, die besonders gut und absolut sicher verpackt werden muss. Manchmal braucht man Sendungsverfolgung und dann im Einzelfall wieder nicht. Ab und zu muss geklärt werden, wer bei hohem Wert das Versandrisiko tragen will bzw. wie hoch die Sendung versichert wird. Bei Paketen innerhalb der EU gibt es viele andere Shipper, die eventuell günstiger sind als DHL oder gerade ein Angebot haben, dass erst einmal gefunden werden muss. Ich hatte auch Käufer aus Australien, die mit IBAN-Überweisung bezahlt haben, um Paypal-Gebühren zu sparen (Ja, das gibt es).
        Ja, wenn man auf so etwas (und wahrscheinlich noch Einiges mehr) Rücksicht nehmen möchte (weil man es gerne will!), dann finde ich es kompliziert 🙂 .

        • Naja, das Versandrisiko trägt IMMER der Verkäufer (Ist Gesetzlich so geregelt.) Man kann sämmtliche Versandkosten bei BrickLink hinterlegen. Habe ich auch so gemacht. Ist alles nicht kompliziert. Bei den Gewichten rechnet man einfach einen kleinen Puffer ein. Z.B. 300g Teile + 200g Verpackung. Für Deutsche und internationale Käufer gibt es bei mir nur 2 Briefgruppen. Ich habe auch nur 2 Briefgrößen auf Lager. das spart Zeit und Geld. Alles weitere kann über Mail geklärt werden. Individuell geht also immer noch.

          • Sorry, aber so einfach ist das nicht.
            Ich wüßte nicht, dass es ein weltweites Recht gibt, dass praktisch greift.
            Das Risiko trägt immer der Käufer, solange du als Verkäufer Paypal einen Versandbeleg vorzeigen kannst.
            Das dies im deutschen oder europäischen Gesetz anders geregelt ist (und eventuell erst einmal eingeklagt werden muss), wird weltweit nur ganz wenige interessieren.

            • Falsch, auch wenn du es nachweisen kannst, trägst du als Verkäufer das Risiko. Deshalb wird ja die Formelirung „Versicherter Versand“ abgemahnt.
              „Fernabsatz nach §474 Abs. 2 Satz 2 BGB in Verbindung mit §447 BGB … stets der Verkäufer das Risiko des zufälligen Untergangs, der Beschädigung oder des Verlusts der Ware trage.“
              PayPal springt nur für dich ein und erstattet dir die Kosten.

              • Vielleicht habe ich mich auch falsch ausgedrückt.
                Ich weiß, dass die deutschen Gesetze so sind. Nur bei Privatverkäufern (von denen es auf Bricklink übrigens auch viele gibt) liegt das Versandrisiko beim Käufer.
                Aber:
                Bricklink ist eine weltweite Plattform. Wie willst du deutsches Recht dann weltweit (theoretisch und praktisch) durchsetzen? Nur darauf bezog sich meine Schilderung.

                • Entscheidend ist in welchem Land der Verkäufer sitzt. Das Recht des jeweiligen Landes gilt. Wie das mit der praktischen Umsetzung bei Auslandskäufen ist, steht natürlich auf einem anderen Blatt. Aber grundsätzlich trägst du als deutscher Verkäufer das Versandrisiko. Das kannst du lediglich auf Paypal „abwälzen“ in dem dir Paypal einen Verkäuferschutz anbietet, wenn du einen Beleg hochlädst. Wobei meine Erfahrung ist, dass Paypal fast immer dem Käufer Recht gibt, egal was für Belege du hochlädst und danach kannst du versuchen Paypal zu überzeugen, dass das doch falsch ist. Viel Spaß dabei!

