Wie versprochen stelle ich euch heute mit dem LEGO® Star Wars Rebel U-Wing Fighter (75155) das nächste Set aus der Serie „Rogue One: A Star Wars Story“ vor. Der Incom UT-60D, auch bekannt als „U-Wing“ ist ein Truppentransporter und Gunship, welches von der Allianz in der Zeit nach den Klonkriegen genutzt wurde. Müsste man ihn mit irgendwas irdischem vergleichen, so wäre das am ehesten der Bell UH-60 Blackhawk Helikopter. Der hat dann aber leider keinen Hyperantrieb.

Als ich das Set zum ersten Mal auf Bildern sah, hat es mich zuerst gar nicht so begeistert – aber das hat sich komplett geändert, nachdem ich es im Store in der Hand hatte und es später aufgebaut habe. Sehr markant bei diesem Schiff sind die langen Flügel, die weit über den Bug hinausgehen und sich um etwa 120 Grad nach hinten schwenken lassen.

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Das ist auf der Rückseite der Packung anschaulich dargestellt, ebenso wie alle anderen Funktionen. Darauf werde ich im Laufe des Reviews genauer eingehen.

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Aufbau

Die 659 Teile sind in fünf Tüten verpackt, die wie gewohnt nacheinander aufgebaut werden. Der Aufbau erfolgt dabei wie so oft von innen nach außen, nach dem Rumpf kommen die beiden großen Flügel dran. Darauf folgt der Mannschaftscontainer und dann die vier markanten Triebwerke. Die Figuren sind auf die Tüten verteilt. Nach stolzen 202 Schritten über 111 Seiten ist der U-Wing fertig aufgebaut.

75155_u-wing_fighter_3 An Aufklebern finden wir 16 Stück, davon alleine acht nahezu identische für die vier Triebwerke. Der Rest ist relativ groß und gut anzubringen. Sehr erfreulich ist, dass die Pilotenkanzel komplett bedruckt ist. Wir erinnern uns an das Desaster mit den Cockpit-Aufklebern beim Red Five X-Wing (10240), und das war ein UCS Set! Leider macht LEGO® es nicht konsequent und daher muss man die untere Kanzel doch mit zwei langen schmalen Aufklebern verzieren.

75155_u-wing_fighter_4Fertig aufgebaut ist das Modell allerdings sehr imposant. Mit 46cm Länge bei eingeklappten Flügeln überragt es den TIE Striker aus dem letzten Review um vier Centimeter. Man sieht, dass die Farbgebung auf den Flügeln nicht symmetrisch ist. Der rechte Flügel hat z.B. eine graue Platte, wo auf dem linken alles weiß ist. Auch die gelben Markierungen sind nicht gleich verteilt. Ich nehme an, damit soll dargestellt werden, dass es sich um ein repariertes Schiff handelt, was schon einiges erlebt hat.
Die vier riesigen Triebwerke erinnern stark an das bekannteste Produkt von Incom, den T-65 „X-Wing“ Starfighter.

75155_u-wing_fighter_7Mit aufgeklappten Flügeln ähnelt der U-Wing dann richtig einem Flugzeug. Mit 64cm Spannweite wird’s dann auch endgültig knapp im Regal. Die Flügel rasten übrigens in beiden Stellungen sicher ein, dafür sorgen vorne und hinten je zwei Kugelgelenke. Im Gegensatz zum TIE Striker klappt hier nichts unkontrolliert hin und her.

75155_u-wing_fighter_5Um die obere Kanzel zu öffnen, hat sich der Designer was einfallen lassen. Man kann die beiden runden Steine direkt hinter der Kanzel ein kleines Stück nach vorne schieben, dann öffnet sich die Abdeckung ein Stück und man kann sie anheben.

75155_u-wing_fighter_6Zwischen den beiden Blastern am Bug sind die Spring-Shooter eingebaut. Da man nicht mehr an die Bolzen herankommt, wurde ein netter Auslösemechanismus eingebaut. Auf dem Bild sieht man, dass die Bolzen eingesetzt sind. Dann heben sich die zwei blauen 1×2 Fliesen direkt vor der Kanzel an. Zum Abfeuern muss man jetzt nur noch auf die Fliesen drücken.

75155_u-wing_fighter_8Unter der Kanzel befindet sich ein Container, in dem mehrere Figuren Platz finden. An beiden Seiten sind große Schwingtüren angebracht, für die Unterstützung der Bodentruppen beim Anflug gibt es auf beiden Seiten je ein ausklappbaren Blaster.

75155_u-wing_fighter_16Wegen der hohen Sitzposition und der großen Flügel ist das Sichtfeld des Piloten nach unten sehr eingeschränkt. Daher hat der U-Wing auch nach unten eine Glaskanzel. Durch diese kann der Pilot im Landeanflug das Geschehen unter dem Schiff genau im Auge behalten. Weil die Kanzel auf der Unterseite auf dem Kopf montiert ist, gibt es keine Noppen, die sie geschlossen halten. Sie wird von einigen Steinen zwar niedergedrückt, leider bleibt aber immer ein kleiner Spalt offen.

75155_u-wing_fighter_10Von unten sieht man den Piloten im Cockpit. Gut zu erkennen sind die beiden Sticker auf der Kanzel.

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Figuren

Das Set enthält fünf Figuren, davon drei Charaktere des Films. Diese sind von links nach rechts: Bistan, ein Rebel Trooper, der U-Wing Pilot, Cassian Andor und die Hauptdarstellerin Jyn Erso.

75155_u-wing_fighter_15Alle Figuren sind sehr detailliert bedruckt. Jyn Erso trägt zusätzlich einen Überhang und eine Tasche. Sie ist auch besonders schwer bewaffnet, neben ihrem Blaster hat sie auch noch eine Art Raketenwerfer dabei. Auch in diesem Set gefallen mir die Helme wieder besonders gut.

75155_u-wing_fighter_12Alternative Gesichter finden wir beim Piloten, bei Cassian Andor und bei Jyn Erso. Bistan verfügt über einen speziellen Alien-Kopf.

75155_u-wing_fighter_11Im Profil kann man die Helme besser erkennen. Ich finde sie alle sehr gelungen!

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Fazit

Der U-Wing ist das größte der neuen Rogue One Sets, obwohl Krennics Imperial Shuttle (75156) aus mehr Teilen besteht. Ich finde, es ist ein besonders schönes Spielset. Es ist stabil genug für Kinderhände (offiziell ausprobiert!) und bietet viele Spielmöglichkeiten für kleine Rebellen. Zum Ausstellen gibt es schönere Sets, trotzdem habe ich dieses gerne in meiner Sammlung, auch wegen der gut gestalteten Figuren. Das Set ist für 79,99 Euro (UVP) überall im Handel erhältlich.

Review: LEGO Star Wars Rebel U-Wing Fighter (75155)
Design
Zusammenbau
Minifiguren
Spielbarkeit
Besondere Teile
Preis
Das finde ich gut
  • Bedruckte Pilotenkanzel
  • Stabiler Aufbau
  • Schöne Minifiguren
Das finde ich weniger gut
  • Aufkleber auf der unteren Kanzel
4.3Gesamtwertung
Leserwertung: (7 Votes)

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