        • Grundsätzlich haben die meisten Regelungen ja gute Gründe, um für den Kunden eine Vergleichbarkeit und Transparenz zu schaffen. Du weißt von dir, dass du ehrlich bist, aber der Kunde weiß das nicht, weil das Internet ziemlich anonym ist. Deswegen macht es schon Sinn, dass der Käufer gewisse Infos vorab bekommen muss, weil er eben durch einen Kauf auch einen rechtsgültigen Vertrag eingeht.
          Man kann eben nicht pauschal davon ausgehen, dass alle Verkäufer ehrlich sind und grundsätzlich mit gesundem Menschenverstand mit den Käufern umgehen, genauso wie man auch bei Käufern nicht pauschal davon ausgehen kann, dass jeder ehrlich ist. Und dann gibt es noch diverse Grenzfälle, wo sich beide im Recht fühlen. Und für solche Fälle muss man das Ganze klar regeln und dafür benötigt man nunmal Vorschriften an die sich dann auch alle halten müssen!
          Was den Versand angeht, kann man es sich einfach oder kompliziert machen, dass liegt aber an einem selber. Ich finde internationalen Versand total problemlos und unkompliziert, aber wenn man bei jedem Kunden Extrawünsche zulässt, kann man es natürlich auch kompliziert machen. Ist aber eigentlich nicht nötig, solange man alles klar kommuniziert!

          • Ja. Die meisten Regelungen haben gute Gründe.
            Deshalb werden dann irgendwelche Gesetze zum Schutz gemacht. Oft werden dadurch aber viele Leute eingeschränkt und die Betrüger machen weiter (weil die Gesetze sie nicht interessieren, z.B. Telefonwerbung etc.).
            Das Bewertungssystem bei Bricklink hat hervorragend funktioniert, um ehrliche Verkäufer zu identifizieren – so zumindest meine Erfahrungen.
            Dieses Ganze Hin und Her auf Bricklink ist doch nicht geschehen, weil Käufer und Verkäufer unzufrieden mit der Plattform waren, sondern weil die Plattform nicht den deutschen Gesetzen entsprach und Verkäufer abgemahnt wurden. Ein großer Teil der „Bricklink-Welt“ fasst sich an den Kopf und fragt sich, was die Deutschen da machen….

            • Entscheidend ist eben nicht, ob es auf Bricklink funktioniert, sondern, dass die Gesetze innerhalb eines Landes angewendet werden.
              Du kannst auch nicht auf dem US-Markt Schummeldiesel verkaufen mit denen man in Deutschland einigermaßen davonkommt, während sowas in den USA richtig teuer wird. Nur weil in Hongkong deutsche Gesetze niemanden interessieren, wird es dadurch nicht richtiger…
              Ebay z.B. muss sich auch in Deutschland / der EU an andere und teilweise strengere Vorgaben halten als z.B. in den USA. So ist das eben mit den Gesetzen…

        • Stimmt nicht, gilt nur für private Verkäufer. Für gewerbliche hat sich eigentlich nichts geändert, außer dass bei Versand innerhalb der EU nun MwSt ausgewiesen wird, was für gewerbliche aber keinen Effekt hat.

  16. Habe leider auch eher negative Erfahrungen gemacht. Es tummeln sich auch viele Häbdler die ihre Preise so günstig gestalten das sie über die Suche als günstigstes Angebot auftauchen.

    Dann gibt man keine Versandkosten an und stellt erst bei Bestellung horrende Kosten in Rechnung in der Hoffnung die Käufer steigen durch das Stornieren bei der Plattform nicht durch.

    Hatte zuletzt z.b 12 euro versand für 3 minifiguren.

    • Sorry, aber diese Information kann ich nicht Einordnen. Wenn du 3 Minifigs in Deutschland bestellt hast und es werden 12 Euro verlangt, dann ist das auf Bricklink natürlich absolut unverschämt (selbst wenn es in den Terms stehen sollte!).
      Wenn du 3 seltene Minifigs z. B. in Australien bestellt und mit Paypal bezahlt hast, dann sind 12 Euro absolut angemessen (aufgrund der Entfernung und der notwendigen Versicherung für Paypal).

      • Genau das ist das Problem. Bricklink (oder der Händler) sind nicht in der Lage, die Versandkosten VORHER richtig zu berechnen. Für soetwas muss es doch Automatismen geben, aus dem Land des Käufers und der bestellten Gewichtsklasse eine Versandpauschale zu generieren. Jetzt ist die Frage, ob Bricklink solche Automatismen nicht bereitstellt oder ob die Händler zu faul oder zu unwissend sind, diese Mechanismen zu nutzen.

  17. Deutschland. War aber nicht die einzige Bestellung wo mir sowas passierte, treiben sich schon einige mit der Masche rum.

    Kann deswegen nur jedem empfehlen Händler zu nehmen die die Versandkosten direkt hinterlegt haben

    • Hallo. Danke für die Erläuterung/Klarstellung. Es ist sehr schade, wenn sich das immer mehr in eine solche Richtung entwickelt.
      Eigentlich hat sich so etwas immer durch das Bewertungssystem von selbst geregelt. Die Bewertungen sind das Erste, was ich mir noch vor den Terms eines Verkäufers anschaue. Wenn dann in den Bewertungen steht „very expensive shipping“ weiß man schon alles. So ein Verkäufer kann normalerweise auch ganz schnell „einpacken“, weil dort niemand mehr kauft.

  18. Jetzt mal im Ernst: die Lot-Gebühren sind ein uralter Hut auf Bricklink. Habt ihr die letzten 5 Jahren nix dort gekauft? Wer in einem Shop bestellt ohne sich die Terms durchzulesen (am besten BEVOR man beginnt rauszusuchen) dem ist nicht zu helfen. Das heißt nicht, dass ich das Gebahren mancher Verkäufer gut finde, aber sowas wie 10 Euro extra zahlen – das muss nicht sein und da muss man dann auch nicht einkaufen. Ziemlich schräg, das hier als „neue Methode“ darzustellen… Das ist Alltag seit ich BL das erste Mal benutzt habe vor Jahren.

    • Stimmt. Lot-Gebühren, Mindermengen-Zuschläge, „Min-buy“ (also Mindestbestellbetrag), Verpackungskosten usw. – so etwas gibt es auf BL schon jahrelang, wenn nicht sogar schon jahrzehntelang.
      Ich könnte mir aber vorstellen, dass so etwas immer mehr zunimmt (unter anderem, weil Paypal-Gebühren irgendwie eingepreist werden müssen.)

    • Warum soll ich mir die Terms jedes Anbieters durchlesen, wenn ich wissen möchte, auf was mich meine zusammengestellte Teileliste so kommt? Das ist doch weltfremder Quatsch.

      Zum Thema Lots: Ich habe in den vergangenen Monaten regelmäßig auf BL bestellt – da waren Lot-Regelungen die Ausnahme. Jüngst sind sie eher die Regel. Eventuell hatte ich aber auch wahnsinniges Glück und bin an den Lot-Händlern vorbeigerutscht.

      Was übrigens noch gar nicht erwähnt wurde (?, habe es zumindest nicht gesehen) sind die Händler, die gewisse Teileanzahlen verkaufen wollen und das zur Bedingung machen. Also ich muss von einem Teil mindestens 50 oder 100 Stück nehmen – das ist für MOCer eine ebenfalls sehr lästige Methode.

  19. Ich hätte da mal eine Frage:
    Im Januar wurde einmal irgendwo diskutiert, ob es bei einem deutschen Verkäufer gegen Abmahnungen auf Bricklink helfen könnte, Deutschland bzw. sogar Europa als Lieferländer auszuschließen. Hat da zu diesem Thema jemand eventuell Informationen oder einen Link? Im Vorraus schonmal DANKE dafür!

    • Solange dein Sitz innerhalb Deutschlands ist, ist das totaler Unsinn. Für dich gelten die Gesetze des Landes in dem du deine Ware anbietest, egal wohin du lieferst.

  20. Bricklink ist keine deutsche Plattform. Ich würde bei einer solchen Regelung das Lego auch nicht in Deutschland „anbieten“, sondern eben nur außerhalb der EU.
    Deshalb bin ich mir nicht sicher, ob diese deine Aussage wirklich korrekt ist.
    Aber ich kann auch nirgendwo fundierte Aussagen dazu entdecken.
    Wenn ich deine Aussagen alle zusammen betrachte, dann muss sich ein Verkäufer an die Gesetze und Verordnungen seines Landes und des Lieferlandes halten, wahrscheinlich auch noch an die Gesetze des Landes, in dem die Plattform ihren Sitz hat. Mag sein, dass dem wirklich so ist, aber eine weltweite Plattform wie Bricklink wäre nahezu unmöglich. Wenn alle Länder auf die Einhaltung ihrer Gesetze bei Bricklink pochen würden, wäre Bricklink tot….

    • Es ist vollkommen egal wo die Plattform sitzt. Du bist der Händler und du bist dafür verantwortlich, dass deine Angebote innerhalb des Landes in dem du sitzt den rechtlichen Vorschriften entsprechen. Ob du nun eine eigene Website nutzt oder das Angebot eines Anbieters (in dem Fall Bricklink) ist völlig egal. Du zahlst ja auch nicht in Hongkong Steuern, sondern in Deutschland. Ebay sitzt auch nicht in Deutschland und trotzdem gelten für deutsche Anbieter deutsche Gesetze.
      Und nein, du musst dich nicht an die Verordnungen des Lieferlandes oder des Landes der Plattform halten. Es ist völlig unmöglich alle Vorschriften aller Länder zu kennen. Es geht einzig und alleine darum wo der Händler sitzt. Diese Gesetze gelten und deswegen kann man als deutscher Händler bei Bricklink abgemahnt werden, weil Bricklink die deutschen Gesetze nicht berücksichtigt und es in Deutschland leicht möglich ist jemanden für fehlerhafte Angaben abzumahnen. Die Kombination aus Abmahnrecht und nicht rechtssicherer Plattform sorgt in Deutschland für diese Probleme.
      Ebay ist doch ein gutes Beispiel. Da sind letztendlich alle „Ebays“ miteinander verknüpft und man kann auf den verschiedenen länderspezifischen Ebays kaufen, aber jedes Ebay hat seine auf das jeweilige Land zugeschnittenen Vorgaben.
      So ist es seit Anfang des Jahres so, dass man als Händler, der auf der deutschen Ebayseite verkaufen möchte, eine Bestätigung des Finanzamts hochladen muss, dass man in Deutschland bei einem Finanzamt unter einer Umsatzsteuernummer gemeldet ist, weil viele ausländische (meistens chinesische Händler) hier verkauft haben, ohne Umsatzsteuer abzuführen. Das ist z.B. eine Vorgabe, die für jeden Arbeit verursacht, auch bei denjenigen, die eh schon Umsatzsteuer normal abführen. Aber es ist sehr sinnvoll, um Marktteilnehmer, die versuchen Vorgaben zu umgehen, dadurch dazu zu zwingen die gleichen Pflichten einzugehen. Widerrufsrecht ist noch ein Beispiel und ich könnte dir noch etliche andere nennen, warum klare Vorgaben und Gesetze wichtig sind!

      • Danke nochmal für deine sehr hilfreichen Erläuterungen.
        Dann habe ich dein „Für dich gelten die Gesetze des Landes in dem du deine Ware anbietest.“ falsch verstanden. Du meintest damit „das Land, in dem man sitzt“.
        Die Beispiele hinken nach meiner Meinung alle ein bisschen. Bicklink ist ja eben (im Gegensatz zu z.B. Brickscout) keine deutsche Plattform. Und Ebay.de ist eben auch Ebay.DE. Und der chinesische Händler kennt die deutschen Vorschriften auch nicht (genausowenig wie ich die Brasilianischen, wenn ich über Bricklink dorthin verkaufe). Aber lass gut sein. Ich bin nicht einmal sicher, ob ein Anwalt solche Fragen 100%ig sicher beantworten kann. Nicht umsonst werden solche Sachen dann gerichtlich entschieden, und selbst dann geht es oft hin und her (siehe heute morgen mit der Maut).
        Letztendlich gilt das, was in einem Land durchgesetzt wird, weil alles nur Landesgesetze (vielleicht noch Gemeinschaftsgesetze von einigen Ländern) sind.
        Sorry, wenn das so rüber kam, als wenn ich Vorgaben und Gesetze ablehne. Das ist ganz und gar nicht der Fall! Ich bin nahezu bei allem für ein gesundes Mittelmaß, irgendwas in der Mitte zwischen Chaos und Überreglementierung.

  21. Ich finde es auch schrecklich, jedoch sind die Abmahnungen durchaus berechtigt. Wenn ich etwas kaufe, möchte ich auch wissen, was mich das in Summe kostet. Warum kriegen die das bei Bricklink nicht besser und intelligenter auf die Reihe? Die Gewichte und Abmessungen der Teile sind doch bekannt, da muss es doch Möglichkeiten geben, Packungsgröße und Versandpauschale im Vorfeld nach festen Paketgrößen automatisch berechnen zu lassen. Ich bestelle im Moment auch nur bei Händlern, mit denen ich gute Erfahrung gemacht habe und ich weiß, dass die angegebenen Versandkosten stimmen.

    • Bricklink ist ein weltweiter Handelsplatz und keine deutsche Seite.
      Ich nehme an, die haben gar keine Lust, sich nach den Vorgaben eines jeden Landes zu richten. Die wollen eine funkrionierende Plattform und natürlich auch „Geld verdienen“. Wenn Neuseeland auf die Idee käme, irgendetwas einzufordern, würden die überhaupt nichts auf der Plattform ändern. Nun ist Deutschland auf Platz 2 oder 3 in Bricklink. Deshalb kann Bricklink so etwas nicht ignorieren und muss etwas machen, weil sonst Umsatz wegbricht. Eventuell werden dann auch Sachen gemacht, die in anderen Ländern nicht gut ankommen.
      Wenn wir in einer Gruppe sind, dann wissen wir doch auch, dass es immer dann schwierig wird, wenn Mitglieder der Gruppe „ihr eigenes Süppchen kochen wollen“.

  22. Ich habe seit ein paar Monaten einen Bricklink Shop. Vorher war ich Jahrelang nur Käufer und mich hat es immer total genervt wenn jemand Min. Lot Regeln in seinem Shop hat. Deswegen habe ich bei mir das alles weggelassen. Aber ich kann diese Händler schon verstehen. Ich hatte schon Bestellungen über 40 € mit 200 verschiedenen Teilen und durchschnittlich 2-3 Teilen pro Lot. Da kann das Packen schonmal 1-2 Stunden dauern. Bei 10-20% Gewinnspanne kann man sich ja einen eventuellen Stundenlohn ausrechnen. Und dann kommt ja auch noch die Paypal Gebühr dazu die ja prozentual ist und bei einer 40 € Bestellung bei ca. 1,40 € liegt.
    Also ich habe gemerkt, dass es sich ohne Spaß beim einsortieren u.s.w. überhaupt nicht lohnt einen Shop zu betreiben.
    Ausser man holt dann über solche Sachen wie Min. Lot oder viel zu teure Versandkosten die Arbeitszeit wieder rein.
    Da ich nur die tatsächlichen Versandkosten berechne und kein min. Lot habe aber nun weiß wieviel Arbeit so ein Shop macht, kann ich jeden Händler verstehen der dadurch sich die Arbeitszeit etwas vergüten lässt.
    Man sollte bei Bricklink als Käufer einfach bedenken, dass es auch Arbeit macht so einen Shop zu haben. Und man nicht wie bei Amazon u.s.w. alles Versandkostenfrei bekommt.

    • Da kann ich Dir nur zustimmen. Ich hab auch einen BL Shop, hab keinen Mindestlot, keine Paypal-Gebühren, Versandkostenpauschale und als einzige Einschränkung einen 5 EUR Mindestbestellwert.
      Manchmal hat man dann Bestellungen, bei denen einem die Lust zum Raussuchen vergeht. 90 Lots für 20 EUR. Da steht man dann schon mal eine Dreiviertelstunde im Keller und sucht sich einen Wolf. Auf der Anderen Seite kann ich natürlich auch die Käufer verstehen: Die versuchen wahrscheinlich, 4 – 5 Sets bei einem BL-Shop zu komplettieren. Und dann brauchen die natürlich nicht Hundert gleiche Steine.
      Und klar hat man die Paypal-Gebühren. Und auch 5 EUR Versandkostenpauschale ist nicht wirklich kostendeckend. Verpackung, Verpackungslizenzen etc. haben wir Händler ja auch noch zu tragen.
      Auf den Stundenlohn will ich das alles gar nicht umrechnen. Ich betreibe meinen BL Shop eher, um selbst günstig an Steine zu kommen. Ich schlachte zur Steinebeschaffung Sets, und der Rest wird dann über BL verkauft. Insofern Hobby. Wer mit BL Geld verdienen will, der muss das anders aufziehen und über Masse verkaufen.
      gruß Mathias

      • Nur ein kleiner Hinweis, wenn du das längerfristig betriebst, um günstig an Steine zu kommen und dem Finanzamt auf Dauer keine echte Gewinnabsicht aufzeigen kannst, dann ist es gut möglich, dass dir das Finanzamt irgendwann „Liebhaberei“ vorwirft und die Vorteile eines gewerblichen Händlers im Nachhinein zurückfordert (also z.B. abgesetzte Vorsteuer usw.). Ein Gewerbe muss eine Gewinnerzielungsabsicht verfolgen, sonst ist es Liebhaberei und das ist nicht erlaubt. In deinem Fall beschreibst du das ja sogar selbst als Liebhaberei. Wie gesagt, nur ein Tipp.
        Wenn man ein Gewerbe richtig machen möchte, dann müssen die Kosten beim Porto usw gedeckt sein, sonst beutet man sich im Endeffekt nur selbst aus. Machen leider viel zu viele und wundern sich dann, dass sie im Alter von Hartz IV leben müssen.

        • Mir wird bei sowas immer speiübel. Diese glorreichen Finanzämter, die sich immer um wirklich wichtige Dinge kümmern … und nebenbei verjähren evtl. die Cum Ex-Deals weil, Achtung! Es an Personal mangelt. Sind ja nur ein paar Milliardchen, passt schon.

          Wir (ich und meine Familie) hatten hatten für 2017 eine Steuerprüfung, die sich über 6 Monate hinzog (!). Mit völlig schwachsinnigen Forderungen seitens des FA (Belege, die gar nicht benötigt wurden, weil die entsprechenden Pauschalen schon mit vorliegenden Belegen abgedeckt waren etc.). Ach ja, ging um 1.200 Euro Rückzahlung …

          Deutschland ist ne Bananenrepublik – reich und mächtig darf machen, dem ‚kleinen Mann‘ wird in die Beine gegrätscht, wo’s geht.

          Tschuldigung, das Rumgejammer musste jetzt mal sein. Und bevor es da noch eine Antwort gibt: Nein, wir können es uns finanziell nicht leisten, auszuwandern. Unzufrieden darf man trotzdem sein mit ’seinem System‘.

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